Spaziergängern im Englischen Garten in München wird geraten, die Wege entlang der Bachläufe nicht zu verlassen und vor allem Kinder und Hunde vom Wasser fernzuhalten. In den letzten Tagen seien einige Tiere und Kleinkinder angeblich von Zwergorcas angegriffen worden. Hans W.: „Plötzlich war dem Fifi sein Bein ab!“ Woher die Tiere stammen, ist noch unklar, aber sie scheinen sich der Lebensweise im Voralpenland rasch angepasst zu haben. Kioskbesitzer Franz K.: „Abends kommt immer eine kleine Gruppe von denen auf zwei, drei Bier hier vorbei. Die sind okay.“ Einer der Orcas bestreitet die Vorwürfe: „Des is ois gelogen! Mia fressn koane Kinder, mia fressen an Leberkas. Und außerdem san mia alle von Giesing!“ Die AfD im Stadtrat hat reflexhaft dennoch die sofortige Abschiebung gefordert, während die Grünen in einer Pressemitteilung auf die negative Klimabilanz von Leberkäse hinweisen. Der Oberbürgermeister war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Local news Walkers in the English Garden in Munich are advised not to leave the paths along the streams and, above all, to keep children and dogs away from the water. In recent days, some animals and toddlers have been allegedly attacked by dwarf orcas. Hans W.: „Suddenly Fifis leg was off!“ Where the animals come from is still unclear, but they seem to have adapted quickly to the way of life in the Alpine foothills. Kiosk owner Franz K.: “In the evening there is always a small group of them coming over for two or three beers. They are okay.“ One of the orcas denies the allegations: „It’s all a lie! We don’t eat children, we eat Leberkäse. And besides, we all live in Giesing!” The AfD in the city council has reflexively called for immediate deportation, while the Greens point out in a press release the negative climate footprint of Leberkäse. The mayor could not be reached for an opinion.
Als ich einmal gestorben war, fand ich das Tor zur Hölle fest verschlossen. Eine Klingel gab es nicht, auch keinen Hinweis, dass man warten solle, bis man aufgerufen würde – nichts. Da stand ich nun, und zwar sehr lange, und kam mir reichlich verarscht vor. Beim nächsten Mal werde ich zur Konkurrenz gehen. Sehr unprofessionell, Herr Satan!
No star! Once I died, I found the gate to hell locked shut. There was no bell, nor was there any hint that you should wait until you were called – nothing. I stood there for a very long time, and I felt very fooled. Next time I’ll switch to the competitor. Very unprofessional, Mr. Satan!
Da musste ich über ein halbes Jahrhundert alt werden, bis ich ihn endlich gefunden habe, den Weg zum Glück! Da liegt er vor mir, schön gerade, direkt zum Glück führend. – Seltsam, aber da kommt mir einer entgegen. „Kamerad, du gehst in die falsche Richtung! Zum Glück geht’s da lang!“ – „Ach“, sagt er, „so toll ist das nicht. Völlig überschätzt.“ Ich schaue ihm nur kurz hinterher, wie er in sein Unglück läuft. Jeder wie er will, denke ich mir. Weiter geht es, auf ins Glück! – Da kommt schon wieder einer und grinst frech. „Viel Spaß im Glück!“ ruft er übertrieben freundlich. Hinter mir höre ich ihn schadenfroh lachen. Ja, sind denn heute alle verrückt geworden? Aber schon beginnt der Zweifel an mir zu nagen. Was, wenn sie recht behalten und das Glück eine Enttäuschung wäre? – Doch ich gebe mir einen Ruck und voller Vertrauen eile ich dem Glück entgegen. Lass dich nicht irre machen von ein paar Idioten. Du hast es so lange gesucht, das Glück – was spielt es da für eine Rolle, was die anderen denken? – Da vorne scheint der Weg zu Ende zu sein. Noch kann ich aber nichts erkennen. Das Glück ist vielleicht nicht sehr groß? Nun, es kann ruhig klein sein, wenn es nur mein ist. Der Weg endet, es ist eine Sackgasse, hier irgendwo muss es sein, das Glück! Ich kann es nicht sehen, wo ist es? Da, was ist das? Das ist ja … das ist ja ein … das ist ja nicht zu fassen. – Unverschämtheit!
At last! I had to be over half a century old until I finally found it, the way to happiness! There he is in front of me, beautifully straight, leading directly to luck. – Strange, but someone comes towards me. „Comrade, you’re going in the wrong direction! Happiness is over there!“ – „Oh“, he says,“it’s not that great. Completely overrated.” And there he goes into his ruin. Everyone to his taste, I think. Let’s move on towards happiness! – There comes another one and grins cheekily. „Have fun in bliss!“ he says overly friendly. I can hear him laughing gleefully behind me. So, did everyone go crazy today? But already the doubt begins to gnaw at me. What if they are right and happiness is a disappointment? – But I give myself a jerk and with confidence I hurry towards happiness. Don’t be fooled by a few idiots. You have been looking for it for so long – what does it matter what other people think? – The path seems to be over there. But I still can’t see anything. Maybe the luck is not very big? Well, it can be small if it’s just mine. The path ends, it’s a dead end, it must be here somewhere! I can’t see it, where is it? Overthere, what’s that? That’s … it’s a … it’s beyond belief. – Infamy!
Das Bundesverkehrsministerium gibt bekannt: Künftig werden auch außerhalb Bayerns sämtliche Verkehrsschilder durch solche in altbairischer Mundart ersetzt. Verkehrsminister Scheuer verspricht sich davon sowohl mehr Verkehrssicherheit als auch einen gewaltigen Popularitätsschub bei den bayerischen Wählern, weil der Preuße nun erst anhalten und überlegen müsse, was er zu tun habe, während der sowieso stärker motorisierte Bayer zügig überholen könne.
Dialect signage The Federal Ministry of Transport announces: In future, all traffic signs even outside of Bavaria will be replaced by similar ones in Bavarian dialect. Transport Minister Scheuer hopes that this will result in more traffic safety as well as in a huge surge in popularity among Bavarian voters, because the Prussian now has to stop and think about what he has to do, while the Bavarian, who is big engined anyway, can overtake quickly.
Eine angeheiratete Cousine dritten Grades, deren Name mir leider entfallen ist, litt zeitlebens darunter, sich zu viele Gedanken zu machen. Ihr Mann war Hobbychirurg und nahm daher eine kleine Operation vor, um sie endlich von diesem Leiden zu befreien. Dabei war er durchaus erfolgreich, doch seitdem beklagt er sich darüber, dass sie sich überhaupt keine Gedanken mehr über irgendetwas mache und darin partout kein Problem sehen wolle. – Was bin ich froh, nicht verheiratet zu sein!
From the family album A married third-degree cousin, whose name I have unfortunately forgotten, suffered throughout her life from worrying too much. Her husband was an amateur surgeon and therefore had to undergo a small operation to finally free her from this condition. He was quite successful in doing so, but since then he has complained that she no longer cares about anything at all and does not want to see any problem in it. – How glad I am not to be married!
Es war einmal ein kleiner Apfelbaum, der stand am Rand eines dichten Waldes auf einem kleinen Hügel im Schatten hoher Nadelbäume. Die großen Bäume beachteten ihn selten und wenn, dann warfen sie mit Zapfen oder kleinen Ästen nach ihm, um sich zu amüsieren. Abends hörte er sie vom Sonnenuntergang sprechen und wie schön dieser wieder gewesen sei. Der kleine Baum sah nie den Sonnenuntergang, denn die großen Bäume standen im Weg. Das machte ihn sehr traurig, denn gewiss war der Sonnenuntergang viel schöner als der Sonnenaufgang. Über den Sonnenaufgang sagten die großen Bäume nämlich nichts. Einmal lobte der kleine Baum ausgiebig den Sonnenaufgang, aber die großen Bäume riefen, er solle den Mund halten und in aller Herrgottsfrüh gefälligst keinen Lärm machen und außerdem sei ein Sonnenaufgang ja ganz nett, aber nichts gegen einen Sonnenuntergang. Der kleine Baum nahm sich daraufhin vor, sehr groß zu werden, damit auch er einmal einen Sonnenuntergang sehen könne. Als er das den großen Bäume erzählte, lachten sie und warfen mit Zapfen nach ihm. – Eines Tages kamen Männer mit Maschinen und fällten die großen Bäume. Der kleine Baum war zuerst sehr erschrocken, aber am Abend dieses Tages sah er zum ersten Mal die Sonne untergehen! Er wartete darauf, dass etwas Außergewöhnliches passierte, aber die Sonne ging einfach nur unter. Gut, der Himmel wurde ein bisschen rot, das sah schon hübsch aus, aber er hatte sich das irgendwie anders vorgestellt, erhaben und transzendent. Er machte probehalber ein paar zustimmende Geräusche, aber die Wirkung wollte sich nicht einstellen. Was für eine Enttäuschung. Und niemand war mehr da, dem er davon erzählen konnte! Das war der Tag, an dem der kleine Baum ein Zyniker wurde und als er endlich groß genug war, um Früchte zu tragen, pflegte er damit die Spaziergänger zu bewerfen. Doch diese Leute schienen sich auch noch darüber zu freuen! Am schlimmsten war es, wenn sie abends in seiner Nähe saßen, seine Äpfel aßen und den Sonnenuntergang lobten. Nur Vollidioten unterwegs!
Not a nice story Once upon a time there was a small apple tree that stood on the edge of a thick forest on a small hill in the shadow of tall conifers. The big trees rarely paid attention to him, and when they did, they threw at him with cones or small branches to enjoy themselves. In the evening he heard them speaking of the sunset and how beautiful it was again. The little tree never saw the sunset because the big trees were in the way. That made him very sad, because the sunset was certainly much more beautiful than the sunrise. The big trees said nothing about the sunrise. Once the little tree praised the sunrise extensively, but the big trees shouted that he should keep his mouth shut and make no noise in the early morning and besides, a sunrise was nice, but nothing against a sunset. The little tree then decided to grow very large so that it too could see a sunset. When he told the big trees they laughed and threw at him with cones. – One day, men came with machines and felled the big trees. The little tree was very scared at first, but in the evening of this day he saw the sun setting for the first time! He was waiting for something out of the ordinary to happen, but the sun was just setting. Well, the sky turned a little red, that looked pretty, but he had imagined it differently, sublime and transcendent. He made a few approving noises as a test, but the effect didn’t come. What a disappointment. And there was nobody left to tell about it! That was the day when the little tree became a cynic and when it was finally big enough to bear fruit, it used to throw with it at strollers. But these people seemed to be happy about it! The worst thing was when they sat near him in the evening, eating his apples and praising the sunset. Only idiots on the go!
Meine Tante Rosamunde war bekannt dafür, ihre Nase in fremde Angelegenheiten zu stecken. Eines Tages ging das allerdings furchtbar schief. Seitdem konnte sie keinen von uns mehr riechen.
From the family album (19) My aunt Rosamunde was known for sticking her nose into foreign affairs. But one day it went terribly wrong. Since then she couldn’t smell any of us.
(Wordplay with the german expression for „to hate so.s guts“)
Total angesagt ist jetzt, sich eine kleine Schafherde im Wohnzimmer zu halten. Die Tiere sind im Winter eine kuschelige Sitzgelegenheit und weil sie so stinken, ist man garantiert vor unerwünschtem Besuch geschützt.
New furnishing trend It is totally hip now to keep a small flock of sheep in the living room. The animals are a cozy place to sit in winter and because they stink so much, you are guaranteed to be protected from unwanted visitors.
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