Fassadenschwindel

In Bratislava den Dom zu besuchen, ist gar nicht so einfach. Vom Bahnhof kommend, trifft man zuerst auf den „Europsky Dom“, aber der ist im Inneren genauso langweilig wie von außen und ist sicher nicht das Gebäude, in dem jahrhundertelang die ungarischen Könige gekrönt worden sind. Dann sieht man den komischen Turm und denkt sich, das müsse wohl der richtige Dom sein, aber es ist nur ein Stadttor. Hübsch zwar, aber viel zu wenig Platz für eine Kathedrale. Am Rande der Altstadt, direkt neben einer Autobahn steht dann tatsächlich der Dom, der seit 2002 ein Kulturdenkmal ist. Allerdings habe ich nirgends einen Hinweis gefunden, welcher Kultur hier gedacht werden soll. Darum habe ich ein bisschen an meinen Kulturbeutel gedacht. Das passiert auch nicht so oft.

Facade Deception – Visiting the dome in Bratislava isn’t as easy as it seems. Coming from the train station, you first encounter the „Europsky Dom,“ but its interior is just as boring as its exterior, and it’s certainly not the building where Hungarian kings were crowned for centuries. Then you see the odd-looking tower and think that must be the real cathedral, but it’s just a city gate. Pretty, yes, but far too small for a cathedral. On the edge of the old town, right next to a highway, you finally find the actual cathedral, which has been a cultural memorial since 2002. However, I couldn’t find any indication of which culture it was meant to commemorate. So I remembered my toiletries bag. That doesn’t happen very often.

Frauenpower

Nachdem sich die beiden Könige endlich gegenseitig abgemurkst hatten, entschieden sich deren Damen für einen Ausflug in die Stadt. Dort ließen sie sich zuerst bei „Haarmonie“ neu einfärben. „Black is beautiful!“ dachte sich die ehemals blasse Dame. Danach besuchten sie einen angesagten Spielsalon und rissen zwei hotte Doppel-Sechs-Dominosteine auf, die sie nebenan auf dem Spielplatz flachlegten. „Schach hat mir noch nie Spaß gemacht!“ rief die schwarze Dame. „Ewig rumstehen und dann von irgendeinem Bauern geschlagen werden!“ setzte die andere schwarze Dame hinzu. „Damit ist jetzt Schluss!“ riefen beide begeistert. Die Dominosteine machten große Augen und sagten nichts.

Girl Power – After the two kings had finally defeated each other, their queens decided on a trip to the city. There, they first got their hair dyed at „Hairmony.“ „Black is beautiful!“ thought the formerly pale queen. Afterward, they visited a trendy arcade and picked up two hot double-six dominoes, which they then laid in the adjacent playground. „I’ve never enjoyed chess!“ exclaimed the black queen. „Standing around forever and then getting hit by some pawn!“ added the other black queen. „That’s over now!“ they both cried enthusiastically. The dominoes stared wide-eyed and said nothing.

Weitermachen!

Heute vor einem Jahr starb Papst Franziskus. Am Tag zuvor besuchte ihn der heutige USianische Vizepräsident J.D. Vance. Dieses Jahr am 13. April verlor der ungarische König der Diebe die Parlamentswahl. Ein paar Tage zuvor hatte ihn J.D. Vance besucht. Ich denke, die Welt sollte zusammenlegen und J.D. Vance eine Weltreise spendieren. Erst nach Moskau, dann Pjöng Jang, weiter nach Peking und dann unangekündigt in Mar-A-Lago vor der Tür stehen. Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt. J.D. sollte sie alle besuchen!

Carry on! – One year ago today, Pope Francis died. The day before, he was visited by the current US Vice President, J.D. Vance. This year, on April 13th, the Hungarian king of thieves lost the parliamentary election. A few days earlier, J.D. Vance had visited him. I think the world should pool its resources and give J.D. Vance a trip around the world. First to Moscow, then Pyongyang, on to Beijing, and then show up unannounced at Mar-a-Lago. There are so many idiots in this world. J.D. should visit them all!

Digitalisierung geht zu weit!

Ernsthaft? Müssen nun auch noch die Aufzüge digitalisiert werden? Ich finde, wir sollten für eine Weile zum Flaschenzug und zu römischen Ziffern zurückkehren. Das täte dieser kranken Welt ganz gut.

Digitization has gone too far! – Seriously? Do we really need to digitize elevators now? I think we should go back to pulleys and Roman numerals for a while. It would do this sick world some good.

Fuck You! – Eine Menschheitsbeschimpfung (7)

Was für ein Elend!
Es gibt keine ethische-moralische Art reich zu werden. Wer eine Idee hat und ein Unternehmen gründet und Menschen beschäftigt, übernimmt damit Verantwortung für sie. Unternehmer sein bedeutet, Ressourcen effektiv und sozial und ökologisch zu verwenden, aber nicht, Menschen auszubeuten oder Kunden zu bescheißen oder Gesellschaften zu zerstören oder gar die ganze Welt. Wer als Unternehmer reich wird, hat sich mindestens eines dieser Vergehen schuldig gemacht. Alle anderen sind sowieso nur erbärmliche Erben. – Kurz gesagt: Wer Millionen oder gar Milliarden besitzt, ist schlicht und einfach geldsüchtig und bereit, über Leichen zu gehen. Und die Politiker, die anders als unser Kanzler selbst keine Überreichen sind, und dennoch nach wie vor an diesem lebensfeindlichen System der Ausbeutung und Welt- und Menschheitszerstörung, das sie freie Marktwirtschaft nennen, festhalten, sind als coabhängig zu betrachten. Beide, der Süchtige wie seine coabhängigen Angehörigen, müssen wie Kranke behandelt werden. Der geldsüchtige und darum kriminelle Überreiche muss von seinem Stoff getrennt und auf kalten Entzug gesetzt werden, bis er am Fließband oder als Pizzabote wieder ins normale Arbeitsleben eingegliedert werden kann. Diejenigen, die ihn in seiner Sucht unterstützt haben, müssen aus ihren Ämtern entfernt werden, damit sie seelisch heilen können. Und Ihr armen Schwachköpfe, die Ihr von dieser Kaste verarscht werdet und sie trotzdem immer wieder wählt, Ihr dürft Euch alle in einer Reihe aufstellen und Euch bei mir eine Watschn abholen, bis Ihr wieder bei Groschen seid!

Fuck You! – An Insult to Humanity – What a mess! There is no ethical or moral way to become rich. Anyone who has an idea, starts a business, and employs people assumes responsibility for them. Being an entrepreneur means using resources effectively, socially, and ecologically, but not exploiting people, cheating customers, destroying societies, or even the entire world. Anyone who becomes rich as an entrepreneur has committed at least one of these offenses. Everyone else is just pathetic heir anyway. – In short: Anyone who owns millions or even billions is simply money-addicted and willing to walk over dead bodies. And the politicians, who, unlike our Chancellor, are not themselves super-rich, yet still cling to this life-denying system of exploitation and global and human destruction that they call a free market economy, should be considered codependent. Both the addict and their codependent relatives must be treated like patients. The money-addicted and therefore criminal super-rich man must be weaned off his drug and put through cold turkey until he can be reintegrated into normal working life, perhaps on an assembly line or as a pizza delivery driver. Those who supported his addiction must be removed from their positions so they can heal. And you poor fools who are conned by this caste and yet keep voting for them, you can all line up and get a good slap from me until you’re back to basics!

Wohnen mit Witz

Die Leute im 2. Stock können mit Recht behaupten, dass sie unter den Armen wohnen.

Reside with humor – The people on the 2nd floor can rightly claim that they live under the poor / under the arms.

Leider wahr

Auch die unsterbliche Wahrheit verblasst und vergeht. Zum Glück bleibt uns die Lüge erhalten. An irgendetwas muss der Mensch ja glauben können.

Unfortunately, it’s true – Even immortal truth fades and disappears. Luckily, lies remain with us. Humans have to believe in something, after all.

Mondlandung

Während die ganze Welt auf die Artemis-Mission schaut, landete fast völlig unbemerkt die erste bayerische Rakete, die selbstverständlich vom bayerischen Ministerpräsidenten höchstpersönlich gesteuert wurde, auf der Rückseite des Mondes. Wie der Bayernaut soeben auf TikTok meldete, könne der Rest Deutschlands nun endlich mit Recht behaupten, dass sich Bayern hinter dem Mond befinde. Eine Rückkehr sei aus technischen Gründen zwar ausgeschlossen, aber ein so erfolgreiches Land wie Bayern lasse sich auch vom Mond aus regieren. Als erste Amtshandlung postete unser Markus die neueste Folge von „Söderisst“, heute mit Schnitzel aus der Tube.

Moon Landing – While the whole world is watching the Artemis mission, the first Bavarian rocket, piloted of course by the Bavarian Minister-President himself, landed almost unnoticed on the far side of the moon. As the Bayernaut just reported on TikTok, the rest of Germany can now finally rightfully claim that Bavaria is on the far side of the moon. A return is technically impossible, but a state as successful as Bavaria can certainly be governed from the moon. As his first official act, our Markus posted the latest episode of „Södereats,“ this time featuring schnitzel from a tube.