Möglicherweise ist es ein kleiner Schritt Richtung Frieden, dass amerikanische Trumpisten und andere Schwachköpfe sich im arabischen Teil Jerusalems eine alberne Kopfbedeckung kaufen können, vielleicht aber auch nicht. Interessant ist es aber auf jeden Fall, dass es immer noch Dinge gibt, die man nicht für möglich gehalten hätte.
Cult of personality – It may be a small step towards peace that American Trump supporters and other idiots can buy themselves a silly head covering in the Arab part of Jerusalem, but perhaps not. What’s certainly interesting, though, is that there are still things that one wouldn’t have thought possible.
Die Katzen von Jerusalem wissen, dass man es sich überall bequem machen kann, wenn man es nicht unbequem haben möchte, während die Menschen in Jerusalem behaupten, man könne es sich nicht bequem machen, weil es dem bösen Nachbarn nicht gefalle. Man könnte in Jerusalem noch einiges mehr von den Katzen lernen.
The Cats of Jerusalem – The cats of Jerusalem know that you can make yourself comfortable anywhere if you don’t want to be uncomfortable, while the people of Jerusalem claim you can’t make yourself comfortable because the wicked neighbor won’t like it. There’s still a lot more to learn from the cats in Jerusalem.
Rechtsextreme Evangelikale aus den USA propagieren hier die alberne Analogie, der US-amerikanische Präsident sei ein moderner Kyros, der bekanntlich die Juden aus dem babylonischen Exil befreit hat. Das ist so absurd und ahistorisch, dass es fast schon lustig wäre, wäre da nicht der Umstand, dass die evangelikalen Fanatiker Israel nur deshalb so massiv unterstützen, weil sie darauf hoffen, dass Christus bald zurückkehrt und es dann zur letzten Schlacht zwischen Gut und Böse kommt, bei der alle Christusleugner, also natürlich auch alle Juden umkommen. So sympathische Freunde kann sich auch nur jemand wünschen, der nicht alle Tassen im Oberstübchen hat.
Cult of Personality – Far-right evangelicals from the USA are propagating the ludicrous analogy that the US president is a modern-day Cyrus, who famously freed the Jews from Babylonian exile. This is so absurd and ahistorical that it would almost be funny were it not for the fact that these evangelical fanatics support Israel so massively only because they hope that Christ will soon return and that the final battle between good and evil will take place, in which all deniers of Christ, including all Jews, will perish. Only someone who isn’t all there in the head could wish for such likeable friends.
Die Katzen von Jerusalem machen was und wann sie wollen. Sie genießen die Aussicht vom Tempelberg, schlafen unterhalb der Klagemauer und jagen Mäuse in der Grabeskirche. Ob den Menschen ein Ort so heilig ist, dass sie sich die Köpfe darüber einschlagen, ist den Katzen egal. Sie schlafen unter der gleichen Sonne. Man könnte in Jerusalem noch einiges mehr von den Katzen lernen.
The Cats of Jerusalem – The cats of Jerusalem do what they want, when they want. They enjoy the view from the Temple Mount, sleep below the Western Wall, and hunt mice in the Church of the Holy Sepulchre. Whether a place is so sacred to humans that they fight over it is of no concern to the cats. They sleep under the same sun. There’s still a lot more to learn from the cats in Jerusalem.
Diese Tafel befindet sich an der Residenz des US-Botschafters in Jerusalem und erinnert daran, dass der damalige und aktuelle Führer der USA die Botschaft 2018 von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt hat, auch wenn das eigentliche Botschaftsgebäude sich ganz woanders befindet. Das hat damals viel Getöse gegeben und das Getöse ist immer noch da, denn der Botschafter residiert an einer vielbefahrenen Durchgangsstraße in Westen der Stadt.
Cult of Personality – This plaque is located at the residence of the US ambassador in Jerusalem and commemorates the fact that the then and current US leader moved the embassy from Tel Aviv to Jerusalem in 2018, even though the actual embassy building is located elsewhere. This caused quite a bluster at the time, and the noise continues, as the ambassador resides on a busy thoroughfare in the west of the city.
Die Katzen von Jerusalem sehen meist gut genährt aus, denn an Mäusen herrscht kein Mangel und allein von dem, was die Touristen fallen lassen, könnten sie fett werden. Nachts, wenn der Souk leergefegt ist, gehören ihnen die Gassen, aber die Katzen machen das einzig Richtige und schlafen. Man könnte in Jerusalem noch einiges mehr von den Katzen lernen.
The Cats of Jerusalem – The cats of Jerusalem usually look well-fed, because there’s no shortage of mice, and they could get fat just from what the tourists drop. At night, when the souk is deserted, the alleys belong to them, but the cats do the only sensible thing and sleep. There’s still a lot more one could learn from the cats in Jerusalem.
In der Reformsynagoge Beit Daniel in Tel Aviv herrscht eine sehr freundliche und lockere Stimmung, noch mehr als in einem evangelischen Jugendgottesdienst. Während die letzten Gemeindemitglieder eintrudeln, zupft die Rabbinerin die Gitarre. Dann wird viel gesungen und man bleibt in Bewegung, denn hier steht und sitzt man im Wechsel noch öfter als bei den Katholiken. Dafür muss man nicht knien, was sicher gesünder ist. Schön ist auch, dass es nicht nach Weihrauch stinkt und Männer und Frauen nicht getrennt werden. Kinder laufen umher und wer zwischendrin auf die Toilette muss, geht einfach. Ein zweiter Rabbiner liest aus der Tora, verleiht ein Stipendium an einen jungen Mann und stellt der Gemeinde Fragen. Das alles dauert nicht länger als ich für meine Skizze benötige, denn alle freuen sich auf das Essen. Zuvor gibt es aber im Gemeindesaal noch einen kleinen Becher süßen Wein zum Kiddusch. Für die orthodoxen Israelis in unserer Gruppe war der Kulturschock sicher größer als für einen Atheisten wie mich.
Shabbat Celebration – In the Reform synagogue Beit Daniel in Tel Aviv, there’s a very friendly and relaxed atmosphere, even more so than in a Protestant youth service. As the last members of the congregation trickle in, the rabbi strums her guitar. Then there’s a lot of singing, and everyone keeps moving, because here people alternate between standing and sitting even more than in Catholic services. On the other hand, there’s no need to kneel, which is certainly healthier. It’s also nice that there’s no smell of incense and that men and women aren’t separated. Children run around, and anyone who needs to use the restroom simply goes. A second rabbi reads from the Torah, awards a scholarship to a young man, and asks the congregation questions. All of this takes no longer than it takes me to sketch it out, because everyone is looking forward to the meal. Beforehand, however, there’s a small cup of sweet wine in the community hall for Kiddush. For the Orthodox Israelis in our group, the culture shock was certainly greater than for an atheist like myself.
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