Erfolgsrezept

Nach der Namensänderung liefen die Geschäfte dann endlich besser. „Apotheke zur Verzweiflung“ war wohl doch keine gute Wahl gewesen.

Recipe for success – After changing the name, business finally went better. “Pharmacy for Despair” was probably not a good choice after all.

(“Pharmacy for Hope”, gesehen / seen in Wien)

Aus dem Familienalbum (67)

Ein angeheirateter Onkel meiner Mutter war seit jeher etwas sonderbar. Mein Vater meint, das liege daran, dass die Mutter des Onkels in dessen Kindheit gerne Musik mit ihm gemacht habe. Seitdem war mir Musik immer ein wenig unheimlich.

From the family album – One of my mother’s uncles by marriage has always been a bit strange. My father thinks it’s because my uncle’s mother liked to play music with him when he was a child. Since then, music has always been a little scary to me.

(gesehen / seen in Luxemburg)

Ganz recht!

Der Luxemburger mag Bier, das ist sympathisch. Noch sympathischer wird er mir, weil er anscheinend und ganz zu recht davon ausgeht, dass Oberbayern in der Selbst- wie Fremdwahrnehmung eigentlich Überbayern ist, zumindest in Bezug auf die anderen sechs Regierungsbezirke, die das freilich energisch bestreiten würden. Aber das ist dem Überbayer wie auch dem Luxemburger herzlich egal.

Exactly! – The Luxembourger likes beer, that’s nice. I like him even more because he seems to assume, and rightly so, that Upper Bavaria, both as perceived by itself and by others, is actually above all other Bavaria, at least in relation to the other six administrative districts, which would of course vigorously deny this. But that doesn’t really matter to both the people from Uewerbayern and Luxembourg.

Neues aus der Wissenschaft (23)

Neulich wurde auf der Baustelle des Stuttgarter Hauptbahnhofs eine sensationelle Entdeckung gemacht, die womöglich nicht nur unsere Vorstellung von der Altsteinzeit, sondern auch von der Zeit an sich über den Haufen wirft. Als nämlich die Betonbauer morgens ihr Werk des vergangenen Tages überprüften, fanden sie in einer frisch gegossenen Bodenplatte einen Handabdruck und eine Inschrift, die ein eigens zu Rate gezogener emeritierter Professor der Vor- und Frühgeschichte auf ein Alter von etwa 18.000 Jahren schätzte. Gefragt, wie das sein könne, dass in einer am Tag zuvor hergestellten Betonfläche eine so alte Spur menschlicher Existenz zu finden sei, verwies der Professor zu Recht darauf, dass er weder eine Expertise für Logik noch für temporale Unregelmäßigkeiten besitze und außerdem schon vor Jahren entmündigt worden sei. Das Institut für Vor- und Frühgeschichte bestritt sogar, den betreffenden Herrn jemals beschäftigt zu haben. Der Vorarbeiter Florian M. besteht jedoch darauf, dass Abdruck und Inschrift echt seien. Das habe ihm auch seine Mutter bestätigt. Ob man etwa behaupten wolle, dass seine Mutter lüge?

Science News – A sensational discovery was made recently on the construction site of Stuttgart Central Station, which may not only overturn our idea of the Paleolithic Age, but also of time itself. When the concrete workers checked their work from the previous day in the morning, they found a handprint and an inscription in a freshly cast floor slab, which an emeritus professor of prehistory and early history who had been specially consulted estimated to be around 18,000 years old. When asked how it could be that such an ancient trace of human existence could be found in a concrete surface that had been made the day before, the professor rightly pointed out that he had neither expertise in logic nor in temporal irregularities and that he had been incapacitated years ago. The Institute of Prehistory and Protohistory even denied that it had ever employed the gentleman in question. However, the foreman Florian M. insists that the print and inscription are genuine. His mother also confirmed this to him. Or does anybody want to say that his mother is lying?

So nicht!

Selbstverständlich ist es ein guter Gedanke, Ressourcen zu sparen, und niemand wird etwas gegen das Sammeln von Altglas und Plastik einwenden, aber dass nun sogar Haushalte ohne kirchliche Bindung eine graue Tonne für Reste von Weihwasser aufstellen sollen, selbstverständlich gegen Gebühr – das geht zu weit!

No way! – Of course, it’s a good idea to save resources, and no one will object to collecting used glass and plastic, but the fact that even households without church ties should now set up a gray bin for leftover holy water, of course for a fee – that goes too far!