Wo soll das alles enden?

Manche Menschen haben keine Lust, sich an Regeln des Anstands zu halten. Das ist wirklich keine Neuigkeit, das war schon immer so und kaum zu vermeiden. Dass nun aber auch die Kunst im öffentlichen Raum beginnt, sich daneben zu benehmen, haben wir mit Sicherheit dem schlechten Beispiel dieser Leute zu verdanken. Bisher kam es nämlich höchst selten vor, dass ein Kunstwerk wie dieses hier in Kopenhagen von seinem Sockel steigt und sich dann in aller Öffentlichkeit an einer Hauswand erleichtert. Ekelhaft! Und nun stellen Sie sich bitte vor, die Häuser selbst täten ein Gleiches!

Where will it all end? – Some people have no desire to observe the rules of decency. That is hardly news; it has always been the case and is all but unavoidable. Yet the fact that public art is now starting to misbehave as well is surely down to the bad example set by such people. After all, it has been extremely rare—until now—for a work of art like this one in Copenhagen to step down from its pedestal and relieve itself against a building wall in full view of the public. Disgusting! And now, just imagine if the buildings themselves were to do the same!

Kroko Rothko

Dieses Jahr ist Mark Rothko schon 55 Jahre tot und schaut dennoch jünger aus als viele, die noch nicht so lange malen.

Kroko Rothko – This year marks 55 years since Mark Rothko’s death, yet he looks younger than many who haven’t been painting for that long.

Neues aus der Kunstgeschichte (6)

Wie aus einem erst neulich aufgefundenen Briefwechsel der Gebrüder Kupelwieser hervorgeht, kündigte Franz Schubert, als er 1817 aus dem Lehrdienst ausschied und über kein Einkommen mehr verfügte, bei einer Sitzung der Unsinnsgesellschaft an, das Komponieren sein zu lassen und Kraftfahrzeugmechaniker werden zu wollen, denn darin liege die Zukunft. Die anderen Mitglieder der Unsinnsgesellschaft taten das freilich als Unsinn ab, zumal niemand eine Vorstellung davon hatte, was ein Kraftfahrzeug sein sollte. Bekanntlich gründete Schubert im Jahr darauf tatsächlich eine Werkstatt mit angeschlossener Garage, die jedoch von der Kundschaft schlecht angenommen wurde, da Schubert die Leute, die ihr Pferd reparieren oder unterstellen wollten, mit scheinbar unsinnigen Ansinnen wie einem Ölwechsel oder dem Austausch der Zündkerzen verstörte. Als wäre die Existenz des so früh verstorbenen Musikgenies nicht schon tragisch genug gewesen, erfuhr Schubert nie, wie weit er seiner Zeit voraus gewesen ist.

Art History News – As a recently discovered correspondence between the Kupelwieser brothers reveals, when Franz Schubert retired from teaching in 1817 and no longer had any income, he announced at a meeting of the Nonsense Society that he would give up composing and become a motor mechanic, because that was the future. The other members of the Nonsense Society dismissed this as nonsense, of course, especially since no one had any idea what a motor vehicle was supposed to be. As is well known, Schubert did indeed open a workshop with an attached garage the following year, but it was not well received by customers, as Schubert would disturb people who wanted to repair or stable their horses with seemingly nonsensical requests such as changing the oil or replacing the spark plugs. As if the existence of the musical genius who died so early wasn’t tragic enough, Schubert never learned how far ahead of his time he was.