Das Böse besiegen

Das Böse ist ja bekanntlich geduldig, aber auch ein bisschen doof. Was es nicht weiß, ist, dass die Ampelschaltung absichtlich manipuliert wurde und niemals auf Grün schalten wird. Die Menschheit ist also fürs Erste sicher.

Defeat Evil – Evil is known to be patient, but also a bit stupid. What it doesn’t know is that the traffic light has been deliberately tampered with and will never turn green. So humanity is safe for now.

Dialektik der Gastronomie

In einem Wiener Gasthaus stellt mir der aufgeschwemmte und an den Herrn Karl erinnernde Kellner wortlos einen Espresso hin, den ich nicht bestellt habe. Als ich mich wieder gefangen und entschieden hatte, den Espresso dennoch zu trinken, nimmt ihn mir die kleine asiatische Kellnerin, quasi die Antithese zum Herrn Karl, ebenso wortlos wieder weg. Der Schluss, den ich daraus gezogen habe, war, eine Portion Marillenpalatschinken zu bestellen. Ob das logisch war, interessiert mich eigentlich gar nicht, es war aber sicher vernünftig.

Dialectics of gastronomy – In a Viennese inn, the bloated waiter, reminiscent of Herr Karl, wordlessly put an espresso in front of me that I didn’t order. When I recovered my composure and decided to drink the espresso anyway, the little Asian waitress, quasi the antithesis of Herr Karl, took it away from me just as wordlessly. The conclusion I drew from this was to order a portion of apricot pancakes. I’m not really interested in whether that was logical, but it was certainly reasonable.

Für Peter Hammerschlag zum 121. Geburtstag

Pülcher-Dialog ad infinitum: »Tepperter, was schaust denn so?« »Wer is bei dir teppert?« »Der was fragt!!« – »Geh kusch!« – »Ziach o!« – »Wuist a poar, dass’ scheppert?« etc.

For Peter Hammerschlag on his 121st birthday – Bummer dialogue ad infinitum: „Schmuck, what are you staring at?“ – „Who is a schmuck?“ – „The one who asks!“ – „Get lost!“ – „Shove off!“ – „Wanna get a smack?” etc.

(Gesehen am Donaukanal in Wien. – Peter Hammerschlag wurde 1942 in Auschwitz ermordet. / Seen at the Danube Canal in Vienna. – Peter Hammerschlag was murdered in Auschwitz in 1942)

Neues aus der Wissenschaft (17)

Der bekannte ungarische Hobbypsychoanalytiker Alégpárnáshajómtelevanangolnával behauptet, die Psychologie revolutioniert, wenn nicht gar überflüssig gemacht zu haben. Er sei nämlich zufällig bei der Selbstanalyse, hinter einer scheinbar harmlosen Erinnerung an einen langweiligen Fernsehabend bei seinen Eltern, auf einen versteckten Zugang in sein Unbewusstes gestoßen. Erstaunlicherweise befinde sich dort nichts, der Raum sei vollkommen leer. Es muffle zwar ein wenig, wie das in schlecht gelüfteten Räumen eben so sei, aber seine Entdeckung lege nahe, dass die ewige Suche nach einem verborgenen Sinn hinter allem, was uns so umtreibt, vergebens und völlig sinnlos sei: „Wir Menschen sind eben Vollidioten, die meistens nichts auf die Reihe bekommen und nur aus Versehen und ohne Verstand auch mal etwas Schönes zustande bringen.“ Das müsse man halt akzeptieren. Er jedenfalls fühle sich seitdem schon viel besser.

Science news – The well-known Hungarian amateur psychoanalyst Alégpárnáshajómtelevanangolnával claims to have revolutionized psychology, if not made it obsolete. During self-analysis, he accidentally stumbled upon a hidden access to his unconscious behind an apparently harmless memory of a boring TV evening at his parents‘. Surprisingly, there is nothing there, the room is completely empty. It smells a bit musty, how things are in poorly ventilated rooms, but his discovery suggests that the eternal search for a hidden meaning behind everything that concerns us is in vain and completely pointless: „We humans are outright idiots, who usually don’t get anything done and only accidentally and without understanding manage something nice.” You just have to accept that. In any case, he has been feeling much better since then.

Einfache Lösung

Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr nach Ostbrandenburg an den arbeitslosen Bergführer Mario Karsunke. Nach der Wende wurden die Brandenburger Alpen ja bekanntlich abgetragen, da sie angeblich nicht konkurrenzfähig gewesen seien, was Herrn Karsunke zufolge völliger Quatsch sei, weil die westdeutschen Alpen gegenüber den Schweizer oder Österreicher Alpen „ja ooch komplett abstinken“ würden. „Seit denne bin ick arbeitslos.“ Darum habe er viel Zeit gehabt, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen und sei so schließlich auf die Lösung des vor allem in den USA grassierenden Problems der Massenschießereien gekommen. „Einfach ’n Schild uffhängen und vabieten, wa!“ Tatsächlich ist seit der Einführung dieser Maßnahme in den USA kein einziger Schuss mehr gefallen. Die UNO prüft nun, ob man auf diese Weise auch den Krieg in der Ukraine beenden könne. Hoffen wir das Beste.

Simple solution – This year, the Nobel Peace Prize goes to the unemployed mountain guide Mario Karsunke in East Brandenburg. As is well known, the Brandenburg Alps were removed after reunification because they were allegedly not competitive, which, according to Mr. Karsunke, is complete nonsense, because the West German Alps “also loose completely” compared to the Swiss or Austrian Alps. „Since then I’ve been unemployed.“ That’s why he had a lot of time to deal with other things and finally found a solution to the problem of mass shootings, which is particularly rampant in the USA. „Just hang up a sign and ban it, right?“ In fact, since the introduction of this measure in the USA, not a single shot has been fired. The UN is now examining whether the war in Ukraine could also be ended in this way. Let’s hope the best.

Unerwartete Folgen

Die Taubenvergrämung hatte zwar Erfolg, aber womit man nicht gerechnet hatte, ist, dass diese ökologische Nische sofort von Hunden und sogar Pferden eingenommen wird. Nun muss man wohl im Wortsinne schwerere Geschütze auffahren, denn wo Taubenkot nur eine Belästigung darstellt, sind Pferdeäpfel, die von den Dächern fallen, eine echte Gefahr für Leib und Leben!

Unexpected Consequences – Pigeon deterrence has been successful, but what was not expected is that this ecological niche is immediately occupied by dogs and even horses. Now you have to bring out heavier artillery, literally, because where pigeon droppings are just a nuisance, horse droppings falling from the roofs are a real danger to life and limb!

Nichts Neues von Nobel (2)

aus meinem Archiv / from my archives 1996

Das Frühstück bei Nobels war stets eine explosive Angelegenheit. Während Alfred erfolglos versuchte, die Zubereitung des Frühstückseis mittels Sprengstoff zu beschleunigen, platzte seinem Vater zuverlässig spätestens dann der Kragen, wenn ihm der Tee im Munde explodierte.

Nothing new from Nobel – Breakfast at Nobels was always an explosive affair. While Alfred tried unsuccessfully to use explosives to speed up the preparation of the breakfast egg, his father was reliably bursting at the latest when the tea exploded in his mouth.

Die Erdbeeren haben es satt!

Die Erdbeeren haben es satt, gegessen zu werden. „Erst steckt man uns in Spanien oder Italien in einen ausgelaugten Boden, dann pumpt man uns mit Wasser voll, dann deportiert man uns in irgendeinen Drittstaat, wo wir schlussendlich im Kühlschrank vergessen werden und verschimmeln! Aber jetzt reicht’s!“ Darum wehren sich die Erdbeeren nun. Also Obacht beim nächsten Einkauf! Für den Fall, dass Sie tatsächlich angegriffen werden, halten Sie am besten eine Flasche Sprühsahne bereit.

The strawberries are fed up! – The strawberries are tired of being eaten. “First we are stuck in depleted soil in Spain or Italy, then we are pumped full of water, then we are deported to some third country, where we are finally forgotten in the refrigerator and get moldy! But that’s enough!“ That’s why the strawberries are now fighting back. So watch out for your next purchase! In case you do get attacked, it’s best to have a bottle of whipped cream handy.

Im Gasthaus (4)

„Kinderteller kostet mehr als Seniorenteller! Unverschämtheit. Hab ich einen Goldesel?“

At the inn – „Children’s dishes cost more than seniors‘ dishes! Disgrace. Do I have a cash cow?”

(gesehen / seen in Wien)