Verordnungswahnsinn

Wer sich fragt, weshalb in Deutschland so wenig gebaut wird, obwohl so großer Wohnungsmangel herrscht, sollte nicht denen glauben, die behaupten, das liege an der Gier der Immobilienbesitzer und Vermieter, die die Politik dahingehend beeinflussen, den Mangel zu einem Dauerzustand zu machen. Das ist nichts als ein Märchen. Tatsächlich liegt es an den sinnlosen Vorschriften, die sich herzlose Bauaufsichtsbehörden ausdenken, um die Bauherren daran zu hindern, den Wohnungs- und Obdachlosen zu helfen. Neuerdings beispielsweise müsste auch den Baumaterialien Sicherheitsausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Würde eine Kontrolle der Baustelle ergeben, dass der Sand nicht vor herabfallenden Gegenständen geschützt sei, würde dies mit hohen Geldstrafen geahndet. Sind die denn alle bescheuert?

Regulatory Madness – Anyone wondering why so little is being built in Germany despite the severe housing shortage shouldn’t believe those who claim it’s due to the greed of property owners and landlords who influence politicians to perpetuate the shortage. That’s nothing but a fairy tale. The real culprit is the senseless regulations dreamed up by heartless building inspectors to prevent developers from helping the homeless. For example, safety equipment now even has to be provided for building materials. If a site inspection reveals that the sand isn’t protected from falling objects, this would be punished with hefty fines. Are they all crazy?

Berühmte letzte Worte (5)

In Zahna im Landkreis Wittenberg wird in der dortigen Pfarrkirche eine Reliquie des Hl. Karius ausgestellt (nicht zu verwechseln mit dem Fußballtorwart, der bei Schalke sicher nicht weniger zu leiden hat). Der Hl. Karius wurde auf grausame Weise zu Tode gefoltert, indem ihn die Heiden in seinem Kerker über Jahre hinweg ausschließlich mit Zucker gefüttert haben und ihm aber den Gebrauch von Zahnbürsten streng verboten. Seine letzten Worte waren leider nicht zu verstehen, aber hörten sich an wie „AAAARRRRGGGHHH!“

Famous Last Words – In Zahna, in the Wittenberg district, a relic of St. Carius is on display in the local parish church (not to be confused with the football goalkeeper who certainly suffers no less at Schalke). St. Carius was cruelly tortured to death when pagans fed him nothing but sugar in his dungeon for years and strictly forbade him from using a toothbrush. His last words were unfortunately unintelligible, but sounded something like „AAAARRRRGGGHHH!“

Technik von gestern (10)

Auch wenn, weil es gerade wieder Frühling wird, die Kräne aus dem Boden wachsen, ist dies ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören wird, denn Umverteilung von oben nach unten findet nicht mehr statt. Geld fließt natürlicherweise immer nach oben, während Lasten immer nach unten fallen, auf die Schultern derjenigen nämlich, die eh schon die meiste Verantwortung für andere tragen müssen. Angeblich könne man dagegen nichts tun, dabei wollen uns die Nutznießer dieses Systems nur vergessen machen, dass Fallbeile stets auf den Hochmut folgen.

Yesterday’s Technology – Even though cranes are popping up everywhere again because spring is here, this is a scene that will soon be a thing of the past, because redistribution from top to bottom no longer takes place. Money naturally always flows upwards, while burdens always fall downwards, onto the shoulders of those who already have to bear the most responsibility for others. Supposedly, nothing can be done about it, but the beneficiaries of this system simply want us to forget that the fall of the guillotines blade always follow arrogance.

Zum Totlachen

Als der Tod neulich wegen des Verdachts auf Blutarmut von seinem dummen Hausarzt ins Krankenhaus überwiesen wurde, musste er sich allen Ernstes dafür rechtfertigen, dass er „wirklich beschissene Venen“ habe, sein Essen nicht anrühre und den widerwärtig dünnen Tee in der Bettflasche entsorgt habe. Am nächsten Morgen entließ er sich selbst auf eigene Verantwortung. Auf dem Weg hinaus sammelte er noch ein paar Seelen ein, denen ein Krankenhauskeim den Garaus gemacht hatte, so dass diese an sich unschöne Episode zumindest etwas Gutes hatte.

Hilarious! – When Death was recently referred to the hospital by his dim-witted family doctor on suspicion of anemia, he had to seriously justify himself by claiming to have „really shitty veins,“ refusing to eat, and having thrown away the disgustingly weak tea in his hot water bottle. The next morning, he discharged himself against medical advice. On his way out, he picked up a few souls who had been killed by a hospital germ, so this otherwise unpleasant episode did have at least one positive outcome.

Aufräumen (3)

Entgegen einem weitverbreiteten Glauben ist es, wie Forscher an der Universität Tohuwabohu herausgefunden haben wollen, nicht möglich, die Welt durch Aufräumen zu einem besseren Ort zu machen. Es sei unmöglich, jedem Ding einen Platz zuzuweisen, weil es so viel Platz im Universum gar nicht gebe und das gedankliche Konzept ‚Aufräumen‘ voraussetze, dass ein stabiler Zustand jemals erreicht werden könne. Übrigens sei man zu dieser Erkenntnis nicht durch planmäßiges Vorgehen gelangt, sondern bei der Suche nach dem Hausschlüssel zufällig darüber gestolpert.

Tidying Up – Contrary to popular belief, as researchers at the University of Little Mayham claim to have discovered, it’s not possible to make the world a better place by tidying up. They argue that assigning a place to everything is impossible because there simply isn’t enough space in the universe, and the very concept of ‚tidying up‘ presupposes that a stable state can ever be achieved. Incidentally, this insight wasn’t reached through a systematic approach, but rather by chance while searching for a house key.

Unser Dorf soll schöner werden (4)

Eine positive Folge der letzten Kommunalwahl in München ist, dass die Stadt nun überall sogenannte „gemütliche Ecken“ einrichtet. Ein Antrag der PARTEI, in jeder gemütlichen Ecke auch einen Kasten Bier kaltzustellen, wurde im Stadtrat jedoch nicht angenommen.

Our village should become more beautiful – One positive consequence of the last local elections in Munich is that the city is now setting up so-called „cozy corners“ everywhere. However, a motion by the party Die PARTEI to also keep a case of beer chilled in every cozy corner was not adopted by the city council.

Praecox

Nachdem sich in der Gastronomie der Trend verfestigt, die Gäste wie in den USA zum Schnellessen zu drängen, um so mehr Umsatz machen zu können, ziehen auch andere Gewerbe nach. In diesem Puff zum Beispiel darf man nun auch schneller als nur mit den durchschnittlichen 30 km/h kommen. Ob das die Kundschaft befriedigen wird?

Praecox – As the trend of pushing customers towards fast food, as in the US, to increase revenue has taken hold in the restaurant industry, other businesses are following suit. In this brothel, for example, one is now allowed to come faster than the average 30 km/h. Will that satisfy the clientele?

Cave Cactos

Da Hunde immer mehr verweichlichen und einige Kampfhunde sogar schon auf Friedensdemos gesehen worden sein sollen, empfiehlt die Polizei zur Abschreckung von Einbrechern inzwischen auf Kakteen umzusteigen. Die hätten kein Hirn und seien darum völlig skrupellos. Auch das Bestechen mit Wurst habe keinen Sinn.

Cave Cactos – Since dogs are becoming increasingly effeminate, and some fighting dogs have even reportedly been seen at peace demonstrations, the police are now recommending switching to cacti to deter burglars. They claim cacti have no brains and are therefore completely unscrupulous. Bribery with sausage is also said to be pointless.