Gelegenheit verpasst

Schon lange hätte man, angesichts all der Scheiße, Gott mal kräftig Feuer unter dem Hintern machen sollen. Leider hatte just an diesem Tag niemand ein Feuerzeug zur Hand.

Missed the opportunity
In view of all the bullshit, we should have put a big fire under gods butt for a long time. Unfortunately, no one had a lighter on hand that day.

Ich und ich

Hallo, ich bin’s.
: Hallo, äh, anjenehm.
Ganz meinerseits.
: Äh, hamwa uns schon ma jesehn?
Das will ich meinen, ich bin’s : ich.
: Is schon klar, ick kenn dir nich.
Du kennst mir nich, äh, mich?
Aber ick bin’s, äh, ich!
: Nu ma langsam, wie heißt’n du?
Klaus-Ute? Hans-Klara? Schubidu?
Blöde Frage, ich bin ich und heiß’ wie du.
: Hm. Heinz-Filzstift? Rumpelstilz? Grisu?
Genug gescherzt, das geht zu weit!
: Karl-Stöpsel? Flaschenpeter? Schöne Maid?
Schluss! Aus! Ich will nichts mehr hören!
: Entschuldigung die Herren, dürft’ ich kurz stören?
Kann es sein, dass… sind Sie nicht…
: Papst Paul? Ulf-Tina? Hauptgericht?
: Nein, es liegt mir auf der Zunge, bloß…
: Korbinian-Kilian Bratensoß?
: So ähnlich, russisch, irgendwas mit Mmpf.
Ich glaub das nicht, das glaub ich nicht.
: Schlpmf? Strmpf? Musik is Trmpf?
: Nein, nein, das war’s nicht. Ach verzwickt…
Ichwerdichwerdichwerdverrückt!
: Mein Gott! Jetzt weiß ich, wer Sie sind!
Vom Vetter Karl das vierte Kind!
Aber nicht doch! Ich bin’s! Ich!
: Hm.
: Hm.
Und das mir.
: Meine Herren, wer bekommt das Bier?
: Ick.
: Ich.
Nein, ich!

(Aus meinem Archiv und auch schon mindestens 20 Jahre alt. Was sich beim Aufräumen eben so findet.)

I and I
   Hello, it’s me.
: Hello, uh, pleasant.
   On my part.
: Uh, have we seen each other before?
   That’s what I mean, it’s me: I.
: It’s clear, I don’t know you.
   You don’t know me, uh, my?
   But it’s me, uh, I!
: Slowly now, what’s your name?
   Klaus-Ute? Hans-Klara? Schubidu?
   Stupid question, I’m me and I’m called like you.
: Hm. Heinz felt pen? Rumpelstilz? Grisu?
   Enough joking, that goes too far!
: Karl stopper? Bottleneck? Beautiful maid
   Enough! Out! I don’t want to hear anything anymore!
: Excuse me gentlemen, may I briefly interrupt?
   Could it be that … you are not …
: Pope Paul? Ulf-Tina? Main dish?
: No, it’s on my tongue, just …
: Korbinian-Kilian gravy?
: Something like that, Russian, something with Mmpf.
   I don’t believe that, I don’t believe that.
: Schlpmf? Stocking? Music is trump?
: No, no, it wasn’t. Oh tricky …
   I’m going nuts!
: My God! Now I know who you are!
   The fourth child from cousin Karl!
   But not! It’s me! I!
: Hm.
: Hm.
   Me, of all people!
: Gentlemen, who gets the beer?
: I.
: I.
   No, I!
(From my archive and also at least 20 years old. What you can find while cleaning up.)

Was der Zeichner alles braucht

  1. Einen Körper
    Zuerst der Rumpf mit Hohlraum drinnen
    Um möglichst viel hineinzubringen
    Darm, Herz, Nieren, was man so braucht
    Und die Lungen, wenn man raucht
    Den Magen für das leiblich Wohl
    Die Leber für den Alkohol
    Links und rechts die Arme dran
    Dass er nach was greifen kann
    Das Ganze auf die Füß gestellt
    Steht wie aus dem Ei gepellt: der Zeichner
    Halt! Da fehlt das Haupt
    Drauf damit und gut verschraubt
    Hemd und Hosen, feste Schuhe
    Raus mit dir und nun ist Ruhe
  1. Papier
    – Ober! Bring mir mal paar Bier!
    – Bitte schön.
    – Danke dir.
  1. Einen Stift
    Lang war die Nacht, groß ist der Kater
    Die Blutbahn voller Nervengift
    Der Mensch ist ja kein Automat
    Die Arbeit macht ihn obstinat
    Da ruft der Zeichner seinen Stift
    „Stift. Hier hast 10 Mark.
    Du holst mir jetzt ein Kilo Quark.
    Ach Schmarrn, ein Packerl Aspirin.“
    Schon liegt er wieder. Laß´ ma ihn.

(Aus meinem Archiv. Das ist mindestens 20 Jahre alt und lag auf einer alten Festplatte unter einem Paar löchriger Socken. Ob zu Recht?)

What the draftsman needs
1. A body
First the hull with cavity inside
To bring in as much as possible
Gut, heart, kidneys, what you need
And the lungs if you smoke
The stomach for your physical well-being
The liver for alcohol
Arms left and right
That he can reach for something
The whole thing on its feet
Stands out of the egg: the artist
Stop! The head is missing
On it and screwed well
Shirt and pants, sturdy shoes
Out with you and now there is peace
2. Papeer
„Waiter! Bring me some beer!“
„You are welcome.“
„Thank you.“
3. A pen
The night was long, the hangover is a killer
The bloodstream is full of neurotoxins
Man is not an automaton
The work makes him obstinate
Then the draftsman calls his pen
„Pen. Here you have 10 marks.
 You’re going to get me a kilo of curd now.
 Oh rubbish, a pack of aspirin.“
He is already lying again. Let him.


(From my archive. It’s at least 20 years old and was on an old hard drive under a pair of holey socks. Rightly so?)

(A german word for apprentice is ‚Stift‘, which also means ‚pen‘)

Komplimente, die Männer nicht hören wollen

  • Hey, sind das nicht die hübschen Socken, die mein Mann bei Oxfam abgegeben hat?
  • Du küsst besser als mein Vater.
  • Sie erinnern mich an meinen Lieblings-Opa.
  • Du bist eine richtige Freundin!
  • In Ihren Augen kann man versinken wie in einer Odelgrube.
  • Deine Ohren flattern so lustig im Wind.

Compliments that men don’t want to hear
– Hey, isn’t that the pretty socks my husband gave to Oxfam?
– You kiss better than my father.
– You remind me of my favorite grandpa.
– You are a real girl-friend!
– In your eyes one can sink like in an cesspit.
– It’s funny how your ears flutter in the wind.

Agamben, Giorgio!

In Ihrem Werk „Homo Sacer“ entwickelten sie das Konzept der „Biopolitik“ und behaupten, der Ausnahmezustand werde zum neuen Paradigma des Regierens. Er werde in diesem Schreckensszenario neben Staat, Territorium und Nation zum vierten Element der politischen Ordnung. Nun beklagen Sie in der Neuen Zürcher Zeitung den Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus und stellen sich mal janz dumm: „Ein Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu kümmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den Ländern ab, die von sich behaupten, sie seien zivilisiert?“ Und dann legen Sie los. Wir aber sind gleich ausgestiegen, als Sie zum Umgang Italiens mit den Toten fragen: „Wie konnten wir nur im Namen eines Risikos, das wir nicht näher zu bestimmen vermochten, hinnehmen, (…) dass ihre Leichen verbrannt wurden, ohne bestattet zu werden? Dies ist in der Geschichte von der mythischen griechischen Königstochter Antigone bis heute nie geschehen.“ Äh, Auschwitz? – Und dann gleich nochmal: „dass unsere Bewegungsfreiheit in einem Ausmass eingeschränkt wurde, wie dies zuvor nie in unserem Land geschah“. ‚Uns‘ sind wohl alle, die während der Nazizeit nur ohne Stern auf die Straße gehen durften, oder? Und gleich wieder: „Wissenschaft (…), welche mittlerweile zur neuen Religion unserer Zeit geworden ist.“ – Hey, unsere Bullshit-Bingo-Karte ist schon fast voll! Ja, und dann Eichmann als Zeugen zu zitieren, der doch auch nur glaubte, die armen Arier vor der jüdischen Krankheit retten zu müssen, ist an Blödheit kaum mehr zu überbieten. Ein dummer Text. Sie sind aber nicht dumm. Sie haben mal eine Idee gehabt und die füllt Sie nun völlig aus. Jetzt muss die Welt eben so sein, dass sie zu Ihrer Idee passt, nicht wahr? – Wissen Sie, draußen scheint die Sonne, der Betrieb brummt so vor sich hin, irgendwo fällt ein Sack Reis um. Haben Sie was gesagt? Saluti.

Agamben, Giorgio!
In your work “Homo Sacer” you developed the concept of “biopolitics” and claim that the state of emergency becomes the new paradigm of governance. In this horrific scenario, it became the fourth element of the political order alongside the state, territory and nation. Now you are complaining in the Neue Zürcher Zeitung about the way liberal democracies deal with the corona virus and pretend to be stupid: “A country, indeed a culture, is imploding and nobody seems to care. What is going on in front of our eyes in those countries that claim to be civilized?” And then you get started. But we immediately dropped out when you asked about Italy’s handling of the dead: „How could we have accepted, in the name of a risk that we could not determine, (…) that their bodies were cremated without being buried? This has never happened since the story of the mythical Greek princess Antigone. “Um, Auschwitz? – And then again: „that our freedom of movement was restricted to an extent that has never happened before in our country“. ‚Us‘ are all those who were only allowed to go on the street without a Yellow Star during the Nazi era, right? And immediately again: „Science (…), which has now become the new religion of our time.“ – Hey, our bullshit bingo card is almost full! Yes, and then quoting Eichmann as a witness, who only believed that he had to save the poor Aryans from the Jewish illness is hard to beat in terms of stupidity. A stupid text. But you are not stupid. You once had an idea and now it fills you up completely. Now the world has to be such that it fits your idea, doesn’t it? – You know, the sun is shining outside, the philosopher’s business is buzzing, a sack of rice is falling over somewhere. Did you say something? Saluti.

Keine Sensation

Den Astronomen der bayerischen Raumfahrtagentur ist es gelungen, erstmals die Grenze des beobachtbaren Universums zu fotografieren. Wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist, befindet sich im nicht-beobachtbaren Universum hinter der Grenze tatsächlich nichts Besonderes, das zu beobachten sich lohnen würde.

No sensation
The astronomers of the Bavarian Space Agency have successfully photographed the boundary of the observable universe for the first time. As can be clearly seen in the picture, there is actually nothing special in the unobservable universe beyond the border that would be worth observing.

Du Kapitalismus,

würdest noch dringend gebraucht, meint ein Michael Sauga vom Spiegel erkannt zu haben. Im Kampf gegen die Pandemie riefen alle nach dem starken Staat. Doch sobald das Virus besiegt sei, müsse die Regierung sich wieder zurücknehmen und die Wirtschaft entfesseln. Na, das ist doch mal eine gute Idee. Freu dich, Kapitalismus! In den letzten Jahren hatte dich die kommunistische CDU in Ketten gelegt, dich mit Verstaatlichungen gefoltert, dir gar einen Mindestlohn aufgezwungen! Schrecklich! Nun aber sollst du frei sein, Gutes zu tun! Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen! Für Gerechtigkeit sorgen und zugleich die Umwelt schützen! Erinnerst du dich ans 19. und 20. Jh., als du, völlig entfesselt, das schon einmal so toll hinbekommen hast? Nein? Wir auch nicht. Grüße von den Entfesselungskünstlern.

You capitalism,
would be urgently needed, says a Michael Sauga from the german magazine Der Spiegel. In the fight against the pandemic, everyone called for the strong state. But once the virus is defeated, the government has to step back and unleash the economy. Well, that’s a good idea. Rejoice, capitalism! In recent years, the communist CDU has chained you, tortured you with nationalizations, even forced you on a minimum wage! Dreadful! But now you should be free to do good! Enable people to live a decent life! Ensure justice and protect the environment at the same time! Do you remember the 19th and 20th centuries, when you were completely unleashed and managed to do it so well? No? We neither. Greetings from the escape artists.

Das Ende ist nah

Nachdem 2012 überraschend der Maya-Kalender endete und darum, wie jeder weiß, die Welt unterging (wie sich später herausstellte, handelte es sich zum Glück nur um die Bielefelder Halbwelt), ist nun bekannt geworden, dass am 31.12. der Meier-Kalender endet. Die Familie Meier ist bestürzt und ratlos: „Damit haben wir nicht gerechnet!“, sagt Heinz Meier aus Oer-Erkenschwick. „Wir haben den Kalender schon im letzten November im Fachhandel gekauft und seitdem hat er einwandfrei funktioniert.“ Herr Meier ist pensionierter Realschullehrer und neigt daher nicht zu Gefühlsausbrüchen, doch man sieht ihm den Schock noch an. Mit zitternden Händen zeigt er uns das fragliche Stück: „Hier, schauen Sie, auf Montag folgt Dienstag, Mittwoch und so weiter. Januar, Februar, März, alles schien in Ordnung zu sein. Und nun das!“ Tatsächlich: Nach dem 31. Dezember ist Schluss. Es folgt noch ein leeres Blatt, vielleicht als Hinweis auf das Nichts, das danach vermutlich kommt. Wir fragen an bei der Philosophischen Abteilung der Volkshochschule Ingolstadt. Der dortige Dekan Dr. Kant (nicht verwandt oder verschwägert) will das so nicht gelten lassen. Nach Ernst Bloch seien in der menschlichen Erfahrung des Mangels als Ausdruck einer fundamentalen Nichtigkeit einer Gegenwart durchaus auch Tendenzen auf ein mögliches, volles Sein angelegt. Er könne freilich trotzdem „nicht ausschließen, dass wir alle am Arsch sind“. Die Familie Meier erwägt nun zu klagen, weiß allerdings nicht gegen wen und fühlt sich von den Behörden allein gelassen: „Als ich zur Polizei bin, haben die mich ausgelacht!“ berichtet Herr Meier fassungslos. Nicht einmal auf der Gemeinde habe man ihn verstehen wollen und stattdessen darauf bestanden, dass auch nach dem Ende der Welt Grundsteuer und Abfallgebühren fällig würden. In seiner Not habe er sich an den Hersteller des Kalenders gewandt, doch der habe jede Verantwortung zurückgewiesen. Man habe die Wochentage und Monate nicht erfunden und könne nichts dafür. Er solle sich an die Babylonier halten, die hätten sich das wohl ausgedacht. Ein Anruf bei der irakischen Botschaft blieb jedoch ergebnislos. „Die haben alles auf die USA geschoben und behaupteten, der islamische Kalender sei sowieso nicht betroffen.“ Auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig fühlt sich nicht zuständig. Sie sei mit der Verbreitung der gesetzlichen Zeit beauftragt, nicht mit deren Herstellung. Das sei vermutlich die Aufgabe des Gesetzgebers, doch weder der Bundestag noch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, in dessen Geschäftsbereich die Zeitmessung fällt, waren zu einer Stellungnahme bereit. Die beiden großen christlichen Konfessionen zeigen sich erstaunlich skeptisch, obwohl die Vision einer Endzeit doch zu ihrem Markenkern gehört. „Wir Katholiken haben schlicht und einfach keine Zeit, uns mit jedem dahergelaufenen Weltuntergang zu befassen“, verrät uns ein Kardinal aus einem südlichen Bundesland. „Wir haben schließlich das weltgrößte Immobilienvermögen zu verwalten. Da verbietet sich ein Weltuntergang von selbst.“ Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verweist darauf, dass sich auf dem letzten Kirchentag keine Mehrheit für einen Weltuntergang gefunden habe. Der zuständige Militärbischof hätte sowieso sein Veto eingelegt. Herr Meier erwägt nun, den Kalender händisch zu ergänzen, zumindest um ein paar Tage: „Meine Frau und ich würden im Januar gerne noch unseren Hochzeitstag feiern.“ Dass dieser kleine, ehrenwerte Betrugsversuch den Weltuntergang tatsächlich abwenden wird, hält Herr Meier allerdings selbst für unwahrscheinlich: „Sagen Sie es nicht meiner Frau, aber das romantische Wochenende auf Sylt habe ich schon abbestellt.“ Die Familie Meier scheint bereit, sich ins Unvermeidliche zu fügen und könnte anderen darin ein Vorbild sein: „Nutzt ja nix. Irgendwann ist eben Schluss.“ Verbraucherschützer bestätigen diese Auffassung, warnen aber vor einem sorglosen Umgang mit der verbleibenden Zeit. Bevor nicht geklärt sei, ob es eine Zukunft gebe, solle jeder jeden Tag so leben, als sei es der letzte.

(Heute in der taz.Die Tageszeitung)

The end is near
After the Mayan calendar ended surprisingly in 2012 and, as everyone knows, the world endet (luckily, it turned out to be only the Bielefeld half-world), it has now become known that on December 31. the Meier calendar ends. The Meier family is dismayed and at a loss: „We didn’t expect that!“ says Heinz Meier from Oer-Erkenschwick. „We bought the calendar from a specialised retailer last November and it has worked perfectly since then.“ Mr. Meier is a retired high school teacher and is therefore not prone to outbursts of emotion, but you can still see the shock. With trembling hands he shows us the piece in question: “Here, look, Monday follows Tuesday, Wednesday and so on. January, February, March, everything seemed fine. And now that! ”Indeed: after December 31st it is over. A blank sheet follows, perhaps as an indication of the nothing that is likely to come afterwards. We inquire at the Philosophical Department of the Ingolstadt Adult Education Center. The local dean Dr. Kant (not related) does not want to accept that. According to Ernst Bloch, in the human experience of deficiency as an expression of a fundamental nullity of a present, tendencies towards a possible, full being are also laid out. Nevertheless, he could “not rule out that we are all fucked up”. The Meier family is now considering to sue someone, but does not know who, and feels left alone by the authorities: „When I went to the police, they laughed at me!“ reports a stunned Mr. Meier. They didn’t even want to understand him in the community and insisted instead that property taxes and garbage fees would still be payable after the end of the world. In his distress, he turned to the manufacturer of the calendar, but they rejected any responsibility. They had not invented the days of the week and months and could not help it. He should stick to the Babylonians, they would have made that up. However, a call to the Iraqi embassy was unsuccessful. „They put the blame on the USA and claimed that the Islamic calendar was not affected anyway.“ The Federal Institute of Physics and Metrology in Braunschweig does not feel responsible either. It is charged with the dissemination of the legal time, not with its production. That is presumably the task of the legislature, but neither the Bundestag nor the Federal Ministry for Economic Affairs and Energy, in whose purview timekeeping falls, were ready to comment. The two great Christian denominations are surprisingly skeptical, even though the vision of an end times belongs to their core brand. “We Catholics simply do not have time to deal with every random end of the world”, reveals a cardinal from a southern federal state. “After all, we have to manage the world’s largest real estate assets. Therefore it is self-evident, that an end of the world is excluded. ”The Evangelical Church in Germany (EKD) points out that no majority for an end of the world was found at the last church day. The responsible military bishop would have vetoed it anyway. Mr. Meier is now considering adding to the calendar by hand, at least a few days: „My wife and I would like to celebrate our wedding anniversary in January.“ However, Mr. Meier considers that this small, honorable attempt to defraud will actually avert the end of the world unlikely: „Don’t tell my wife, but I have already canceled the romantic weekend on Sylt.“ The Meier family seems ready to accept the inevitable and could be a role model for others: „It’s useless. At some point it will end.” Consumer advocates confirm this view, but warn against careless use of the remaining time. Before it is clear whether there is a future, everyone should live every day as if it were the last.

(Pubished today in the newspaper taz. Die Tageszeitung)

Wussten Sie schon

  • dass man kleine Kinder nicht bei 90 Grad waschen sollte?
  • dass sich Ihr Hund heimlich für Kunstgeschichte interessiert?
  • dass die meisten Linkshänder eine Rechtsschreibschwäche haben?
  • dass Kugeln auch nur runde Würfel sind?
  • dass man in Stillleben niemals Butter und Parfüm malen darf?

Did you know
– that little children shouldn’t be washed at 90 degrees?
– that your dog is secretly interested in art history?
– that most left-handers don’t spell in the right way?
– that balls are only round cubes?
– that you should never paint butter and perfume in still lifes?

Wie Sie Zufall und Schicksal unterscheiden können

  • Zufall: 327. Schicksal: 56 bzw. 15
  • Zufall: schwarze Katze von links. Schicksal: ein Pferd am Donnerstag
  • Zufall: Ihre Mutter stirbt, als Sie gerade an sie denken. Schicksal: Sie sterben, obwohl niemand an Sie denkt.

How to distinguish between coincidence and destiny
Coincidence: 327. Destiny: 56 or 15
Coincidence: black cat from the left. Destiny: a horse on Thursday
Coincidence: your mother dies when you think of her. Destiny: You die even though nobody thinks of you.