Warten auf den Nikolaus

Heute sind die kleinen Blumen schon sehr früh aufgestanden, damit sie auch ja nicht den Nikolaus verpassen, der ihnen endlich frische Blumenerde und Wasser bringen würde. Doch der Nikolaus kam nicht, denn er war gerade sehr damit beschäftigt, kleinen Kindern, die schon alles hatten, Süßigkeiten und Handys in die Strümpfe zu stopfen, auf dass sie zuckerkrank und blöd werden mögen. Darum mussten die kleinen Blumen sterben.

Waiting for Santa Claus – Today the little flowers got up very early so that they wouldn’t miss St. Nicholas, who would finally bring them fresh potting soil and water. But Santa Claus didn’t come because he was busy cramming sweets and cell phones into the stockings of little children who already had everything, so that they might get diabetic and stupid. That’s why the little flowers had to die.

Gastronomischer Tipp

Landfrauwurst ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber sie enthält meist weniger Schadstoffe wie z.B. Schwermetalle und Weichmacher als die übliche Stadtfrauwurst. Dafür ist Landfrauwurst, wenn sie nicht aus der ökologischen Landwirtschaft stammt, oft stärker mit Pestiziden belastet als ihr urbanes Pendant. – Wenn Sie mich fragen: Ich verzichte generell auf Frauenwurst und gehe lieber ins Café Landtmann in Wien, denn ich bin ein Stadtmann und dort gibt es hervorragenden Kaffee und leckere Schweinereien ganz ohne Wurst. Aber jeder wie er mag.

Gastronomic tip – Rural-Woman-Sausage is certainly not to everyone’s taste, but it usually contains fewer pollutants such as heavy metals and plasticizers than the usual Urban-Woman-Sausage. On the other hand, if it does not come from organic agriculture, Rural-Woman-Sausage is often more heavily contaminated with pesticides than its urban counterpart. – If you ask me: I generally do without women sausage and prefer to go to Café Landtmann in Vienna, because I am a townsperson and they have excellent coffee and delicious tidbits without sausage. Well, everyone as he wants it.

Neues aus dem Tierreich (13)

Wie auf Erden, so im Himmel: Auch Vögel leiden unter dem zunehmenden Verkehr. Inzwischen ist es ganz normal, dass die Luftstraßen über den Städten auch außerhalb des Berufsverkehrs verstopft sind. Immer wieder kommt es dadurch zu Unfällen und sogar Abstürzen. Viele Zugvogelarten sind aus Frust darüber in den Süden ausgewandert und wollen auch im Sommer nicht zurückkehren, andere gehen nur noch zu Fuß oder sind vor lauter Ärger ausgestorben.

News from the animal kingdom – As on earth, so in heaven: Birds also suffer from the increasing traffic. It is now quite normal for the airways over the cities to be congested, even outside of the rush hour. This repeatedly leads to accidents and even crashes. Many migratory bird species have emigrated to the south out of frustration and do not want to return in summer, others only go on foot or have died out of sheer anger.

Man kann es niemandem mehr recht machen

Heute früh öffnete ich die Tür zum Garten, um ein wenig zu lüften, und als ich nach einer Viertelstunde zurück ins Wohnzimmer kam, sah ich, dass ein Bäumchen durch die offene Tür hereingewachsen war. Ich forderte es natürlich auf, das bleiben zu lassen, denn so ließe sich die Türe nicht mehr schließen, aber die Pflanze wandte ein, dass es draußen saukalt sei, weshalb sie sich weigere, das Haus wieder zu verlassen. So geht das natürlich auch nicht, also schnitt ich den Zweig ab und stellte ihn in ein Glas Wasser auf die Fensterbank. Ich dachte, das sei ein guter Kompromiss, aber als ich vorhin in den Garten ging, beschimpften mich die Bäume und Sträucher und drohten, mich wegen Körperverletzung anzuzeigen. Einige bewarfen mich sogar mit Zapfen und Nüssen! Ein befreundeter Gärtner meint, das sei inzwischen normal, er erlebe das jeden Tag, vermutlich sei das der negative Einfluss der asozialen Medien und er rate dazu, die Quertreiber herauszureißen und den Garten komplett zu asphaltieren.

You can’t please anyone anymore – This morning I opened the door to the garden to ventilate a bit, and when I came back into the living room after a quarter of an hour I saw that a little tree had grown in through the open door. Of course, I asked him not to do that, because that way the door would no longer close, but the plant objected that it was freezing outside, which is why it refused to leave the house again. Of course that would be unacceptable, so I cut off the branch and put it in a glass of water on the windowsill. I thought it was a good compromise, but when I went into the garden earlier, the trees and bushes cursed me and threatened to report me for assault. Some even pelted me with cones and nuts! A gardener friend says that this is now normal, he experiences it every day, that is probably the negative influence of the anti-social media and he advises tearing out the obstructionists and completely asphalting the garden.