Verbrechen lohnt sich nicht

Die Polizei meldet, dass heute etwas Moos bei dem Versuch des Autodiebstahls erwischt worden sei. Da der Wagen seit einigen Wochen nicht mehr bewegt worden sei, habe das Moos die Gelegenheit genutzt und versucht, das Türschloss zu durchwachsen. Dabei habe es sich jedoch so ungeschickt angestellt, dass schließlich doch ein Anwohner aufmerksam geworden sei und die Polizei verständigt habe. Deren Sprecher teilte mit: „Das Moos hat geglaubt, wenn es nur langsam genug vorgeht, dann merke das niemand, aber langsam sind wir auch. Damit hat es nicht gerechnet.“

Crime doesn’t pay – The police report that some Moss was caught trying to steal a car today. Since the car hadn’t been moved for a few weeks, the moss took the opportunity and tried to grow through the door lock. However, it was so clumsy that a local resident finally became aware and called the police. Their spokesman said: “The moss believed that if it was slow enough, nobody would notice, but we are slow too. It didn’t expect that.“

Neulich in Versailles (2)

Bekanntlich litt Ludwig XV unter schweren Minderwertigkeitskomplexen, weil er glaubte, dass er niemals die Größe seines Vorgängers erreichen könne, was freilich auch den Tatsachen entsprach. Die Pompadour konnte ihm zum Glück ausreden, sich in ‚Ludwig XXXL’ umzubenennen, weil die Leute zu blöd seien, den Witz zu verstehen und glauben würden, er sei schlecht im Zählen. Was sie ihm nicht ausreden konnte, war die Absicht, der größte Stand-up-Comedian aller Zeiten zu werden. Zum Glück konnte sie es so deichseln, dass das Publikum nur aus absolut tauben Hofschranzen bestand, die auf ihre Zeichen hin in tosenden Beifall ausbrachen. Ludwig war zufrieden und ging darum in die Geschichte ein als stinknormaler absolutistischer Tyrann und nicht als der größte Trottel aller Zeiten, der er zweifellos war.

Recently at Versailles – As is well known, Louis XV suffered from severe inferiority complexes because he believed that he could never reach the greatness of his predecessor, which of course was also the case. Luckily, the Pompadour talked him out of renaming himself ‚Louis XXXL‘ because people were too stupid to get the joke and would think he was bad at counting. What she couldn’t talk him out of was wanting to become the greatest stand-up comedian of all time. Luckily she was able to pull it off in such a way that the audience consisted only of absolutely deaf courtiers who erupted in thunderous applause at her signals. Louis was content and went down in history as a perfectly normal absolutist tyrant and not as the greatest git of all time, which he undoubtedly was.

Wie es wirklich war (9)

Als heute vor 73 Jahren das Grundgesetz in Kraft trat, hatten die Preußen schon dafür gesorgt, dass der Vorschlag der bayerischen Abgeordneten zurückgewiesen worden war, das passive Wahlrecht auch auf alle Rindviecher auszuweiten, denn schließlich habe sich das in Bayern bewährt. Wie bekannt, hat Bayern dann das Grundgesetz abgelehnt und die Rindviecher dürfen hier immer noch in die Regierung gewählt werden. Es ist halt eine Tradition.

How it really was – When the Basic Law came into force 73 years ago today, the Prussians had already ensured that the proposal by the Bavarian MPs was rejected to extend the right to stand for election to all cattle, because after all that had proven its worth in Bavaria. As is well known, Bavaria then rejected the Basic Law and cattle can still be elected to the government here. It’s just a tradition.

Neulich in Versailles (1)

„L’etat c’est moi!“ rief der König aufgebracht. „Wenn isch es wünsche, dass toutes les Treppen aus Bütter gemacht wörden, dann wörden sie aus Bütter gemacht, compris?!“ Der Architekt konnte natürlich nicht widersprechen, aber er wusste, was geschehen würde und so geschah es auch: Schon auf der ersten Stufe rutschte der König aus und der Architekt verlor darüber den Kopf.

Recently in Versailles – „L’etat c’est moi!“ cried the king angrily. „If I wished that toutes les stairs were made of butter, then they will be made of butter, compris?!“ Of course, the architect couldn’t disagree, but he knew what was going to happen and so it happened: Already on the first step the king slipped and the architect lost his head over it.

Däniken hatte Recht!

Klarer Fotobeweis: Außerirdische waren in Ägypten am Bau der Pyramiden beteiligt. Allerdings waren sie nicht besonders hilfreich. Wie aus Quellen hervorgeht, sahen die ursprünglichen Baupläne eine Neubausiedlung mit kleinen Einfamilienhäusern vor, doch die Aliens überzeugten die Bauherren, dass einige richtig große Gebäude platzsparender und am Ende billiger wären. Wie bekannt, ist diese Zivilisation dann auch untergegangen.

Däniken was right! – Clear photo evidence: extraterrestrials were involved in the construction of the pyramids in Egypt. However, they weren’t particularly helpful. According to sources, the original plans called for a new development with small single-family houses, but the aliens convinced the developers that some really big buildings would save space and be cheaper in the end. As is well known, this civilization then also perished.

Aus dem Familienalbum (58)

Mein Onkel Ludwig sagt immer, er trinke gar nicht gerne Wein, aber er sammle eben Korken. Was solle er also tun? Wegschütten könne man das Zeug ja auch nicht. Aber bis heute verstehe er nicht, was die Leute daran finden. Er bekomme von Rotwein immer eine belegte Zunge.

From the family album – My uncle Ludwig always says he doesn’t like drinking wine at all, but he just collects corks. So what should he do? You can’t just throw that stuff away. But to this day he doesn’t understand what people see in it. He always gets a coated tongue from red wine.

Neues aus dem Tierreich (15)

Endlich in freier Natur beobachtet: Der Basilisk. Neben den langen Ohren ist an ihm besonders auffällig, dass er ein furchtbarer Klugscheißer ist und immer und allem widersprechen muss. Blödes Vieh.

News from the animal kingdom – Finally observed in the wild: the basilisk. In addition to the long ears, what is particularly striking about him is that he is a terrible smartass and always has to contradict everything. Stupid beast. („Bunnylisk!“)

Neues aus der Bahn (3)

Liebe 31334! Du hast mir laut Beleg im Zug nach Mannheim einen Kaffee gebracht. Leider habe ich es nicht über mich gebracht, dich darauf hinzuweisen, dass dein Hosenschlitz offen stand. Tut mir leid. Ich weiß, das nützt dir jetzt nicht mehr viel, aber es half, mich davon abzulenken, dass der Zug schon eine halbe Stunde Verspätung hatte, weshalb nicht klar war, ob ich meinen Anschluss bekommen würde. Insofern bedanke ich mich für die ungewollte Serviceleistung.

News from the train – Dear 31334! According to the receipt, you brought me a coffee on the train to Mannheim. Unfortunately, I couldn’t bring myself to point out that your fly was open. Sorry. I know that’s not going to do you much good now, but it helped distract me from the fact that the train was already half an hour late, so it wasn’t clear if I was going to get my connection. In this respect, I would like to thank you for the unintended service.

Wenn man Ihnen, PEN-Präsident Deniz Yücel,

glauben darf, dann hat Krieg weniger mit Schach als mit Schulhof gemeinsam: „Wenn ich Sasha eine in die Fresse haue (…) und dann kommt Navid (…) und sagt: ‚Lass meinen Kumpel in Ruhe, ja?’ (…) Dann kann ich überlegen.“ Dennoch überlegten Sie nicht lange und ließen auf der Lit.Cologne den Springer durchgehen, als Sie sich für ein direktes militärisches Eingreifen der NATO in der Ukraine aussprachen. Ihr Welt-Publikum kann es sicher nicht erwarten, es dem Russen endlich mal wieder zu zeigen, Ihre PEN-Brüder waren jedoch weniger kriegslüstern und forderten Sie zum Rücktritt auf. Ob das klug war? Denn nicht nur Navid würde „natürlich das Risiko eingehen, dass ich ’n bisschen irre bin und ihm ein Klappmesser irgendwo reinsteche“. Dass Sie nicht nur ein bisschen irre sind, glaube Ich Ihnen aufs Wort.

If we, PEN President Deniz Yücel, may believe you, then war has less in common with chess than with the schoolyard: „If I punch Sasha in the face (…) and then Navid comes (…) and says: ‚Leave my buddy alone, okay?‘ (…) Then I can think about it.” Nevertheless, you didn’t think twice and let the knight go at the Lit.Cologne when you spoke out in favor of direct military intervention by NATO in the Ukraine. Your WELT audience can’t wait to flex their muscles to the Russians again, but your PEN brothers were less bellicose and urged you to resign. Was that wise? Because not only Navid would „of course take the risk that I’m a little crazy and stab him with a jackknife somewhere“. I take your word for it that you’re not just a little crazy.