
Als mein kürzlich verstorbener Onkel Knut in Pension gegangen war, erfüllte er sich einen Kindheitstraum und kaufte sich einen Öltanker. Leider war das Schiff zu groß für den Gartenteich, darum kaufte er den Atlantik gleich dazu. Es sei praktisch, dass der Verkäufer des Tankers auch einen Ozean im Angebot habe, denn die seien ja bekanntlich ziemlich selten. Der Mann habe zugesagt, dass beides innerhalb von zwei Tagen geliefert werden könne, wenn er bar bezahle. Zufällig hätten Schiff und Atlantik genauso viel gekostet, wie er gerade im Haus gehabt habe. Seine Frau und seine Kinder drohten damit, ihn zu entmündigen, wenn er nicht sofort Anzeige erstatte, aber Knut blieb stur. Die Familie staunte nicht schlecht, als der vermeintliche Trickbetrüger zwei Tage später mit einer Armee aus Baggern und Lastwagen anrückte, die halbe Nachbarschaft abriss und das so entstandene Loch mit Wasser füllte. Später rollte dann ein Schwertransport an und am Abend hätte Knut schon an Deck seines Tankers stehen können. Er jedoch weigerte sich nun rigoros, den Empfang zu bestätigen, da das Loch zwar eindrucksvoll groß sei, wenn auch zum Verdruss der Nachbarschaft, aber auf keinen Fall sei er so blöde zu glauben, dass es sich hier um den Atlantik handele. Leider kam er nicht mehr dazu, den Betrüger anzuzeigen, da ihn aufgebrachte ehemalige Nachbarn in Atlantik ertränkten.
From the Family Album – When my recently deceased Uncle Knut retired, he fulfilled a childhood dream and bought himself an oil tanker. Unfortunately, the ship was too big for the garden pond, so he bought the Atlantic in addidtion. He reasoned that it was convenient for the tanker’s seller to also have an ocean on offer, given that such things are notoriously rare. The man had promised that both could be delivered within two days, provided Knut paid in cash. As it happened, the ship and the Atlantic cost exactly the amount of money he had in the house at the time. His wife and children threatened to have him declared legally incompetent unless he immediately reported the matter to the police, but Knut remained stubborn. The family was utterly astonished when, two days later, the alleged con artist arrived with an army of excavators and trucks, demolished half the neighborhood, and filled the resulting hole with water. Later, a heavy-haul transport rolled in, and by evening, Knut could have been standing on the deck of his tanker. However, he now flatly refused to sign for the delivery; while the hole was impressively large—albeit to the neighbors‘ great annoyance—he certainly wasn’t stupid enough to believe it was actually the Atlantic. Sadly, he never got the chance to report the fraudster, as irate former neighbors drowned him in the Atlantic.