
Nonsense doodle – Clown killer. Kill, kill
Texte und Bilder /// Texts and Images

Noch bis 1. September sind in der Städtischen Galerie in Speyer einige meiner Tagestiere zu sehen, die in den vergangenen Jahren im Grafischen Trainingslager in Rendsburg entstanden sind, ebenso wie die tierischen Blätter weiterer 39 Zeichner und Zeichnerinnen. (Kulturhof, Flachsgasse 3).
Animals of the day in Speyer – Until September 1st, some of my animals of the day, which were created in the graphic training camp in Rendsburg over the past few years, can be seen in the municipal gallery in Speyer, as well as the animals of another 39 artists. (Kulturhof, Flachsgasse 3).

Eigentlich ist das hier eine Rösterei mit kleinem Cafébetrieb. Die Beratung ist hervorragend und der Kaffee noch hervorragender. Ich frage, ob sie etwas mit dem Kaffeehaus in der Bäckerstraße zu tun haben, aber der Chef sagt: „Nein, nur die Verwirrung!“ Gegen die hilft der hervorragendste Kaffee am aller hervorragendsten. Da drin möchte nicht nur Wien gerne alt werden.
Alt Wien Kaffee – This is actually a roastery with a small café. The advice is excellent and the coffee even better. I ask if they have anything to do with the coffee house on Bäckerstraße, but the boss says: „No, just the confusion!“ The best coffee is the best way to get rid of that. It’s not just Vienna that wants to grow old in there.

Das Kaffee Alt Wien macht seinem Namen alle Ehre, denn wer über 100 Jahre alt ist, darf sich mit Recht alt nennen. Das Lokal wurde 1922 eröffnet und drei Jahre lang auch von den Hawelkas geführt, bevor sie 1939 in der Dorotheergasse das damalige Café Ludwig übernommen haben. Die meisten Leute, die in der Bäckerstraße unterwegs sind, laufen von Lonly Planet ferngesteuert dran vorbei bis ans Ende der Schlange vor dem Figlmüller. Das muss kein Fehler sein, doch dort gibt es außer anderen Touristen nicht viel zu sehen. Im Alt Wien befindet man sich aber im Inneren einer invertierten Litfaßsäule und braucht gar keine Lektüre mitbringen, damit die Zeit vergeht, bis das Schnitzel kommt und das gute tschechische Bier.
Kaffee Alt Wien – The Old Vienna Café lives up to its name, because anyone who is over 100 years old can rightly call themselves old. The place was opened in 1922 and was run by the Hawelkas for three years before they took over what was then Café Ludwig in Dorotheergasse in 1939. Most people who walk along Bäckerstraße walk past it, guided by Lonely Planet, to the end of the line in front of restaurant Figlmüller. That doesn’t have to be a mistake, but there isn’t much to see there other than other tourists. In Alt Wien, however, you are inside an inverted advertising column and don’t need to bring any reading material to pass the time until the schnitzel arrives and the good Czech beer.

Dieser kleine Platz am Rande des Stadtteils Dorsoduro markiert vermutlich den Ort eines aufgelassenen Friedhofs, aber der durch und durch verlassene Eindruck, den er sogar tagsüber macht, weckt die Vorstellung, dass dies vielleicht tatsächlich der Ort ist, an dem die Toten wohnen. Ehrlich gesagt kann ich mir Schlimmeres vorstellen. Wo kann man sich vormerken lassen?
Campiello dei morti – This small square on the edge of the Dorsoduro district probably marks the site of an abandoned cemetery, but the thoroughly deserted look it gives even during the day makes you think that this might actually be where the dead live. To be honest, I can think of worse things. Where can I put my name down?