Aus dem Familienalbum (81)

Mein Urgoßonkel Heinrich hat schon in seiner Jugend begonnen, ein Haus zu bauen, aber er schien nie damit fertig zu werden. Als er im hohen Alter starb, hinterließ er nichts als ein Fundament und unerklärlich hohe Schulden. Zum Glück kam dann die Hyperinflation und die Schulden konnten mit etwas bedrucktem Papier beglichen werden. Heinrichs Sohn Heinrich jun. war finanziell erfolgreicher und entschied daher, das von seinem Vater begonnene Vorhaben zu beenden. Als dann der letzte Dachziegel gelegt wurde, geschah jedoch etwas Unerwartetes: Das Haus versank im Boden. Zu Rate gezogene Geologen konnten keine vernünftige Erklärung finden, denn der Untergrund bestand nachweislich aus Granit, weshalb sie sich auf eine unvernünftige Erklärung einigten, die aber zu Recht nicht überliefert wurde. Erst jüngst stellte sich heraus, dass ein Berg in Neuseeland, dessen Entstehung bisher durch den dortigen Vulkanismus erklärt worden war, tatsächlich durch den Druck des Fundaments, das mein Urgoßonkel hergestellt hat, zustande gekommen ist. Heinrich hat offenbar sehr tief gegraben. Wie tief, das weiß niemand und die Geologen braucht man ja nicht zu fragen.

From the family album – My great-uncle Heinrich began building a house in his youth, but he never seemed to finish. When he died in old age, he left behind nothing but a foundation and inexplicably high debts. Fortunately, hyperinflation struck, and the debts could be paid off with some printed paper. Heinrich’s son, Heinrich Jr., was more financially successful and therefore decided to complete the project his father had begun. However, as the last roof tile was being laid, something unexpected happened: The house sank into the ground. Geologists consulted could not find a reasonable explanation, as the subsoil was demonstrably granite, which is why they agreed on an unreasonable explanation, which, however, rightly has not been passed down. Only recently was it discovered that a mountain in New Zealand, whose formation had previously been explained by local volcanism, was actually formed by the pressure of the foundation created by my great-uncle. Heinrich evidently dug very deep. Nobody knows how deep it is, and there’s no need to ask the geologists.

Lokaler Champion

Ober- und Unterfurz muss man nicht besucht haben, aber wenn man sich dafür interessiert: Die Leute aus Mittelfurz kann wirklich niemand riechen.

Local Champion – You don’t have to visit Upper- and Lowfart, but if you’re interested: When it comes to flatulence, nobody can stand the people from Middlefart.

Drei-Türen-Problem endlich gelöst!

Die Sache mit dem Drei-Türen-Problem ist eigentlich ganz einfach: Wenn man nämlich auf Autos und Ziegen von Anfang an verzichten würde, könnte man die Türen für etwas völlig anderes verwenden, wie in diesem Beispiel demonstriert wird. Hier kann man sicher sein, dass hinter jeder der drei Türen ein Witzbold steht, ohne die Türen öffnen zu müssen. So gewinnt man darüber hinaus Zeit für wichtigere Dinge.

Three-door problem finally solved! – The three-door problem is actually quite simple: If you were to do without cars and goats from the start, you could use the doors for something completely different, as demonstrated in this example. Here, you can be sure that there’s a joker behind each of the three doors without having to open them. This also frees up time for more important things.

Schilder, die bald nicht mehr gebraucht werden (5)

Da in der neuen Straßenverkehrsordnung die Benutzung motorisierter Blumen, Büsche und Bäume nur noch auf Privatgrund gestattet ist, wird auch dieses schöne Schild überflüssig. Ein weiterer Beleg dafür, dass der gesellschaftliche Fortschritt ein gefühlloser Banause ist und sich schämen sollte!

Signs that will soon no longer be needed – Since the new road traffic regulations only permit the use of motorized flowers, bushes, and trees on private property, this beautiful sign will also become obsolete. Further proof that social progress is a callous philistine and should be ashamed of itself!

Ich weiß nicht

Möglicherweise heißt ja der Inhaber so, aber wenn ich ein Restaurant betreiben würde, würde ich es auch nicht ‚Rácskai‘ nennen, weil es die Leute dann nie im Telefonbuch finden würden. In diesem Fall sehe ich das Problem aber eher woanders.

I don’t know. – It might be the owner’s name, but if I ran a restaurant, I wouldn’t call it ‚Rácskai‘ either, because people would never find it in the phone book. In this case, though, I see the problem elsewhere. (Popel means peace of snot)

Komisches Dänemark (1)

Während die deutsche Sprache sowohl nach Präzision wie auch nach Effizienz strebt und darum die Abkürzung aber auch das Kompositum bevorzugt, macht die dänische Sprache, was jeder normale Mensch machen würde: Ein Fahrrad mit Motor ist kein Moped, sondern ein ‚Knallert‘, weil es das eben tut. Ich würde das Ding zwar eher ‚Stinkert‘ nennen, aber ich bin ja auch kein Däne. – Noch ein kultureller Unterschied, der mit der Elektrifizierung der Welt bedeutungslos werden wird.

Funny Difference – While the German language strives for both precision and efficiency and therefore favors abbreviations and compound nouns, the Danish language does what any normal person would do: A bicycle with a motor is not a moped, but a ‚Knallert‘, because that’s what it does. I’d rather call the thing a ‚Stinkert‘, but then, I’m not Danish. – Another cultural difference that will become meaningless with the electrification of the world.

Dafür kann ich nun wirklich nichts!

Neulich bekam ich einen Strafzettel über 3 Millionen Euro und 15600 Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg, weil mein Schatten in einer verkehrsberuhigten Zone angeblich mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Als ich mich damit verteidigte, dass er das schon immer so gemacht habe, bekam ich obendrein achtzehn Monate schwere Festungshaft. Als Fußgänger hat man in Deutschland einfach die Arschkarte.

I really can’t do anything about that! – Recently, I received a €3 million ticket and 15,600 points on my driving record in Flensburg because my shadow was allegedly traveling at the speed of light in a traffic-calmed zone. When I defended myself by saying he’d always done it that way, I was given eighteen months of imprisonment on top of that. As a pedestrian in Germany, you’re just at a disadvantage.

Wie es wirklich war (37)

Angeblich wurde das berühmte Restaurant Noma in Kopenhagen geschlossen, weil der Chefkoch den Geschmack seiner eigenen Zunge nicht mehr ertragen konnte, aber tatsächlich war der Andrang der Gäste so hoch, dass nur noch eingelassen wurde, wer mindestens 50 Klimmzüge an den Ringen schafft. Der einzige Gast, der diese Prüfung bestanden hat, bekam dadurch einen solchen Muskelkater, dass er die Gabel nicht mehr halten konnte. Verständlich, dass die Leute inzwischen lieber zum Italiener gehen.

What really happend – The famous Noma restaurant in Copenhagen was supposedly closed because the chef could no longer bear the taste of his own tongue, but in reality, the rush of guests was so heavy that only those who could do at least 50 pull-ups on the rings were allowed in. The only guest who passed this test got such sore muscles that he could no longer hold his fork. It’s understandable that people now prefer to go to Italian restaurants.