inzwischen mehrere Eurer Abgeordneten ihre Bundestagsmandate wegen der Maskenskandale aufgegeben haben, steht wohl endgültig fest, dass Ihr nicht nur ein Problem mit Korruption habt, sondern auch eines mit Orthographie, denn ‚korrupt’ schreibt sich immer noch mit ‚k’. Für eine kleine Zuwendung erteile ich gerne Nachhilfe.
After, CDU and CSU, in the meantime several of your members of parliament have given up their seats in the Bundestag because of the mask scandals, it is definitely clear that you not only have a problem with corruption, but also one with orthography, because ‚corrupt‘ is still spelled with ‚k‘. For a small donation I am happy to give tuition. (logic lost in translation)
Diese Internet-Orakel sind völlig nutzlos. Eben habe ich dieses hier gefunden: „Nimm irgendein Buch, blättere auf Seite 65. Der erste Satz beschreibt dein Sexleben in diesem Jahr“. Und was glaubt Ihr? Das Buch hatte nur 64 Seiten! Na toll, dafür brauche ich kein Orakel, das wusste ich auch schon zuvor.
Nothing but the truth – These internet oracles are completely useless. I just found this one: „Take any book, turn to page 65. The first sentence describes your sex life this year“. And what do you think? The book was only 64 pages! Great, I don’t need an oracle for that, I knew that before.
Mein Cousin Albert ist Versicherungsvertreter und selbst sein bester Kunde. Tatsächlich ist er sein einziger Kunde, denn aufgrund seiner zahlreichen Ängste und Phobien geht er gar nicht mehr aus dem Haus, was mit seiner Tätigkeit natürlich kaum vereinbar ist. Er spart, wo er nur kann und zog daher in eine kleine Einzimmerwohnung, in der sich außer einem Bett, einer kleinen Küche und diversen Ausrüstungsgegenständen für den Notfall nichts befindet. Wozu er denn die vielen Gläser brauche, habe ich ihn gefragt. Die gäben ihm Sicherheit, falls doch einmal mehrere Gäste vorbeikämen. Ich versicherte ihm, dass dies niemals passieren würde und ließ ihn dankbar und zufrieden zurück.
From the family album – My cousin Albert is an insurance agent and his best customer himself. In fact, he is his only customer, because due to his numerous fears and phobias, he no longer leaves the house, which of course is hardly compatible with his job. He saves where he can and therefore moved into a small one-room apartment, in which there is nothing except for a bed, a small kitchen and various items of equipment for emergencies. I asked him why he needed all those glasses. They would give him security in case several guests should come by. I assured him that this would never happen and left him grateful and satisfied.
Hallo Menschen! Weil wir uns in letzter Zeit nicht oft gesehen haben, wollte ich Euch sagen, dass ich einige von Euch ganz gut leiden kann, aber weil die letzten Jahrzehnte dann doch sehr anstrengend gewesen sind, habe ich mich nicht so oft gemeldet. Manche von Euch können vermutlich zu jeder Tages- und Nachtzeit rohen Fisch essen oder komplizierte Kettenbrüche lösen, andere wiederum wollen nie alleine sein. Ich habe gar nichts dagegen, solange ich nicht mitmachen muss. Kettenbrüche kann ich überhaupt nicht lösen, rohen Fisch mag ich nicht und menschliche Gesellschaft nur in geringer Dosis. Da ich tagsüber ständig reden und zuhören muss, ziehe ich es vor, abends die Klappe zu halten, auch weil ich meine eigene Stimme nicht mehr hören mag, aber eben auch keine andere. Den Rest meiner Zeit auf Erden würde ich am liebsten im Wirtshaus an einem ruhigen Tisch vor einem Bier verbringen und nichts weiter tun, als hineinzuschweigen. Wenn Ihr mir dabei Gesellschaft leisten wollt, dürft Ihr Euch gerne dazusetzen.
In case it’s still unclear – Hello people! Because we haven’t seen each other often lately, I wanted to tell you that I really like some of you, but because the last few decades have been very exhausting, I haven’t contacted you so often. Some of you can probably eat raw fish or solve complicated chain fractions at any time of the day or night, while others never want to be alone. I don’t mind at all as long as I don’t have to participate. I can’t solve chain fractions at all, I don’t like raw fish and only small doses of human company. Since I have to talk and listen all the time during the day, I prefer to shut up in the evening, also because I no longer like to hear my own voice, but neither can I hear another. I would like to spend the rest of my time on earth in a tavern at a quiet table in front of a beer and do nothing but remain silent. If you want to keep me company, you are welcome to sit down.
Auch im Wald herrscht Wohnungsnot. Viele Spechte entscheiden sich inzwischen, in Gemeinschaftsunterkünfte zu ziehen. Leider kommt es dadurch vermehrt zu Konflikten, denn oft ist es unmöglich, sich auf verbindliche Ruhezeiten zu einigen.
News from the forest – There is also a housing shortage in the forest. Many woodpeckers are now choosing to move to shared accommodation. Unfortunately, this leads to more conflicts, because it is often impossible to agree on binding rest periods.
The limits of medicine – Smoking weed has been shown to not help against stupidity. (On the sticker: You see drugs, I see medicine. You see medicine, I see drugs. We are not the same)
Auch manche Bäume haben ganz schlimm Rücken. Die meisten Förster sind jedoch der Meinung, dass sich eine über Jahrzehnte hinziehende physiotherapeutische Behandlung nicht lohnen würde, weshalb sie die bedauernswerten Geschöpfe in der Regel fällen. Das hat sich inzwischen wohl auch bei den Bäumen herumgesprochen. Dieser hier besteht darauf, nur ein wenig Morgengymnastik zu machen, aber das Ächzen im Geäst spricht eine andere Sprache. Tapferer Bursche!
News from the forest – Some trees have bad backs too. Most foresters, however, are of the opinion that physiotherapeutic treatment lasting decades would not be worthwhile, which is why they usually cut down the unfortunate creatures. In the meantime, word has got around the trees too. This one insists on doing just a little morning exercise, but the groaning in the branches speaks a different language. Brave fellow!
Als sich mein Schatten neulich kurzzeitig in Nosferatu verwandelte, gefror mir vor Schreck das Blut in den Adern, weshalb mich der Vampir wohl auch in Ruhe ließ.
That was a close shave! – When my shadow recently turned briefly into Nosferatu, my blood froze in my veins, which is why the vampire probably left me alone.
Als ich noch klein war, wünschte ich mir ein Pferd. Ich konnte zwar nicht reiten, aber Pferde kannte ich aus den Lucky-Luke-Comics und aus Karl-May-Büchern, aus denen mir mein Vater abends vorlas, denn lesen konnte ich auch noch nicht. Zu meinem fünften Geburtstag bekam ich dann ein richtiges Pferd, das ich natürlich Tscholly Tschampa nannte, obwohl es gar nicht sprechen konnte. Iltschi und Hatatitla waren zwar auch tolle Pferde, aber die Namen hatte ich schon bei meinen beiden Meerschweinchen verbraucht und eigentlich passten sie zu denen auch viel besser als zu einem Pferd. Laufen wollte Tscholly Tschampa ebenfalls nicht, aber mein Vater meinte, das müsse so sein, denn er stamme von indianischen Wachpferden ab, die sich, einmal aufgestellt, nicht mehr von ihrem Posten wegbewegen würden. So saß ich einen Sommer lang auf meinem Pferd und wir bewachten unseren Garten. Ab und zu vertrieben wir eine Katze. Im Herbst hatte ich keine Lust mehr, denn es wurde so kalt und nass, dass sich nicht einmal mehr die Katzen blicken ließen. Irgendwann hatte ich Tscholly Tschampa vergessen. Eines Tages im Winter entdeckte ich eines seiner Beine im Kamin. Mein Vater rechtfertigte das damit, dass indianische Wachpferde nicht älter als ein Jahr werden und wie jeder anständige Indianer ein Recht auf eine Feuerbestattung hätten. Das leuchtete mir ein und eigentlich war ich auch gar nicht so sehr traurig. Ein paar Jahre später gestand er mir die Wahrheit und wir konnten darüber lachen. Nicht so lustig fand ich es, dass ich mich einmal auf einer Party zum Narren machte, als ich behauptete, Winnetou und Old Shatterhand seien unabhängig voneinander von einer Wölfin gesäugt worden und hätten aber erst am Ende des zweiten Bandes, als sie zum ersten Mal miteinander schliefen, festgestellt, dass sie eigentlich Bruder und Schwester seien. Dass das Blödsinn war, glaubte ich erst, als man es mir schwarz auf weiß zeigte. Mein Vater hat sich fast bepisst vor Lachen.
From the family album – When I was little, I wanted a horse. I couldn’t ride, but I knew horses from the Lucky Luke comics and from Karl May books that my father read to me in the evenings, because I couldn’t read either. For my fifth birthday I got a real horse, which of course I called Tscholly Tschampa, although it couldn’t speak at all. Iltschi and Hatatitla were also great horses, but I had already used the names on my two guinea pigs and actually they went much better with them than with a horse. Tscholly Tschampa also didn’t want to run, but my father said it had to be like that, because he was descended from Indian watch horses, which, once set up, would no longer move from their posts. So I sat on my horse for one summer and we guarded our garden. Every now and then we drive away a cat. In autumn I didn’t feel like it anymore because it got so cold and wet that not even the cats showed up. At some point I forgot Tscholly Tschampa. One winter day I discovered one of his legs in the fireplace. My father justified this with the fact that Indian watch horses do not grow older than a year and, like any decent Indian, have a right to a cremation. That made sense to me and actually I wasn’t that sad at all. A few years later, he confessed the truth to me and we could laugh about it. But I didn’t find it so funny that I once made a fool of myself at a party when I claimed that Winnetou and Old Shatterhand were suckled independently by a she-wolf, but until the end of the second volume, when they first had sex together, they didn’t know that they were actually brother and sister. I only believed that it was nonsense when I was shown it in the books. My father almost pissed himself.
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