Harter Wettbewerb

Der härteste Wettbewerb der Welt ist mit Sicherheit der weltberühmte oder vielmehr -berüchtigte „Maria Theresia Test“, der alle 128 Jahre stattfindet. Warum nur alle 128 Jahre, fragen Sie? Das sollten Sie besser nicht tun, wenn Sie vorhaben, jemals den „Maria Theresia Test“ abzulegen, denn dann wären Sie vermutlich schon ausgeschieden. Tatsächlich scheinen weder die Teilnehmer noch die Veranstalter zu wissen, was beim „Maria Theresia Test“ eigentlich getestet wird, aber das ist für wagemutige und leichtfertige Zeitgenossen wohl die Herausforderung. Ehemalige Kandidaten schweigen eisern, manch einer hat sich sogar lieber selbst erdrosselt, als Auskunft darüber zu geben, was er hinter den, wie in einem Hochsicherheitsgefängnis gesicherten Türen des „Maria Theresia Tests“ erlebt hat. Sollte tatsächlich jemand jemals den „Maria Theresia Test“ bestanden haben, hat es die Welt nie erfahren. – Wie bitte? Wann der nächste Test stattfindet? Das kann jetzt nicht Ihr Ernst sein! Schwachkopf!

Tough competition – The toughest competition in the world is certainly the world-famous or rather infamous “Maria Theresia Test”, which takes place every 128 years. Why only every 128 years, you ask? It’s best not to do this if you ever plan on taking the Maria Theresia Test, as you would probably have already been eliminated. In fact, neither the participants nor the organizers seem to know what is actually being tested in the “Maria Theresia Test”, but that is probably the challenge for daring and careless contemporaries. Former candidates remain steadfastly silent; some have even preferred to strangle themselves rather than provide information about what they experienced behind the doors of the “Maria Theresia Test”, which were secured as if in a high-security prison. If someone actually ever passed the “Maria Theresa Test,” the world never knew. – I’m sorry, what? When will the next test take place? You can’t be serious now! Moron!

Im Café Goldegg in Wien

Wie man schon aus La Fontaines Fabel lernen kann, ist es manchmal besser, es nicht allzu genau wissen zu wollen. Darum lassen wir das Ei ruhig dort drüben sitzen und stellen ihm keine dummen Fragen.

At Café Goldegg in Vienna – As you can learn from La Fontaine’s fable, sometimes it’s better not to know too much. That’s why we let the egg sit quietly over there and don’t ask any stupid questions.

Neues aus dem Tierreich (21)

Da der Lärm in den Städten immer mehr zunimmt, haben die Singvögel zunehmend Probleme zu kommunizieren. Einige Arten sind deshalb inzwischen dazu übergegangen, sich schriftlich zu verständigen.

News from the animal kingdom – As noise in cities increases, songbirds have more and more problems communicating. Some species have therefore now switched to communicating in writing. (*cheep*)

Neues aus der Botanik (4)

In Zeiten gestiegener Stromkosten und einer dringend notwendigen Energiewende ist es ein glücklicher Umstand, dass sich ein aus China eingeschleppter Neophyt hierzulande rasend schnell verbreitet. Der Leuchtefeu strahlt nachts ein angenehm warmes Licht ab, das besonders auf für Romantik und Kitsch anfällige Gemüter eine solch starke Wirkung hat, dass sie wie die Motten unter lauten Oh!- und Ah!-Rufen bis zur Erschöpfung darum herumflattern, nicht selten bis zum Exitus. So spart die Gesellschaft nicht nur den Strom für die Straßenbeleuchtung, sondern wird außerdem auf preiswerte Art eine Menge Nervensägen los.

News from botany – In times of rising electricity costs and an urgently needed energy transition, it is a fortunate circumstance that a neophyte introduced from China is spreading rapidly in this country. At night, the luminous ivy emits a pleasantly warm light, which has such a strong effect, especially on people who are prone to romance and kitsch, that they flutter around it like moths with loud cries of Oh! and Ah! until they are exhausted, and often until exitus. In this way, society not only saves electricity for street lighting, but also gets rid of a lot of nags in an inexpensive way.

(gesehen / seen in New Zealand)

Faule Ausrede

Schaun’ Sie Herr Schutzmann, ich versteh‘s ja auch nicht. Ich geh friedlich meiner Wege und plötzlich fällt mich dieser Mensch an und reißt mir die Kleider vom Leib! Und ein anderer bedroht mich mit einem Hammer und ein paar Holzlatten. Da hab ich halt meinen Vater gerufen und der hat sie mit ein paar Blitzschlägen eingeäschert. Was hätte ich denn machen sollen?

Lame excuse – Look, Mr. Policeman, I don’t understand it either. I’m peacefully going my way and suddenly this person attacks me and tears my clothes off! And another threatens me with a hammer and a few wooden slats. So I called my father and he incinerated them with a few lightning strikes. What was I supposed to do?