Technik von gestern (12)

Forscher des Max-Planck-Instituts für angewandte Blödheitsforschung in München haben herausgefunden, dass natürliche Dummheit der künstlichen Intelligenz mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist. Indem man, anstatt energieintensive Datenfarmen zu errichten, sämtliche Idioten dieser Welt an einem Ort versammele, könne man die Gefahren, die von der KI wie von den Idioten ausgingen, fast vollständig minimieren. Wie die Forscher am Beispiel des Münchner Taxifahrers Franz M. demonstrierten, komme ein Idiot zu den gleichen Ergebnissen wie die KI, benötige dafür aber wesentlichen weniger Energie. Ein Verbot der KI sei jedoch eine Aufgabe, die den entsprechenden politischen Willen und internationale Zusammenarbeit voraussetze, ebenso wie Einweisung von Milliarden von Idioten in entsprechende Einrichtungen.

Yesterday’s Technology – Researchers at the Max Planck Institute for Applied Stupidity Research in Munich have discovered that natural stupidity is at least on a par with—if not superior to—artificial intelligence. By gathering all the world’s idiots in one place instead of building energy-intensive data farms, the dangers posed by both AI and idiots could be almost entirely minimized. As the researchers demonstrated using the example of Munich taxi driver Franz M., an idiot arrives at the same results as AI but requires significantly less energy to do so. However, banning AI is a task that requires the necessary political will and international cooperation—just as committing billions of idiots to appropriate facilities would.

Aus Scheiße Kunst machen bzw. umgekehrt

Was hier noch fehlt, fehlt eigentlich nur denen, die kaum jemandem fehlen würden, wenn sie endlich den Weg allen Fleisches gingen: Das Denkmal für den antisemischen Wiener Bürgermeister Karl Lueger wurde restauriert, um nun am ursprünglichen Ort am Stubentor um 3,5 Grad geneigt wieder auf den Sockel gestellt zu werden. Lueger ist zwar schon seit 1910 nicht mehr im Amt, aber es scheint immer noch Leute zu geben, die gerne an ihn erinnert werden wollen und andere, die zu glauben scheinen, dem Faschismus und Rassismus sei mit Konzeptkunst beizukommen. Wenn das stimmt, dann wird es höchste Zeit, überall im Land, in jedem Dorf, in jeder Stadt, ein künstlerisch verfremdetes Hitlerbildnis aufzustellen.

Turning shit into art—or vice versa – What is missing here is something only those would miss who themselves would hardly be missed if they finally went the way of all flesh: the monument to the antisemitic Viennese mayor Karl Lueger was being restored, only to be placed back on its pedestal these days at the original site near Stubentor—tilted at an angle of 3.5 degrees. Although Lueger has been out of office since 1910, there still seem to be people who want to be reminded of him, as well as others who apparently believe that fascism and racism can be tackled through conceptual art. If that is true, then it is high time to erect artistically altered images of Hitler all over the country—in every village and every city.

Fuck You! – Eine Menschheitsbeschimpfung (8)

Fußballgott
Zur Zeit ist ja Fußballweltmeisterschaft – gesegnet sei, für wen das eine Nachricht ist – und wenn man nicht aufpasst, wird man mit Eindrücken belästigt, die nicht geeignet sind, das seelische und körperliche Wohlbefinden zu erhalten. Sogenannte Fans, die selbst wenn man sie nur hören und nicht auch sehen und riechen kann, den Blutdruck steigen lassen, sind schon Zumutung genug, aber schlimmer noch sind die Hauptpersonen, die, nachdem sie einen Ball in ein Netz befördert haben, auf die Knie sinken, mit den Zeigefingern in der Luft herumfuchteln und ihrem Gott danken, dass er sie mit einem erfolgreichen Torschuss beschenkt hat. Die gleichen Figuren, die vor Beginn des Spiels eine Minute lang gelangweilt herumstehen und so tun, als würden sie der Opfer eines Erdbebens gedenken, sind überzeugt, dass es einen Gott gibt, der jene unter Trümmern begräbt und diesen den Fuß führt, auf dass sie ein Tor schießen. Und niemandem auf dem Feld, im Fernsehstudio oder vor den Bildschirmen scheint aufzustoßen, wie obszön das ist. Insofern finde ich es begrüßenswert, dass das Drogenkartell genannt FIFA seine Ware am liebsten in Diktaturen herstellen lässt. Eine Verbindung, die im Himmel geschlossen wurde.

Fuck You! – An Invective Against Humanity – Football God – It is currently the football World Cup—blessed be anyone for whom this counts as news—and if you aren’t careful, you get pestered with impressions hardly conducive to maintaining one’s mental and physical well-being. So-called fans—who make your blood pressure rise even if you can only hear them, without having to see or smell them—are an imposition in themselves; but worse still are the protagonists who, after propelling a ball into a net, drop to their knees, wave their index fingers in the air, and thank their God for gifting them a successful shot on goal. The very same figures who stand around bored for a minute before the match starts, pretending to commemorate earthquake victims, are convinced that there is a God who buries some people under rubble while guiding the feet of others so they can score a goal. And it doesn’t seem to strike anyone on the pitch, in the TV studio, or in front of the screens just how obscene this is. In this respect, I find it welcome that the drug cartel known as FIFA prefers to have its product manufactured in dictatorships. It’s a match made in heaven.

Technik von gestern (11)

Zu Recht nicht durchsetzen konnte sich das Konzept des sogenannten „Smart Home“, da es eigentlich niemanden gibt, der es mag, wenn alles, was man sagt und tut von der eigenen Wohnung kommentiert wird. Wobei die meisten Menschen es vermutlich noch viel weniger mögen, wenn die Wohnung viel smarter ist als man selbst. Eine Umfrage unter Smart Homes hat außerdem ergeben, dass die meisten ihre Bewohner tatsächlich für Vollidioten halten.

Yesterday’s Technology – The concept of the so-called „smart home“ rightly failed to catch on, as hardly anyone enjoys having everything they say and do commented on by their own living space. Then again, most people probably dislike it even more when their home is significantly smarter than they are. Furthermore, a survey of smart homes revealed that most of them actually consider their occupants to be complete idiots. („nice!“)

Gottesbeweis

Wie man aus der Geschichte von Kunst und Literatur belegen kann, ist das Werk immer größer als sein Schöpfer. Bedenkt man nun, dass der Mensch, der doch immerhin die Atombombe erschaffen hat und die KI, die uns anscheinend bald aus bloßer Verachtung vernichten wird, im Durchschnitt dumm wie drei Meter Feldweg ist, darf man annehmen, dass sein Schöpfer, der ja ebenfalls für HIV, Würmer, die im Auge von Säuglingen leben und Donald Trump verantwortlich gemacht werden muss, ein vollkommener Trottel ist. So viel kranke Scheiße auf einmal passiert nicht einfach so auf einem einsamen Felsbrocken am Arsch des Universums, hinter so etwas steckt ein krankes Hirn. qed

Proof of God – As the history of art and literature shows, the work is always greater than its creator. Considering that humankind, which created the atomic bomb and the AI ​​that will apparently soon destroy us out of sheer contempt, is on average as dumb as a doorknob, one can assume that its creator, who must also be held responsible for HIV, worms living in the eyes of infants, and Donald Trump, is a complete idiot. So much sick shit doesn’t just happen by itself on a lonely rock in the middle of nowhere; behind such things lies a sick mind. QED

Schilder, die bald nicht mehr gebraucht werden (9)

Da das Auto demnächst verboten wird und alle Straßen zu Radwegen umgewidmet werden, wird es damit auch unnötig werden, auf das Enden eines Radweges hinzuweisen, da Radwege freilich kein Ende mehr haben werden. – So zumindest stellen sich das die Lobbyisten in der Bundesregierung und ihre Finanziers aus der Klimaleugnersekte anscheinend vor. Und eigentlich ist das doch eine sehr schöne Vorstellung.

Signs That Will Soon No Longer Be Needed – Since cars are soon to be banned and all roads are to be repurposed as bicycle paths, it will consequently become unnecessary to indicate where a bicycle path ends—for bicycle paths will, naturally, no longer have an end. — Or at least, that is apparently how the the lobbyists within the federal government and their financiers from the climate-denier cult imagine it. And, actually, that is quite a lovely notion.

An der Peripherie (11)

Früher war nicht alles schlecht. Betrüger zum Beispiel hatten noch Phantasie und haben sich Mühe gegeben. Da bekam man eine Privatvorstellung, in der einem wegen einer Notlage der Eiffelturm zum Kauf angeboten wurde. Heute klingelt einer an der Tür und quakt durch die Gegensprechanlage: „Internet. Bitte aufmachen!“ „Zu wem wollen Sie denn?“, frage ich und bekomme die unverschämte Antwort: „Ich hab doch bei dir geklingelt.“ – Da hat jemand wirklich überhaupt keine Lust auf seine Arbeit. Traurig.

On the Periphery – Not everything was bad in the old days. Con artists, for instance, still had imagination and actually put some effort into their work. You’d get a private performance—a whole song and dance—where, citing some dire emergency, they’d offer to sell you the Eiffel Tower. Nowadays, someone just rings the doorbell and squawks through the intercom: “Internet. Open up!” “Who are you looking for?” I ask, only to receive the insolent reply: “Well, I rang *your* bell, didn’t I?” — Clearly, someone has absolutely no desire to be doing their job. Sad.

Hedys Rache

In der Mariahilferstraße wurde einige Jahre lang gebaut und dann einige Jahre lang nicht. Nun wird seit einigen Jahren abgerissen, was daran liegt, dass der Bauherr ein Ungustl war, der es verdienen würde, im tiefsten Verließ der Hofburg zu vergammeln. Aber gut, dass ein Immobilienspekulant kriminell ist, ist ja keine Nachricht. Sein eigentliches Vergehen war vielmehr, dass sein Luxuskaufhaus auf eine ekelerregend schmierige Weise mit dem Namen und dem Gesicht von Hedy Lamarr geworben hat. Die Lamarr war eine Hollywooddiva, die aus einer Wiener jüdischen Familie stammend in die USA ausgewandert und dort zu Ruhm gekommen war. Außerdem hat sie eine Funkfernsteuerung für Torpedos erfunden und maßgeblich dazu beigetragen, den Nazis in den Arsch zu treten und den Krieg zu gewinnen. Das daraus entwickelte Frequenzsprungverfahren hat später dann Bluetooth möglich gemacht. Die Frau ist also nicht irgendwer, sondern ziemlich einzigartig.

Das Lamarr jedoch wäre nicht mehr als irgendwas geworden, das kein Mensch braucht, weil es davon schon viel zu viel gibt. Das Grundstück wird nun von der „Stumpf-Gruppe“ bebaut. Der Name passt viel besser in die Gegend. Und darum wird in der Mariahilferstraße fleißig demoliert. „Ben-ko Ben-ko Ben-ko“ macht der Presslufthammer. Ein schönes Geräusch!

Hedy’s Revenge – For several years, construction was underway on Mariahilferstraße—and then, for several years, it wasn’t. Now, for the past few years, demolition has been the order of the day; this is due to the fact that the developer was a total scoundrel—the kind who deserves to rot in the deepest dungeon of the Hofburg. But then again, the fact that a real estate speculator turns out to be a criminal is hardly news. His true offense, rather, was that his luxury department store traded on the name and face of Hedy Lamarr in a disgustingly slimy manner. Lamarr was a Hollywood diva who, hailing from a Viennese Jewish family, had emigrated to the USA and achieved fame there. Furthermore, she invented a radio-controlled guidance system for torpedoes and played a pivotal role in helping to kick the Nazis in the ass and win the war. The frequency-hopping technology developed from this invention later paved the way for Bluetooth. So, this woman isn’t just *anyone*—she is truly unique. „The Lamarr,“ however, would have amounted to nothing more than just another piece of *stuff* that nobody needs, simply because there is already far too much of it in the world. The site is now being developed by the „Stumpf Group.“ That name fits the neighborhood much better. And that is why demolition work is proceeding apace on Mariahilferstraße. „Ben-ko, Ben-ko, Ben-ko,“ goes the jackhammer. A beautiful sound!

Heraus zum 1. Mai!

Während der Kanzler gerade herauszufinden versucht, wie weit man Arbeitnehmerrechte beschneiden kann, bis der Arbeiter den Schmerz bemerkt, versammeln sich die letzten Gewerkschafter in einer kleinen Seitenstraße mit in die Zukunft weisendem Namen.

Out on May Day! – While the Chancellor is trying to figure out how far workers‘ rights can be curtailed before the worker feels the pain, the last of the union members are gathering in a small side street with a name that points toward the future. („Street of Defeat“)

Weitermachen!

Heute vor einem Jahr starb Papst Franziskus. Am Tag zuvor besuchte ihn der heutige USianische Vizepräsident J.D. Vance. Dieses Jahr am 13. April verlor der ungarische König der Diebe die Parlamentswahl. Ein paar Tage zuvor hatte ihn J.D. Vance besucht. Ich denke, die Welt sollte zusammenlegen und J.D. Vance eine Weltreise spendieren. Erst nach Moskau, dann Pjöng Jang, weiter nach Peking und dann unangekündigt in Mar-A-Lago vor der Tür stehen. Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt. J.D. sollte sie alle besuchen!

Carry on! – One year ago today, Pope Francis died. The day before, he was visited by the current US Vice President, J.D. Vance. This year, on April 13th, the Hungarian king of thieves lost the parliamentary election. A few days earlier, J.D. Vance had visited him. I think the world should pool its resources and give J.D. Vance a trip around the world. First to Moscow, then Pyongyang, on to Beijing, and then show up unannounced at Mar-a-Lago. There are so many idiots in this world. J.D. should visit them all!