Christi Himmelfahrt

Während andere Religionsstifter auf geflügelten Pferden in den Himmel reiten durften, musste Christus allein mit der Kraft seiner eigenen Flügel auskommen. Da zeigt sich, dass ein starker Rücken selbst im Tode noch von Vorteil sein kann.

Christ’s Ascension – While other religious founders were permitted to ride into heaven on winged horses, Christ had to make do solely with the power of his own wings. This demonstrates that a strong back can be an advantage even in death.

Im Café Votiv in Wien

Die neogotische Votivkirche ließ Kaiser Franz Josef I. zum Dank für das misslungene Attentat von 1853 errichten. Im nebenan gelegenen Café Votiv gibt es guten Kaffee und wohlschmeckendes Zuckerwerk und man hat einen interessanten Ausblick auf das Zuckerbäckermonstrum, den Sigmund-Freud-Park, den Roosevelt-Platz und die Straße des 8. Mai. Da kommt einiges zusammen, was sicher nicht zusammengehört. Statt in der Hölle muss darum der Attentäter Libényi bis in alle Ewigkeit am Fenster sitzen und darüber sinnieren, was er da angerichtet hat. Ehrlich gesagt: Es gibt Schlimmeres.

At Café Votiv in Vienna – Emperor Franz Joseph I commissioned the construction of the Neo-Gothic Votivkirche as an act of thanksgiving for the failed assassination attempt of 1853. At the adjacent Café Votiv, one can enjoy good coffee and delicious confectionery, along with an intriguing view of that confectioner’s monstrosity, the Sigmund Freud Park, Roosevelt Square, and the Straße des 8. Mai. It is quite a jumble—a collection of elements that surely do not belong together. Consequently, rather than languishing in Hell, the would-be assassin Libényi is condemned to sit by the window for all eternity, contemplating the mess he has wrought. To be honest: there are worse fates.

Unklare Anweisung

Soll ich zum Ausgang springen oder aus dem Ausgang springen? Da käme es darauf an, wie hoch der Ausgang liegt, sonst besteht die Gefahr des Exitus. Daran sieht man, dass die amerikanische Unsitte, auf Schildern keine Piktogramme, sondern Text zu verwenden unter Umständen tödliche Konsequenzen haben kann.

Ambiguous Instruction – Am I supposed to jump *to* the exit, or jump *out of* the exit? That would depend on how high up the exit is—otherwise, there is a risk of meeting one’s demise. This demonstrates that the American bad habit of using text rather than pictograms on signs can, under certain circumstances, have fatal consequences.

Nur nicht den Kopf verlieren

Angesichts des wieder erstarkenden Faschismus könnte man durchaus die Hoffnung aufgeben wollen, dass die Menschheit doch einmal aus ihren Fehlern lernen wird, aber besser ist es, dem Wahnsinn mit Humor zu begegnen. Mit dieser Waffe kann man sie vielleicht nicht besiegen, aber da die Nazis bekanntlich keinen Humor haben, stirbt man wenigstens in der Gewissheit, als letzter gelacht zu haben.

Just don’t lose your head – In the face of resurgent fascism, one might be tempted to give up hope that humanity will ever learn from its mistakes, but it’s better to meet the madness with humor. This weapon might not defeat them, but since the Nazis are known to have no sense of humor, at least you’ll die knowing you had the last laugh. („To the loyal fighters against fascist tyranny“)

Weitermachen!

Heute vor einem Jahr starb Papst Franziskus. Am Tag zuvor besuchte ihn der heutige USianische Vizepräsident J.D. Vance. Dieses Jahr am 13. April verlor der ungarische König der Diebe die Parlamentswahl. Ein paar Tage zuvor hatte ihn J.D. Vance besucht. Ich denke, die Welt sollte zusammenlegen und J.D. Vance eine Weltreise spendieren. Erst nach Moskau, dann Pjöng Jang, weiter nach Peking und dann unangekündigt in Mar-A-Lago vor der Tür stehen. Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt. J.D. sollte sie alle besuchen!

Carry on! – One year ago today, Pope Francis died. The day before, he was visited by the current US Vice President, J.D. Vance. This year, on April 13th, the Hungarian king of thieves lost the parliamentary election. A few days earlier, J.D. Vance had visited him. I think the world should pool its resources and give J.D. Vance a trip around the world. First to Moscow, then Pyongyang, on to Beijing, and then show up unannounced at Mar-a-Lago. There are so many idiots in this world. J.D. should visit them all!

Fuck You! – Eine Menschheitsbeschimpfung (7)

Was für ein Elend!
Es gibt keine ethische-moralische Art reich zu werden. Wer eine Idee hat und ein Unternehmen gründet und Menschen beschäftigt, übernimmt damit Verantwortung für sie. Unternehmer sein bedeutet, Ressourcen effektiv und sozial und ökologisch zu verwenden, aber nicht, Menschen auszubeuten oder Kunden zu bescheißen oder Gesellschaften zu zerstören oder gar die ganze Welt. Wer als Unternehmer reich wird, hat sich mindestens eines dieser Vergehen schuldig gemacht. Alle anderen sind sowieso nur erbärmliche Erben. – Kurz gesagt: Wer Millionen oder gar Milliarden besitzt, ist schlicht und einfach geldsüchtig und bereit, über Leichen zu gehen. Und die Politiker, die anders als unser Kanzler selbst keine Überreichen sind, und dennoch nach wie vor an diesem lebensfeindlichen System der Ausbeutung und Welt- und Menschheitszerstörung, das sie freie Marktwirtschaft nennen, festhalten, sind als coabhängig zu betrachten. Beide, der Süchtige wie seine coabhängigen Angehörigen, müssen wie Kranke behandelt werden. Der geldsüchtige und darum kriminelle Überreiche muss von seinem Stoff getrennt und auf kalten Entzug gesetzt werden, bis er am Fließband oder als Pizzabote wieder ins normale Arbeitsleben eingegliedert werden kann. Diejenigen, die ihn in seiner Sucht unterstützt haben, müssen aus ihren Ämtern entfernt werden, damit sie seelisch heilen können. Und Ihr armen Schwachköpfe, die Ihr von dieser Kaste verarscht werdet und sie trotzdem immer wieder wählt, Ihr dürft Euch alle in einer Reihe aufstellen und Euch bei mir eine Watschn abholen, bis Ihr wieder bei Groschen seid!

Fuck You! – An Insult to Humanity – What a mess! There is no ethical or moral way to become rich. Anyone who has an idea, starts a business, and employs people assumes responsibility for them. Being an entrepreneur means using resources effectively, socially, and ecologically, but not exploiting people, cheating customers, destroying societies, or even the entire world. Anyone who becomes rich as an entrepreneur has committed at least one of these offenses. Everyone else is just pathetic heir anyway. – In short: Anyone who owns millions or even billions is simply money-addicted and willing to walk over dead bodies. And the politicians, who, unlike our Chancellor, are not themselves super-rich, yet still cling to this life-denying system of exploitation and global and human destruction that they call a free market economy, should be considered codependent. Both the addict and their codependent relatives must be treated like patients. The money-addicted and therefore criminal super-rich man must be weaned off his drug and put through cold turkey until he can be reintegrated into normal working life, perhaps on an assembly line or as a pizza delivery driver. Those who supported his addiction must be removed from their positions so they can heal. And you poor fools who are conned by this caste and yet keep voting for them, you can all line up and get a good slap from me until you’re back to basics!

Karfreitag

Weil Jesus leider nur sehr schlecht Englisch sprach, haben die Römer seine Bitte nicht erfüllt und ihn dann doch gekreuzigt. Da sieht man, dass Fremdsprachenkenntnisse durchaus nützlich sein können.

Good Friday – Because Jesus unfortunately spoke very poor English, the Romans did not grant his request and crucified him after all. This shows that foreign language skills can definitely be useful.

Berühmte letzte Worte (5)

In Zahna im Landkreis Wittenberg wird in der dortigen Pfarrkirche eine Reliquie des Hl. Karius ausgestellt (nicht zu verwechseln mit dem Fußballtorwart, der bei Schalke sicher nicht weniger zu leiden hat). Der Hl. Karius wurde auf grausame Weise zu Tode gefoltert, indem ihn die Heiden in seinem Kerker über Jahre hinweg ausschließlich mit Zucker gefüttert haben und ihm aber den Gebrauch von Zahnbürsten streng verboten. Seine letzten Worte waren leider nicht zu verstehen, aber hörten sich an wie „AAAARRRRGGGHHH!“

Famous Last Words – In Zahna, in the Wittenberg district, a relic of St. Carius is on display in the local parish church (not to be confused with the football goalkeeper who certainly suffers no less at Schalke). St. Carius was cruelly tortured to death when pagans fed him nothing but sugar in his dungeon for years and strictly forbade him from using a toothbrush. His last words were unfortunately unintelligible, but sounded something like „AAAARRRRGGGHHH!“