Famose Erfindungen (7)

In Venedig wurde neulich der erste Außenbordmotor vorgestellt, der mit Erdbeeren betrieben werden kann. Das Boot hinterlässt einen angenehmen Erdbeerduft, und wenn man gerade nicht fährt, hat man etwas Gesundes zu naschen dabei, allerdings sind Erdbeeren nicht billig und im Winter müssen sie meist importiert werden, weshalb sich diese geniale Erfindung wohl nicht durchsetzen wird.

Brilliant Inventions – The first outboard motor that can be powered by strawberries was recently presented in Venice. The boat leaves a pleasant scent of strawberries and when you’re not driving you’ll have something healthy to snack on, but strawberries are not cheap and in winter they usually have to be imported, which is why this ingenious invention is unlikely to catch on.

Ich Paparazzo

Auch außerhalb der Filmfestspiele kann man in Venedig Stars sehen, sogar tote Filmstars wie Fernandel, der sich hier offenbar als Löwe oder Katze verkleidet hat, um nicht erkannt zu werden.

I paparazzo – Stars can also be seen in Venice outside of the film festival, even dead film stars like Fernandel, who apparently disguised himself as a lion or a cat so as not to be recognized.

Rand- und Nebenwissen (5)

In Venedig ist es nach wie vor üblich, dem Reisenden bei seiner Ankunft während der größten Sommerhitze einen warmen Umhang und eine Kappe aufzusetzen, um auf diese Weise seine Körpertemperatur bis ins Unerträgliche zu steigern, sowie ihn mit von einem Anfänger gefiedelten Jahreszeiten von Vivaldi zu quälen, bis der Tourist in einem Ausbruch äußersten Zorns mittels des ausgehändigten Knüppels den kleinen Geiger massakriert. Nach diesem kathartischen Akt der Triebabfuhr sei der Reisende entspannt und geläutert und werde so erst in die Lage versetzt, die Schönheiten Venedigs in sich aufzunehmen.

Marginal and secondary knowledge – In Venice, it is still customary to put a warm cloak and cap on the traveler upon arrival, during the hottest summer heat, thus raising his body temperature to the point of unbearability, and to torment him with Vivaldi’s Seasons fiddled by a beginner, until the tourist, in a fit of extreme anger, massacres the little violinist with the handed club. After this cathartic act of dispelling the instincts, the traveler is relaxed and purified and only then is he able to take in the beauties of Venice.

(gesehen in der / seen in the Gallerie dell’Accademia)

Gute Verdauung

Der „Sotoportego de la bissa“ in Venedig, also die ‚Unterführung der Kuh’, ist ähnlich verwinkelt und gewunden wie der Verdauungstrakt der Namensgeberin. Am Schluss wird man am Rialto ausgeschissen, was angesichts der schwitzenden Menschenmassen dort nicht angenehm ist, aber wenn am Ende des Weges ein leckerer Rinderbraten wartet, ergibt plötzlich alles einen Sinn.

Good digestion – The „Sotoportego de la bissa“ in Venice, i.e. the ‚underpass of the cow‘, is as winding as the digestive tract of the namesake. You end up getting shitted out at the Rialto, which isn’t pleasant given the sweating crowds there, but when a delicious roast beef awaits at the end of the trail, it all makes sense.

La Fiaba

aus meinem Skizzenbuch / from my sketchbook

Was für ein Märchen unter der Plakatwerbung wohl verborgen liegt? (gesehen in Venedig auf S.Giacomo)

La Fiaba – What kind of fairy tale is hidden under the poster advertising? (seen in Venice on S.Giacomo)

Aus dem Familienalbum (59)

Mein Vetter Herrmann macht gerade eine Ausbildung zum Industriekapitän im Baugewerbe, zumindest haben seine Eltern ihm das eingeredet. Tatsächlich ist Herrmann nicht der Hellste, weshalb seine Eltern dem örtlichen Bauunternehmen sehr dankbar waren, dass man ihm eine Stelle als Baustellenmaskottchen gegeben hat. Nun steht er Tag für Tag auf dem Gerüst, trägt zum marineblauen Overall einen marineblauen Schutzhelm und glaubt, er könne mit seinem Steuerrad all die großen Maschinen bewegen. In der Mittagspause geben die Kollegen ihm ein Bier aus und haben dafür den ganzen Tag etwas zu lachen.

From the family album – My cousin Herrmann is currently training to become a captain in the construction industry, at least that’s what his parents told him. In fact, Herrmann isn’t the brightest, which is why his parents were very grateful to the local construction company for giving him a job as a construction site mascot. Now he stands on the scaffolding every day, wears a navy blue hard hat with his navy blue overalls and thinks he can move all the big machines with his steering wheel. During the lunch break, the colleagues buy him a beer and in return have something to laugh about all day long.

(gesehen in Venedig / seen in Venice)