Das erklärt einiges!

Neulich habe ich aus Zufall die stressfreie Zone entdeckt, die wirklich sehr klein ist. Mehr als eine Person hat darin kaum Platz. Ich habe mich natürlich sogleich hineinbegeben, aber keine zwei Minuten später hatte sich schon eine Schlange gebildet, deren Ende ungeduldig mit den Hufen scharrte. Nicht einmal in der stressfreien Zone hat man seine Ruhe! Zum Kotzen!

That explains a lot! – The other day I accidentally discovered the stress-free zone, which is really very small. There is hardly room for more than one person. I went in right away, of course, but less than two minutes later a line had formed, the end of which was pawing its hooves impatiently. Even in the stress-free zone you don’t have peace and quiet! Disgusting!

Unser Pfarrer Lübke (10)

Nachdem am Sonntag das Haus des Metzgers von unserem Pfarrer Lübke sehr überraschend heilig gesprochen worden war, musste der Metzger natürlich überstürzt ausziehen, weil es Lübke zufolge ganz und gar nicht angemessen ist, in einem Heiligen zu wohnen. Er bedauere natürlich, dass die Metzgersfamilie jetzt im Gartenhäuschen hausen müsse, aber das sei ja sicher nur vorübergehend. Der Herr Bischof werde schon eine Lösung finden. Derweil werde er, Lübke, in dem neuen Heiligen nach dem Rechten sehen und besonders auf die Kühlräume achten, dass auch nichts Verderbliches darin zurückbleibe, besonders nicht die Weißwürste, die ja bekanntlich sehr schnell verdürben. Unser alter Pfarrer Lübke ist schon ein richtiger Filou.

Our Pastor Lübke – After the butcher’s house was surprisingly canonized by our pastor Lübke on Sunday, the butcher had to move out in a hurry because, according to Lübke, it is not at all appropriate to live in a saint. Of course he pities that the butcher’s family has to live in the little garden shed now, but that’s only temporary. The Bishop will find a solution. In the meantime, he, Lübke, would take care that everything was right in the new saint and pay particular attention to the cold rooms to ensure that nothing perishable was left in them, especially not the white sausages, which, as is well known, spoil very quickly. Our old pastor Lübke is a real filou.

Neues aus der Wissenschaft (18)

Möglicherweise wird der Cheopspyramide auch ihr letztes Geheimnis bald entrissen werden, da man nun einen Aufzug entdeckt habe, der vielleicht zu einer bisher unbekannten Grabkammer führe. Das zumindest behauptet die europäische Boulevardpresse, während die zuständige ägyptische Altertumsbehörde auf Nachfrage mit den Augen rollt. Der Aufzug sei schon vor Jahrzehnten entdeckt worden, aber leider außer Betrieb. Laut den Hieroglyphen daneben sei der Kundendienst schon verständigt. Handwerker seien eben sehr beschäftigt, man müsse sich in Geduld üben. Und ob man nun noch ein paar Jahrhunderte mehr warte, sei auch schon egal. Von einer Sensation könne jedenfalls keine Rede sein.

Science news – It is possible that the last secret of the Cheops pyramid will soon be prized out of the building, since an elevator has now been discovered that may lead to a previously unknown burial chamber. At least that’s what the European tabloids claim, while the responsible Egyptian antiquities authority rolls its eyes when asked. The elevator was discovered decades ago, but is unfortunately out of service. According to the hieroglyphs next to it, customer service has already been notified. Craftsmen are very busy, you have to be patient. And it doesn’t matter whether you wait a few more centuries. In any case, there can be no talk of a sensation.

Geschmacksache

In einem Restaurant mit so einem Namen darf man natürlich nicht erwarten, dass Spottdrossel auf der Karte steht. Daher war ich überrascht, dass man sie dort sowohl fritiert als auch als Pie serviert bekommt. Wer das nicht mag, kann auch nach nebenan zu Darwins gehen, deren gegrillte Finken sehr gut sein sollen.

Matter of taste – Of course, in a restaurant with a name like that, you can’t expect mockingbirds to be on the menu. So I was surprised that you can get them fried as well as served as a pie. If you don’t like that, you can also go to Darwin’s next door, whose grilled finches are said to be very good.

Hässliche Vorschrift

An bestimmten Orten ist in Neuseeland das Trinken von Alkohol verboten, vermutlich weil Betrunkene kein schöner Anblick sind und die schöne Aussicht verderben. Zum Glück sind die hässlichen Beschriftungen nicht sehr groß, so dass man sich als kleine Gruppe im Kreis darum herum aufstellen und sich trotzdem noch bequem zuprosten kann.

Ugly rule – Drinking alcohol is banned in certain places in New Zealand, presumably because drunk people are not a pretty sight and spoil the beautiful view. Luckily, the ugly inscriptions aren’t very big, so you can stand in a circle around them in a small group and still comfortably toast each other.

Von Natur aus freundlich

Wer die Republic of Whangamomona in Neuseeland verlässt, bekommt nicht nur einen guten Wunsch mit auf den Weg, sondern wird sogar bedankt, etwas, das einem, der beispielsweise Bayern verlässt oder ein anderes der 16 Teile von Utschl, niemals passieren wird. Schön zu sehen, dass die Welt woanders nicht nur anders ist, sondern manchmal tatsächlich besser. Vielen Dank, dass Sie das hier gelesen haben und noch einen schönen Tag!

Friendly by nature – Anyone who leaves the Republic of Whangamomona in New Zealand not only gets a good wish, but is even thanked, something that will never happen to someone who leaves Bavaria or another of the 16 parts of Utschl, for example. Nice to see that the world is not only different elsewhere, but sometimes actually better. Thank you for reading this and have a nice day!

Das Monster im Park

Einer der beiden Flaktürme im Augarten und einer von insgesamt sechs in Wien, die noch am Ende des Krieges völlig sinnlos von Zwangsarbeitern errichtet werden mussten. Bisher kannte ich den nur aus dem Brenner-Roman von Wolf Haas, aber nun stand ich zum ersten Mal tatsächlich davor und das monströse Betongebirge baute sich fünfzig Meter hoch und quasi unzerstörbar vor mir auf. Angesichts der Umstände seiner Errichtung verbietet sich der Gedanke, aber dennoch finde ich, dass es genau das wäre, was München verdient hätte und zwar das Hundertfache davon, denn nirgendwo wird häufiger daran erinnert, dass der A.H. „ja eigentlich ein Österreicher war“.

The monster in the park – One of the two flak towers in the Augarten and one of a total of six in Vienna that had to be erected preposterously by forced laborers at the end of the war. So far I only knew it from Wolf Haas’s Brenner novel, but now I actually stood in front of it for the first time and the monstrous an almost indestructible concrete mountain rose fifty meters high in front of me. Given the circumstances of its construction, the thought is out of the question, but I still think it would be exactly what Munich deserved, and a hundred times that, because nowhere is it more often reminded that A.H. „actually was an Austrian“.

Gut vorbereitet

Weil mir eine Nervensäge immer mal wieder die Ohren abkaut, habe ich stets ein Paar Ersatzohren dabei. Wer es zu weit treibt, bekommt von mir aber einen Satz heiße Ohren, ganz umsonst. Die kann man sogar öfter benutzen. Praktisch.

Well prepared – Because a nuisance time and again is chewing my ears off, I always have a pair of spare ears with me. But if you take it too far, you’ll get a set of hot ears from me, for free. You can even use it several times. Practical.

(gesehen / seen in the Louvre)

Ente des Tages

Wenn es wie eine Ente aussieht und wie eine Ente auf dem Wasser treibt, dann ist es auf jeden Fall ein Boot, das ich gerne auf dem Teller hätte.

Duck of the day – If it looks like a duck and floats like a duck, then it’s definitely a boat I’d like to have on my plate.

(gesehen / seen in Venezia)

So weit ist es also!

Was ist nur mit uns passiert, dass nun sogar schon harmlose alte Damen eingesperrt werden, nur weil sie unerlaubt die Tauben füttern. Früher war das Taubenmutterl ein respektiertes Mitglied der Gesellschaft, jetzt wird sie öffentlich an den Pranger gestellt. Es ist eine Schande!

So that’s it! – What happened to us that now even harmless old ladies are locked up just because they feed the pigeons without permission. The pigeonlady used to be a respected member of society, but now she is publicly pilloried. It’s a shame!

(gesehen / seen in Venezia)