Vom Versagen (3)

Das Basketballonspiel war wohl doch keine so gute Idee wie ich zuerst dachte. Egal, dann versuche ich es mit Ballongolf. Das wird sicher ein Erfolg.

On Failure – The basketballoon game wasn’t as good an idea as I first thought. Anyway, I’ll try balloon golf. I’m sure it’ll be a success.

Gute Frage (2)

Eine Frage, die sich viele Menschen viel öfter stellen sollten. Stattdessen fragen sie sich, ob sie noch ein zweites Stück Kuchen essen sollten oder ob sie nicht vielleicht doch wieder einmal die Schwiegereltern besuchen müssten. Und dann wundern sie sich, dass sie so schlechte Laune haben!

Good question – A question many people should ask themselves more often. Instead, they ask whether they should eat a second piece of cake or whether they should visit their in-laws again. And then they wonder why they’re in such a bad mood! („Gate closed?“)

Im Café Exchange in Wien

In der großartigen Schalterhalle der alten Postsparkasse, von Otto Wagner als Art-Deco-Tempel gestaltet, wird heute nur noch kleines Geld getauscht, nämlich im gleichnamigen Café. Vorher empfiehlt sich ein Gang durch die Gänge des Gebäudes, das von der Universität für angewandte Kunst genutzt, oder muss man sagen: angewandt wird. Der Kundige wird dabei im Untergeschoss an die Mysterienabteilung erinnert werden, und wenn nicht, dann zumindest ein paar skurrile Einblicke genießen dürfen. Anschließend genießt man im Café das eine oder das andere und außerdem, dass ein schöner Ort endlich zu sich selbst gekommen ist. Denn was ist schon die Gründung einer Sparkasse gegen einen Besuch im Kaffeehaus?

At Café Exchange in Vienna – In the magnificent counter hall of the old Postal Savings Bank, designed by Otto Wagner as an Art Deco temple, only small amounts of money are exchanged today, namely in the café of the same name. Beforehand, a stroll through the corridors of the building, which is used—or should we say, applied—by the University of Applied Arts is recommended. Those in the know will be reminded of the Department of Mysteries in the basement, and if not, at least be able to enjoy a few quirky insights. Afterwards, enjoy one thing or another in the café and also appreciate that a beautiful place has finally come into its own. After all, what is the founding of a savings bank compared to a visit to a coffee house?

Fundsache (5)

Nachdem Jakob schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, hat er seine Leiter nun doch noch gefunden, dummerweise genau da, wo er sie abgestellt und schon tausendmal gesucht hatte. Wie das halt so ist. Dreitausend Jahre lang musste er sich das Gemecker der Heerscharen von Engeln anhören, die nicht zurück in den Himmel konnten, weil ihre albernen Flügel nur Attrappen sind. Endlich Ruhe auf Erden!

Lost and Found – After Jacob had given up all hope, he finally found his ladder, unfortunately, exactly where he had left it and searched for it a thousand times. As it happens. For three thousand years, he had to listen to the whining of the hosts of angels who couldn’t get back to heaven because their silly wings were just fake. Finally, peace on earth!

Monopol

Nachdem er in vier Teilen insgesamt etwa 446 Konkurrenten gekillt hat, beherrscht John Wick endlich den Lebensmittelmarkt in Bayern. Nachdem ein fünfter Teil angekündigt worden ist, haben sich die übrigen ca. 5000 Marktleiter kampflos ergeben und verpflichtet, ihre Geschäfte zu schließen.

Monopoly – After killing a total of approximately 446 competitors in four installments, John Wick finally dominates the grocery market in Bavaria. After a fifth installment was announced, the remaining approximately 5,000 store managers surrendered without a fight and pledged to close their stores.

Traditionsverlust

Schön, dass die jungen Menschen sich immer noch verlieben und nicht nur Rechtschreibung üben, aber früher hätten wir das mit dem Fingernagel in einen Baum geschnitzt. Wie groß kann eine Liebe sein, wenn man es sich so einfach macht?

Loss of Tradition – It’s nice that young people still fall in love and don’t just practice spelling, but in the past, we would have carved that into a tree with our fingernails. How great can love be when you make it so easy? („You are the sun to mi rain“)

Im Café Ritter in Wien

Am Nebentisch ein älteres Paar., beide in ihre Zeitungen vertieft. Er: „Der Baapst is wieder xund, oiso, wia ma hoit xund is, in dem Oita.“ Sie: „Ma is eh nie xund.“ Er: „Immahin kann er wieda rollen.“

At Café Ritter in Vienna – At the next table, an older couple, both engrossed in their newspapers. He: „The Pope is healthy again, well, as healthy as one can be at that age.“ She: „One is never healthy anyway.“ He: „At least he can roll again.“

Unglaublich!

Eigentlich sollte Maria Himmelfahrt ein Feiertag sein, aber nun muss die Feier leider ohne die Hauptperson stattfinden, da Maria, wie sich erst neulich herausgestellt hat, seit Jahrzehnten, wenn nicht länger, immer ohne gültiges Ticket gen Himmel gefahren ist und dafür zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Dass Schwarzfahren immer noch als Straftat verfolgt wird, ist wie so vieles einfach nicht zu glauben.

Unbelievable! – The Assumption of Mary was supposed to be a public holiday, but now the celebration unfortunately has to take place without its main figure, because, as it recently emerged, Mary has been traveling to heaven without a valid ticket for decades, if not longer, and was sentenced to several years in prison for it. That fare evasion is still prosecuted as a crime is, like so many other things, simply unbelievable.

Ankündigung

Das Krippenspiel der Kirchengemeinde Hintertupfing wird dieses Jahr leider nicht in der gewohnten Form stattfinden können, da der einzig verfügbare Ochse geschlachtet werden musste, um den Bedarf an Ochsenfetzensemmeln beim Sommerfest stillen zu können. Weil sich die übrigen Darsteller aber an Ochsenfetzen überfressen haben, so dass sie der Schlag getroffen hat und der Esel sich wie immer stur stellt, wurden alle Rollen mit Laiendarstellern aus dem Stall vom Huber Sepp besetzt. Die bisherigen Proben verliefen zufriedenstellend.

Announcement – Unfortunately, the Hintertupfing parish’s nativity play will not be able to take place in its usual format this year, as the only available ox had to be slaughtered to meet the demand for ox-meat-rolls at the summer festival. However, because the remaining actors overindulged in ox-meat-rolls, causing them to have a stroke, and the donkey is being stubborn, as always, all roles have been cast with amateur actors from Huber Sepp’s stable. Rehearsals so far have gone satisfactorily.