Neues vom Wohnungsmarkt (21)

Um die Lage auf dem Immobilienmarkt etwas zu entspannen, gilt künftig die Vorschrift, dass neue Häuser nur aus von Blinden hergestellten Puzzleteilen gebaut werden dürfen. So könne man sicherstellen, dass nur Leute, die über Ausdauer und Grips verfügen, Wohneigentum erwerben können. Wer nicht innerhalb von drei Tagen fertig werde, müsse sich eben wieder auf dem Mietmarkt umsehen.

Housing Market News – To ease the pressure on the real estate market, a new regulation will stipulate that new houses may only be built from puzzle pieces manufactured by blind people. This is intended to ensure that only people with perseverance and intelligence can acquire property. Anyone who cannot complete their construction within three days will simply have to look for a place to rent again.

Aprilscherz fällt aus

Leider ist es mir nicht möglich, Sie heute in den April zu schicken, da der Weg aufgrund einer Baustelle nicht passierbar ist.

April Fool’s joke cancelled – Unfortunately, I am unable to play an April Fool’s joke on you today, as the joke is inaccessable due to roadworks. („None-way“)

Die Geschmäcker sind eben verschieden

Also ich mag Pizza Margherita sehr gerne, während ich Pizza Hawai für eine Aberration, wenn nicht eine Perversion halte. Pizza Wi-Fi dagegen ist mir einfach nur fremd, selbst wenn sie free ist. Wer’s mag.

Tastes differ, after all – I really like pizza Margherita, while I consider pizza Hawaii an aberration, if not a perversion. Pizza Wi-Fi, on the other hand, is simply alien to me, even if it’s free. Yo do you.

Neues vom Nachbar (1)

Der neue Nachbar arbeitet angeblich bei einer Abrissfirma und nimmt sich gerne Arbeit mit nach Hause. Damit habe ich grundsätzlich kein Problem, aber am Sonntag ist das eine Frechheit!

News from the neighbor – The new neighbor apparently works for a demolition company and likes to take work home with him. I don’t generally have a problem with that, but doing it on a Sunday is outrageous!

Albtraum

Neulich hatte das Rathaus in Wien einen Albtraum, in dem ich eine unschöne Rolle spielte, und der mit der völligen Zerstörung des Gebäudes endete. Zum Glück war es nur ein Traum, aber seitdem spricht das Rathaus nicht mehr mit mir, was ich ziemlich mies finde, denn schließlich habe ich ihm nichts getan. Aber was will man auch erwarten von einem größenwahnsinnigen barock-neogotischen Zuckerbäckerzwitter.

Nightmare – Recently, Vienna’s City Hall had a nightmare in which I played a rather unpleasant role, and which ended with the building’s complete destruction. Luckily, it was only a dream, but since then, City Hall hasn’t spoken to me, which I find quite unfair, since I didn’t do anything to it. But what can you expect from a megalomaniacal, baroque-neo-gothic monstrosity?

Aus dem Familienalbum (84)

Von Großonkel Manfred wurde stets behauptet, er habe einen Vogel, dabei behauptete Manfred gar nicht, einen Vogel zu haben, sondern ein Känguru. Da Kängurus in Wattenscheid nicht häufig gesehen werden, schenkte ihm aber niemand Glauben. Als ich Manfred einmal besuchte, musste ich jedoch feststellen, dass in der Tat ein Känguru in Manfreds Wohnung lebte. Tatsächlich sei es ein Känguruhig, sagte Manfred, denn es sitze seit Jahren vollkommen ruhig auf dem Wohnzimmerschrank und schaue ihm beim Fernsehen zu. Es sei auch völlig zufrieden damit, wenn er ihm ab und an etwas von den Kartoffelchips abgebe und vom Bier einen Schluck. Seitdem behaupten alle, auch ich hätte einen Vogel, was Quatsch ist, denn wie jeder weiß, der mich kennt, habe ich einen Tapir, der unter meinem Sofa wohnt. Vögel sind mir zu unruhig.

From the Family Album – Great-Uncle Manfred was always said to have bats in the belfry, but Manfred didn’t claim to have bats at all, but a kangaroo. Since kangaroos aren’t exactly common sights in Wattenscheid, nobody believed him. However, when I visited Manfred once, I discovered that a kangaroo did indeed live in his apartment. It was actually quite calm, Manfred said, and had been sitting perfectly still on the living room cabinet for years, watching him watch television. It was also perfectly content when he occasionally gave it some potato chips and a sip of his beer. Since then, everyone claims I’m crazy too, which is nonsense, because as anyone who knows me knows, I have a tapir that lives under my sofa. Bats are too noisy for me.