Für den Fall, dass ich einmal sterben müssen sollte, ergeht hiermit schon jetzt eine Warnung an meine Sippe: Einen Priester möchte ich an meinem Grab nicht sehen! Nur über meine Leiche!
Announcement In the event that I should have to die, hereby a warning is already issued to my clan: I do not want to see a priest at my grave! Over my dead body!
Neulich sah ich diese Gruppe sehr dünner Stierkämpfer augenscheinlich deprimiert in der Gegend herumstehen. Und kein Stier in der Nähe. Ich rief ihnen also ein aufmunterndes ‚olé’ zu, da strahlten sie freudig. Was man mit ein bisschen Freundlichkeit nicht alles ausrichten kann!
There is something going on here Recently I saw this group of very thin spanish bullfighters standing around in the area seemingly depressed. And no bull nearby. So I shouted an encouraging ‚olé‘ and immediately they were beaming with joy. You can do so much with a little friendliness!
Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil war mir bisher
allenfalls namentlich bekannt, gelesen habe ich nichts von ihm. Ich muss
gestehen, dass ich nicht einmal ein Vorortheil ihm gegenüber habe, weshalb ich
mir nun eines zulegen will. Empfehlungen?
Confession The writer Hanns-Josef Ortheil had been known to me at most by name, I have read nothing of him. I must confess that I do not even have an prejudice over him, which is why I want to get one now. Recommendations? (untranslatable wordplay with the german word for prejudice)
Gestern ging Satan einkaufen, denn montags ist die Hölle bekanntlich geschlossen, da sich an diesem Wochentag sowieso jeder Mensch in der Hölle wähnt und also kein Teufel etwas zu tun hat.
The receipt of the beast Yesterday Satan went shopping, since on Mondays, as is well-known, hell is closed, because on this day of the week everyone thinks they are in hell anyway, so no devil has anything to do.
Mein Freund Frank sagt, er habe eine neue Freundin. Sie sei klug und hübsch und sehr nett und genauso verliebt in ihn wie er in sie. Toll, sage ich und beglückwünsche ihn. Dabei schaut er aber, als habe er Schmerzen. Was denn sei? Naja, sagt er, sie heiße Anne. Oh, sage ich. Genau, sagt er, das sei doch irgendwie geschmacklos. Ich sei mir da nicht so sicher, sage ich, aber komisch sei es schon. Er verabschiedet sich, denn er werde Anne gleich von zuhause abholen. Wir müssen beide zugleich peinlich berührt lachen. Dann gebe ich ihm noch einen guten Rat.
Better don’t wear a leather coat! My friend Frank says he has a new girlfriend. She is smart and pretty and very nice and just as in love with him as he is with her, he says. Great, I say, and I compliment him. But he looks like he’s in pain. What is it? Well, he says, her name is Anne. Oh, I say. Exactly, he says, that’s sort of tasteless. I’m not so sure about that, I say, but it’s funny. He says goodbye, because he’ll pick up Anne at her home. Embarrassed about that, we both have to laugh at the same time. Then I give him some good advice.
Gott war gerade damit beschäftigt, ein dreibeiniges Huhn zu machen, das den Donauwalzer pfeifend sehr anmutig auf der Stelle tanzen konnte, als ihm eine geniale Idee kam. Hinterher wusste er noch, dass die Idee genial war, doch leider klingelte es an der Haustür als er gerade daran ging, die geniale Idee zu verwirklichen, und der dumme Nachbar verwickelte ihn in eine völlig sinnfreie und überflüssige Konversation über die Vorzüge eines Pürierstabes gegenüber einem Ohrensessel, worüber er im Stillen, denn schließlich war er ein höflicher Gott, so dermaßen in Wut geriet, dass er, dem Nachbarn unter dem Vorwand, sich nun leider entleiben zu müssen, glücklich entronnen, an die Werkbank zurückgekehrt, völlig vergessen hatte, wobei er gestört worden war und sich, so sehr er sich auch bemühte, nicht mehr erinnern konnte, welchem Zweck die drei Gegenstände, die er offensichtlich gerade erst gemacht hatte, dienen sollten. Im Stillen, denn er war wie gesagt ein höflicher Gott, verwünschte er den Nachbarn und stellte das Gelumpe ins Fenster, so dass der Idiot es von drüben sehen musste und hoffentlich darob erblinden würde.
What was left over at the creation God was busy making a three-legged chicken that was able to whistle the Danube Waltz while dancing gracefully on the spot, when he had a brilliant idea. Afterwards he still knew that the idea was awesome, but unfortunately it rang at the front door when he was just about to realize the brilliant idea, and the stupid neighbor involved him in a completely meaningless and superfluous conversation about the merits of a blender compared to a wingback chair, whereof he inwardly, because he was a polite god, got enraged in such an extent, that he, after he had escaped from the neighbor under the pretext of having to kill himself, and having returned to the workbench, unfortunately had completely forgotten, what it was he has been interfered, and as hard as he could try, still could not remember the purpose for which the three objects he obviously had just made had served. Silently, as he was, as I said, a polite god, he cursed the neighbor and put the trash on the window sill so that the idiot had to see it from vis-à-vis and hopefully would go blind.
Bekanntlich gibt es nur vier Möglichkeiten, auf die Zumutungen des Lebens zu reagieren: Zynismus, politischer Aktivismus, Aberglaube und Eskapismus. Da ich entscheidungsschwach bin, habe ich mich entschieden, eine Synthese aus allen vieren zu bilden und gründe hiermit eine Glaubensgemeinschaft, deren einziges Ritual darin besteht, sich gegen den aufziehenden Faschismus zu besaufen.
Way out As you know, there are only four ways to respond to the impositions of life: cynicism, political activism, superstition and escapism. Unable to make a decision, I have decided to form a synthesis of all of them and thus establish a faith community whose only ritual is to get drunk against the gathering fascism.
Ein Cousin meines Großvaters begann offenbar schon in seiner Jugend zu schimmeln. Seitdem sei er nicht mehr derselbe gewesen. Man habe ihn zwar regelmäßig innerlich und äußerlich mit reiner Essigessenz behandelt, doch das habe seinen Zustand nur für kurze Zeit insoweit gebessert, dass er nicht bei jedem Atemzug eine Wolke Pilzsporen von sich gegeben habe. Seiner geistigen Gesundheit sei diese rustikale Behandlung jedoch nicht bekommen. Erst nachdem er in den Keller verbannt worden sei, habe man festgestellt, dass es sich bei dem Cousin um einen Edelpilz handelte. Die Familie gründete sogleich eine Champignonzucht und wurde stinkreich. Glück muss man haben!
From the family album (18) A cousin of my grandfather evidently began to mold in his youth. He had not been the same since then. Although he was regularly treated internally and externally with pure vinegar essence, this has improved his condition only for a short time so far that he did not give a cloud of fungal spores with every breath. His mental health, however, did not agree with this rustic treatment. Only when he was banished into the cellar, it was found that the cousin was a noble fungus. The family immediately founded a mushroom farm and became filthy rich. You have to have luck!
Heute vor 26 Jahren haben die Götter Frank Zappa nicht als Stern an den Himmel versetzt, sondern an den schönsten Ort der Welt, wo er noch heute Hof hält. Aber wundern Sie sich nicht, dass es dort seltsam riecht.
He ain’t dead, he just smells funny – Twenty-six years ago, the gods did not place Frank Zappa as a star in the sky, but in the most beautiful place in the world, where he still holds court today. But do not be surprised that it smells strange there.
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