Hässliche Vorschrift

An bestimmten Orten ist in Neuseeland das Trinken von Alkohol verboten, vermutlich weil Betrunkene kein schöner Anblick sind und die schöne Aussicht verderben. Zum Glück sind die hässlichen Beschriftungen nicht sehr groß, so dass man sich als kleine Gruppe im Kreis darum herum aufstellen und sich trotzdem noch bequem zuprosten kann.

Ugly rule – Drinking alcohol is banned in certain places in New Zealand, presumably because drunk people are not a pretty sight and spoil the beautiful view. Luckily, the ugly inscriptions aren’t very big, so you can stand in a circle around them in a small group and still comfortably toast each other.

Von Natur aus freundlich

Wer die Republic of Whangamomona in Neuseeland verlässt, bekommt nicht nur einen guten Wunsch mit auf den Weg, sondern wird sogar bedankt, etwas, das einem, der beispielsweise Bayern verlässt oder ein anderes der 16 Teile von Utschl, niemals passieren wird. Schön zu sehen, dass die Welt woanders nicht nur anders ist, sondern manchmal tatsächlich besser. Vielen Dank, dass Sie das hier gelesen haben und noch einen schönen Tag!

Friendly by nature – Anyone who leaves the Republic of Whangamomona in New Zealand not only gets a good wish, but is even thanked, something that will never happen to someone who leaves Bavaria or another of the 16 parts of Utschl, for example. Nice to see that the world is not only different elsewhere, but sometimes actually better. Thank you for reading this and have a nice day!

Das Monster im Park

Einer der beiden Flaktürme im Augarten und einer von insgesamt sechs in Wien, die noch am Ende des Krieges völlig sinnlos von Zwangsarbeitern errichtet werden mussten. Bisher kannte ich den nur aus dem Brenner-Roman von Wolf Haas, aber nun stand ich zum ersten Mal tatsächlich davor und das monströse Betongebirge baute sich fünfzig Meter hoch und quasi unzerstörbar vor mir auf. Angesichts der Umstände seiner Errichtung verbietet sich der Gedanke, aber dennoch finde ich, dass es genau das wäre, was München verdient hätte und zwar das Hundertfache davon, denn nirgendwo wird häufiger daran erinnert, dass der A.H. „ja eigentlich ein Österreicher war“.

The monster in the park – One of the two flak towers in the Augarten and one of a total of six in Vienna that had to be erected preposterously by forced laborers at the end of the war. So far I only knew it from Wolf Haas’s Brenner novel, but now I actually stood in front of it for the first time and the monstrous an almost indestructible concrete mountain rose fifty meters high in front of me. Given the circumstances of its construction, the thought is out of the question, but I still think it would be exactly what Munich deserved, and a hundred times that, because nowhere is it more often reminded that A.H. „actually was an Austrian“.

Gut vorbereitet

Weil mir eine Nervensäge immer mal wieder die Ohren abkaut, habe ich stets ein Paar Ersatzohren dabei. Wer es zu weit treibt, bekommt von mir aber einen Satz heiße Ohren, ganz umsonst. Die kann man sogar öfter benutzen. Praktisch.

Well prepared – Because a nuisance time and again is chewing my ears off, I always have a pair of spare ears with me. But if you take it too far, you’ll get a set of hot ears from me, for free. You can even use it several times. Practical.

(gesehen / seen in the Louvre)

Ente des Tages

Wenn es wie eine Ente aussieht und wie eine Ente auf dem Wasser treibt, dann ist es auf jeden Fall ein Boot, das ich gerne auf dem Teller hätte.

Duck of the day – If it looks like a duck and floats like a duck, then it’s definitely a boat I’d like to have on my plate.

(gesehen / seen in Venezia)

Frau Ober flattert

Eine der Bedienungen war bei der Vorbereitung der Bestellungen an der Theke so schnell, dass ich mit dem Zeichnen kaum hinterherkam.

The waitress flutters – One of the waitresses was so quick to prepare the orders at the counter that I could barely keep up with the drawing.

So weit ist es also!

Was ist nur mit uns passiert, dass nun sogar schon harmlose alte Damen eingesperrt werden, nur weil sie unerlaubt die Tauben füttern. Früher war das Taubenmutterl ein respektiertes Mitglied der Gesellschaft, jetzt wird sie öffentlich an den Pranger gestellt. Es ist eine Schande!

So that’s it! – What happened to us that now even harmless old ladies are locked up just because they feed the pigeons without permission. The pigeonlady used to be a respected member of society, but now she is publicly pilloried. It’s a shame!

(gesehen / seen in Venezia)

Da hilft auch keine Medizin

Nicht, dass es mich gewundert hat, auch am anderen Ende der Welt Dummköpfe vorzufinden. So jemanden will man nicht in der Nähe haben, aber diesen hier hätte ich gerne gesehen, wenn ich ihm einen Impfstoff gegen Kommunismus angeboten hätte. Ich bin mir fast sicher, dass er auch den ablehnen würde. Tja, Jock, da jeder mindestens einmal Covid bekommt, solltest du vielleicht jetzt schon den Text der Internationalen üben.

In this case even medicine doesn’t help – Not that I was surprised to find fools on the other side of the world. You don’t want someone like that around, but I would have loved to see this one if I’d offered him a vaccine against Communism. I’m almost certain he’d turn it down too. Well, Jock, since everyone gets Covid at least once, you might want to start practicing the International’s lines now.

Im Café Museum in Wien

Das Café Museum ist kein Kaffeemuseum, sondern ein sehr schönes Café. Warum es so heißt, obwohl auch kein Museum in der Nähe ist, weiß ich leider nicht. Vielleicht sind die Gäste die Ausstellungsstücke?

At the Café Museum in Vienna – The Café Museum is not a coffee museum, but a very nice café. Unfortunately, I don’t know why it is called that, even though there is no museum nearby. Maybe the guests are the exhibits?

Servus, Museum für angewandte Kunst in Wien!

Du bist in mehrfacher Hinsicht aufregend, denn nicht nur ist deine Sammlung sehr interessant, sondern in deinen Toiletten sind die Papierhandtuchspender so designed, dass man sie nicht anwenden kann. Es kommen nur Fetzen heraus. Wir vermuten, dass die Form hier weniger der Funktion folgt als vielmehr der Blödheit des Designers, aber vielleicht handelt es sich ja um moderne Kunst, die wir nur nicht verstehen.

Servus, Museum of Applied Arts in Vienna! – You are exciting in more ways than one, not only is your collection very interesting, but the paper towel dispensers in your restrooms are designed in such a way that they cannot be applied. Only scraps come out. We suspect form doesn’t follow function here, but rather the stupidity of the designer, but maybe this is modern art we just don’t understand.