Neues aus der Botanik (13)

Nachdem die Pflanzen vor etwa 480 Mio. Jahren aus dem Wasser an Land gekommen sind, behielten sie den Lifestyle, den sie bis dahin pflegten, einfach bei: wachsen, sich vermehren, sterben – und darum kein großes Aufhebens machen. Pflanzen sind eigentlich sehr ruhige Zeitgenossen und zeigen wenig Neigung zu Geschwätz. Das unterscheidet sie positiv von vielen Tieren und von fast allen Menschen. Nun jedoch haben viele Pflanzen, im Angesicht der durch den menschengemachten Klimawandel unvermeidlichen Auslöschung, dazu entschieden, das Schweigen zu brechen und den Menschen endlich mal die Meinung zu sagen. Der Lärm, der seitdem in Wäldern und auf Feldern herrscht, wäre unerträglich, wenn nicht die meisten Menschen inzwischen Lärm gegenüber vollkommen unempfindlich oder sowieso ständig mit Kopfhörern unterwegs wären. Diejenigen, für die das nicht gilt, flüchten in die wenigen Städte, die noch komplett bodenversiegelt sind.

Botanical News – After moving from water to land some 480 million years ago, plants simply stuck to the lifestyle they had cultivated until then: growing, reproducing, dying—and making no big fuss about it. Plants are actually very quiet creatures and show little inclination toward chatter. This sets them apart—favorably—from many animals and almost all humans. Now, however, faced with the extinction made inevitable by man-made climate change, many plants have decided to break their silence and finally give humans a piece of their mind. The resulting din in forests and fields would be unbearable were it not for the fact that most people have become completely impervious to noise or are constantly wearing headphones anyway. Those to whom this does not apply flee to the few cities that remain entirely paved over.