Neues aus der Wissenschaft (2)

Dies ist die erste Aufnahme einer Datenautobahn, die von einer Datenautobahnbrücke aus mit einer einfachen Handycamera gemacht wurde. Der wissenschaftliche Wert ist gering, aber was soll’s. Irgendetwas muss man ja machen mit seiner Zeit.

News from science – This is the first image of a data highway taken from a data highway bridge with a simple cell phone camera. The scientific value is low, but what the heck. You have to do something with your time.

Neues aus dem Tierreich (14)

Dies ist angeblich das erste einigermaßen scharfe Bild der Ente von Loch Ness. Wie inzwischen verlautbart wurde, scheint sich das scheue Tier zur Zeit aber im Kleinhesseloher See in München aufzuhalten. Der ist bekanntlich ein überregional bedeutsames Mausergebiet für einige Gänsearten und zudem leben seit einigen Jahren sogar Biber im See. Daher ist es leicht zu verstehen, dass sich niemand für diese komische schottische Ente interessiert, die vermutlich sowieso eine Erfindung der blöden britischen Boulevardpresse ist.

News from the animal kingdom – This is supposedly the first reasonably sharp picture of the Loch Ness duck. As has since been announced, the shy animal currently seems to be in the Kleinhesseloher Lake in Munich. This lake is known to be a nationally important moulting area for some geese species and beavers have even been living in the lake for several years. So it’s easy to understand that nobody cares about this weird Scottish duck, who is presumably an invention of the stupid British tabloids anyway.

OMG!

An manchen Tagen sollte man nicht in den Spiegel schauen, nicht in die Zeitung schauen, nicht das Telefon abnehmen, nicht vor die Türe gehen und überhaupt im Bett bleiben. Wenn alle anderen sich jeden Tag an diese Regel halten würden, könnte ich endlich mal wieder vor die Türe gehen.

OMG! – On some days you shouldn’t look in the mirror nor at the newspaper, shouldn’t pick up the phone, shouldn’t go outside the door and simply stay in bed. If everyone else would stick to this rule every day, I could finally go outside again.

Warten auf den Nikolaus

Heute sind die kleinen Blumen schon sehr früh aufgestanden, damit sie auch ja nicht den Nikolaus verpassen, der ihnen endlich frische Blumenerde und Wasser bringen würde. Doch der Nikolaus kam nicht, denn er war gerade sehr damit beschäftigt, kleinen Kindern, die schon alles hatten, Süßigkeiten und Handys in die Strümpfe zu stopfen, auf dass sie zuckerkrank und blöd werden mögen. Darum mussten die kleinen Blumen sterben.

Waiting for Santa Claus – Today the little flowers got up very early so that they wouldn’t miss St. Nicholas, who would finally bring them fresh potting soil and water. But Santa Claus didn’t come because he was busy cramming sweets and cell phones into the stockings of little children who already had everything, so that they might get diabetic and stupid. That’s why the little flowers had to die.

Gastronomischer Tipp

Landfrauwurst ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber sie enthält meist weniger Schadstoffe wie z.B. Schwermetalle und Weichmacher als die übliche Stadtfrauwurst. Dafür ist Landfrauwurst, wenn sie nicht aus der ökologischen Landwirtschaft stammt, oft stärker mit Pestiziden belastet als ihr urbanes Pendant. – Wenn Sie mich fragen: Ich verzichte generell auf Frauenwurst und gehe lieber ins Café Landtmann in Wien, denn ich bin ein Stadtmann und dort gibt es hervorragenden Kaffee und leckere Schweinereien ganz ohne Wurst. Aber jeder wie er mag.

Gastronomic tip – Rural-Woman-Sausage is certainly not to everyone’s taste, but it usually contains fewer pollutants such as heavy metals and plasticizers than the usual Urban-Woman-Sausage. On the other hand, if it does not come from organic agriculture, Rural-Woman-Sausage is often more heavily contaminated with pesticides than its urban counterpart. – If you ask me: I generally do without women sausage and prefer to go to Café Landtmann in Vienna, because I am a townsperson and they have excellent coffee and delicious tidbits without sausage. Well, everyone as he wants it.

Neues aus dem Tierreich (13)

Wie auf Erden, so im Himmel: Auch Vögel leiden unter dem zunehmenden Verkehr. Inzwischen ist es ganz normal, dass die Luftstraßen über den Städten auch außerhalb des Berufsverkehrs verstopft sind. Immer wieder kommt es dadurch zu Unfällen und sogar Abstürzen. Viele Zugvogelarten sind aus Frust darüber in den Süden ausgewandert und wollen auch im Sommer nicht zurückkehren, andere gehen nur noch zu Fuß oder sind vor lauter Ärger ausgestorben.

News from the animal kingdom – As on earth, so in heaven: Birds also suffer from the increasing traffic. It is now quite normal for the airways over the cities to be congested, even outside of the rush hour. This repeatedly leads to accidents and even crashes. Many migratory bird species have emigrated to the south out of frustration and do not want to return in summer, others only go on foot or have died out of sheer anger.

Man kann es niemandem mehr recht machen

Heute früh öffnete ich die Tür zum Garten, um ein wenig zu lüften, und als ich nach einer Viertelstunde zurück ins Wohnzimmer kam, sah ich, dass ein Bäumchen durch die offene Tür hereingewachsen war. Ich forderte es natürlich auf, das bleiben zu lassen, denn so ließe sich die Türe nicht mehr schließen, aber die Pflanze wandte ein, dass es draußen saukalt sei, weshalb sie sich weigere, das Haus wieder zu verlassen. So geht das natürlich auch nicht, also schnitt ich den Zweig ab und stellte ihn in ein Glas Wasser auf die Fensterbank. Ich dachte, das sei ein guter Kompromiss, aber als ich vorhin in den Garten ging, beschimpften mich die Bäume und Sträucher und drohten, mich wegen Körperverletzung anzuzeigen. Einige bewarfen mich sogar mit Zapfen und Nüssen! Ein befreundeter Gärtner meint, das sei inzwischen normal, er erlebe das jeden Tag, vermutlich sei das der negative Einfluss der asozialen Medien und er rate dazu, die Quertreiber herauszureißen und den Garten komplett zu asphaltieren.

You can’t please anyone anymore – This morning I opened the door to the garden to ventilate a bit, and when I came back into the living room after a quarter of an hour I saw that a little tree had grown in through the open door. Of course, I asked him not to do that, because that way the door would no longer close, but the plant objected that it was freezing outside, which is why it refused to leave the house again. Of course that would be unacceptable, so I cut off the branch and put it in a glass of water on the windowsill. I thought it was a good compromise, but when I went into the garden earlier, the trees and bushes cursed me and threatened to report me for assault. Some even pelted me with cones and nuts! A gardener friend says that this is now normal, he experiences it every day, that is probably the negative influence of the anti-social media and he advises tearing out the obstructionists and completely asphalting the garden.

Neue Nachbarn

In den Neubau gegenüber sind neulich die Mieter eingezogen. Im ersten und zweiten Stock wohnen Tag und Nacht, die ja bekanntlich schon seit Ewigkeiten wohnungslos waren und nun endlich ein Dach über dem Kopf haben. Das scheinen ganz angenehme Leute zu sein, während die Studenten im Erdgeschoß ständig Party machen und sich bei Beschwerden darauf herausreden, sie hätten keine Ahnung wie spät es sei, schließlich hätten sich Tag und Nacht schon länger nicht mehr draußen blicken lassen. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen, aber es nervt dennoch.

New neighbors – The tenants recently moved into the new building on the other side of the street. Day and night live on the first and second floors, which, as is well known, have been homeless for ages and now finally have a roof over their heads. They seem to be very pleasant people, while the students on the ground floor are constantly partying and, when we complain, argue that they have no idea what time it is, because after all, day and night have not been seen outside for a long time. The argument cannot be dismissed easily, but it is still annoying.

Neues aus dem Tierreich (12)

Die neueste Aufnahme des Hubble-Weltraum-Teleskops zeigt, was viele schon lange vermutet haben: Die auf dem Mond lebenden Schmetterlinge sitzen die meiste Zeit nur untätig herum, weil sie mangels Atmosphäre nicht fliegen können. Manchmal sieht man einen ein paar Zentimeter ziellos herumhüpfen, aber insgesamt muss man sagen, dass diese Tiere dort überhaupt nichts verloren haben. Die Natur ist offensichtlich ein Trottel und sollte sich schämen!

News from the animal kingdom – The latest image taken with the Hubble Space Telescope shows what many have long suspected: most of the time, the butterflies that live on the moon just sit around idly because they cannot fly due to the lack of an atmosphere. Sometimes you can see one hop around aimlessly a few inches, but overall you have to say that these animals have no business there. Nature is obviously a sucker and should be ashamed of itself!

Wie es wirklich war (8)

Als der alte Waldseemüller unterwegs war, den Globus zu vermessen und akkurat zu erfassen, kam er auch in den kleinen Weiler Finning, wo er in einer richtig urigen Wirtschaft Rast machte. Da gab es ein schönes kühles Helles und einen saftigen Braten, dass es eine rechte Freude war. Nach dem soundsovielten Bier war der alte Waldseemüller schon ziemlich heiter und hat geglaubt, er sehe einen kleinen Drachen, dabei war es tatsächlich nur der Dackel vom Wirt. Darum hat er in seiner Karte vermerkt: Hic sunt dracones. Am nächsten Morgen hatte er einen furchtbaren Kater und keine Lust, den Fehler zu korrigieren, weshalb es dabei blieb. Darum wissen bis heute nur wenige, dass es in Finning eine gute Wirtschaft gibt, aber so können diejenigen, die den Schneid haben, nach den Drachen zu suchen, immerhin eine echte Entdeckung machen.

How it really was – When the old Waldseemüller was on his way to measure the globe and record it accurately, he also came to the small hamlet of Finning, where he stopped in a really rustic inn. There was a nice cool lager and a juicy roast that it was a real pleasure. After the umpteenth beer, the old Waldseemüller was quite cheerful and thought he was seeing a little dragon, but it was actually just the innkeeper’s dachshund. That’s why he noted on his card: Hic sunt dracones. The next morning he had a real hangover and didn’t want to correct the mistake, which is why it stayed that way. This is why few people know to this day that there is a good inn in Finning, but at least those who have the guts to search for the dragons can make a real discovery.