Das Warten hat ein Ende!

Hervorgehoben

Ich freue mich mitteilen zu dürfen, dass mein neues Buch „Wien von Alt bis Zartl“ erschienen ist. In den vergangenen drei Jahren habe ich die schönsten und schrägsten Wiener Kaffeehäuser besucht und dabei Zeichnungen und Texte angefertigt, die nun auch gedruckt vorliegen. Falls Sie jetzt schon ein Weihnachtsgeschenk benötigen oder sicher sind, dieses Jahr keines erwarten zu dürfen: Machen Sie sich selbst eine Freude und erwerben Sie dieses Buch. Oder besser noch: Nehmen Sie es mit nach Wien! – Demnächst auch als e-book und bald in englischer Sprache. – Bestellbar im lokalen Buchhandel oder hier im BoD-bookshop.

The wait is over! – I am delighted to announce the release of my new book, *Wien von Alt bis Zartl*. Over the past three years, I have visited Vienna’s most beautiful and quirky coffeehouses, creating drawings and texts that are now available in print. Whether you need a Christmas gift right now or are certain you won’t be receiving one this year, treat yourself to a copy. Or better yet: take it along with you to Vienna! – Coming soon as an e-book and, before long, in English as well. – Available to order from local bookstores or here in the BoD bookshop.

Wo soll das alles enden?

Manche Menschen haben keine Lust, sich an Regeln des Anstands zu halten. Das ist wirklich keine Neuigkeit, das war schon immer so und kaum zu vermeiden. Dass nun aber auch die Kunst im öffentlichen Raum beginnt, sich daneben zu benehmen, haben wir mit Sicherheit dem schlechten Beispiel dieser Leute zu verdanken. Bisher kam es nämlich höchst selten vor, dass ein Kunstwerk wie dieses hier in Kopenhagen von seinem Sockel steigt und sich dann in aller Öffentlichkeit an einer Hauswand erleichtert. Ekelhaft! Und nun stellen Sie sich bitte vor, die Häuser selbst täten ein Gleiches!

Where will it all end? – Some people have no desire to observe the rules of decency. That is hardly news; it has always been the case and is all but unavoidable. Yet the fact that public art is now starting to misbehave as well is surely down to the bad example set by such people. After all, it has been extremely rare—until now—for a work of art like this one in Copenhagen to step down from its pedestal and relieve itself against a building wall in full view of the public. Disgusting! And now, just imagine if the buildings themselves were to do the same!

Neues aus dem Tierreich (34)

Der Klimawandel treibt immer seltsamere Blüten. Neulich wurden in Lindau am Bodensee zwei Seelöwen gesichtet. Schwäbische Biologen können sich das nicht wirklich erklären, aber vermuten, dass es sich um illegale Einwanderer aus Österreich handelt, vielleicht auch aus der Schweiz. Solange ihre Herkunft nicht geklärt ist, könnten die Tiere aber auch nicht abgeschoben werden. Und wenn man sie frage, was sie hier wollten, würden sie bissig werden. Es ist wirklich kaum zu fassen.

News from the animal kingdom – Climate change is taking increasingly bizarre turns. Recently, two sea lions were spotted in Lindau on Lake Constance. Biologists from Swabia cannot quite explain it, but they suspect the animals are illegal immigrants from Austria—or perhaps Switzerland. As long as their origins remain unclear, however, the animals cannot be deported. And if you ask them what they are doing here, they get snappy. It is truly hard to believe.

Bilderrätsel

Der gesuchte Begriff lautet ‚Radwandern‘, aber weitaus rätselhafter ist, warum Sie sich mit so einem Unfug beschäftigen. Gehen Sie doch mal raus an die Luft!

Picture Puzzle – The term you are looking for is „bicycle touring,“ but what is far more puzzling is why you are occupying yourself with such nonsense. Why not go outside and get some fresh air?

Neues aus dem Theater (1)

Heute in der Burg: Das Keinpersonenstück „Nichts“ von einem unbekannten Autor. In der Hauptrolle: Niemand. Die Kritiker sind trotzdem nicht zufrieden, sondern bemängeln, dass unklar sei, wann das Stück beginne und ende. Nach der Premiere weigerten sich einige zu gehen, solange man ihnen nicht verrate, wie das Stück ende. Einen Mitarbeiter einer großen Wiener Wochenzeitung habe man erst nach drei Wochen tot im Juchee gefunden. Namhafte Kritiker der Theaterkritik sind begeistert.

News from the theater – Today at the Burg: The zero-character play *Nothing* by an unknown author. Starring: No one. Critics remain dissatisfied, however, complaining that it is unclear when the play begins and ends. After the premiere, some refused to leave until told how the play concluded. A staff member from a major Viennese weekly newspaper was reportedly found dead in the gallery—three weeks later. Prominent critics of theater criticism are delighted.

Erster Entwurf (1)

Aus einem abgelehnten Drehbuch: „In das Gefängnis für delinquente Möbel aus dem 19. Jahrhundert wird ein hochdekoriertes Feldbett aus dem amerikanischen Bürgerkrieg eingeliefert, das sich dort mit dem sadistischen Leiter der Polsterei anlegt. Das Feldbett organisiert die Mitgefangenen zu einer Streitmacht, die das System herausfordert.“ Angeblich wurde eine spätere Fassung dann mit Robert Redford in der Hauptrolle verfilmt. Man sieht: Selbst aus dem größten Schrott lässt sich noch etwas drechseln, das ein williges Publikum findet.

First Draft – From a rejected screenplay: “A highly decorated American Civil War cot is admitted to a prison for delinquent 19th-century furniture, where it clashes with the sadistic head of the upholstery workshop. The cot organizes its fellow inmates into a fighting force that challenges the system.” A later version was reportedly filmed starring Robert Redford. It just goes to show: even from the absolute worst rubbish, one can still fashion something that finds a willing audience.

Wunschgedicht bei 35 Grad

Ein schwarzer Vogel möcht‘ ich sein
Im kühlen, weißen Schnee
Dann hätt‘ ich auch bei Sonnenschein
Immer kalte Füße
Unfug! Vogel sein bedarf es nicht
Das steht so auch im BGB!
Drum, Deutscher Wetterdienst, recht warme Grüße,
hätt‘ ich ‘ne sehr viel bessere Idee:
Der völlige und umfassende Verzicht
Auf diese kranke, abartige Hitze!
Ihr habt doch ‘nen Vogel, oder nicht?

A Wishful Poem at 35 Degrees – I’d like to be a blackbird / In the cool, white snow / Then, even in the sunshine / My feet would stay cold. / Nonsense! There’s no need to be a bird / It even says so in the Civil Code! / So, German Weather Service—warmest regards— / I’ve got a much better idea: / A total and complete end / to this sick, twisted heat! / You guys must be cuckoo, right?

Schilder, die bald nicht mehr gebraucht werden (11)

Früher hingen solche Schilder in allen guten Jazzclubs, heute sieht man sie nur noch selten, bald werden sie ganz verschwunden sein. Früher wusste man noch, dass zu einer guten Jazzband mindestens vier gehören, heute steht entweder nur ein Typ hinter einem Computer und drückt auf einem Bildschirm herum, oder drei Typen quälen das Publikum mit lärmiger Gitarrenmusik, weil sie für Jazz zu blöd sind. O tempora …

Signs that will soon no longer be needed – In the past, signs like these hung in all the good jazz clubs; today, you rarely see them, and soon they will have vanished completely. People used to know that a proper jazz band required at least four members; nowadays, you either get just one guy standing behind a computer tapping away at a screen, or three guys torturing the audience with noisy guitar music because they’re too stupid for jazz. O tempora… („Please refrain from playing in a three-piece band“)

Guter Rat (17)

Als Batman einmal vergessen hatte, dass er Batman war, und sich stattdessen für Superman hielt, musste er schmerzhaft erfahren, dass so eine kleine Verwechslung unangenehme Folgen haben kann. Da ist es gut, wenn man eine gute Krankenversicherung hat. Denken Sie das nächste Mal daran, bevor auch Sie sich so dumm anstellen.

Good Advice – When Batman once forgot he was Batman and thought he was Superman instead, he learned the hard way that such a mix-up can have unpleasant consequences. That’s when having good health insurance comes in handy. Keep that in mind next time, before you do something just as foolish.