Wie es wirklich war (38)

Was kaum jemand weiß, ist, dass die ehemalige Königin von Großbritzel und der letzte Papst einen Nachmittag lang verlobt waren. Das kam so, weil der Mann der Queen schon seit Jahren kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben und sie ihn darum aus ihrem Testament gestrichen hatte. Tatsächlich war sie selbst aber sehr überrascht, als man ihr mitteilte, dass sie ebenfalls schon seit einigen Jahren tot war. „Na sowas!“, dachte sie, „Wenn das so ist, dann kann ich endlich tun und lassen, was ich will!“ Also bestellte sie sich eine große Portion Fish und Chips mit Apfelmus, etwas, das sie sich ihr Leben lang verkneifen musste, weil es gegen die ungeschriebene Verfassung von Großbritzel verstieß. „Das kann mir jetzt ziemlich gleichgültig sein!“ dachte sie und tatsächlich war es ihr ziemlich gleichgültig. Ein paar Lakaien und der Premierminister fielen vor Schreck tot um, aber auch das war ihr ziemlich gleichgültig. Weil sie aber feststellen musste, dass Fish und Chips mit Apfelmus beschissen schmeckt, entschied sie, sich mit dem Papst zu verloben. Da der Papst gerade nichts anderes zu tun hatte, sagte er zu, und so kam es, dass die ehemalige Königin von Großbritzel und der letzte Papst einen Nachmittag lang verlobt waren. Am Abend jedoch löste der Papst die Verlobung. Es sei ein Irrtum gewesen, denn er habe vergessen, dass er schon im Jahr zuvor verstorben sei. Die Queen war ein wenig irritiert, aber auch das war ihr kurz darauf ziemlich gleichgültig.

How it really was – What hardly anyone knows is that the former Queen of Great Britzl and the last Pope were engaged for one afternoon. This happened because the Queen’s husband hadn’t been heard from for years, and she had therefore removed him from her will. In fact, she herself was very surprised when she was told that she, too, had been dead for several years. „Well!“ she thought. „If that’s the case, then I can finally do whatever I want!“ So she ordered a large portion of fish and chips with apple sauce, something she had been forced to refrain from eating her entire life because it violated the unwritten constitution of Great Britzl. „I couldn’t care less about that!“ she thought, and indeed, she couldn’t care less. A few footmen and the Prime Minister dropped dead from shock, but even that didn’t bother her. But because she discovered that fish and chips with apple sauce tasted terrible, she decided to get engaged to the Pope. Since the Pope had nothing else to do at the time, he agreed, and so it came to be that the former Queen of Great Britzl and the last Pope were engaged for an afternoon. That evening, however, the Pope broke off the engagement. It was a mistake, he said, because he had forgotten that he had died the previous year. The Queen was a little irritated, but soon became rather indifferent to that, too.

Münchner Neueste Nachrichten (1)

Nachdem neulich ein Tsunami am Kleinhesseloher See einige amerikanische Touristen so erschreckt hat, dass sogar das US-Generalkonsulat am unteren Ende des Englischen Gartens in Alarmbereitschaft versetzt worden war, musste die Stadt nach der Auswertung von Überwachungskameras zugeben, dass ein städtischer Schwan für das Fiasko verantwortlich zu machen ist. Der Aufforderung der Amis, den Schwan zu deportieren oder hinzurichten, konnte die Polizei allerdings nicht nachkommen, da sich der Schuldige inzwischen Richtung Italien abgesetzt habe. Ob der Delinquent so dreist ist, im nächsten Frühjahr wiederzukommen, werde sich zeigen.

Munich Latest News – After a recent tsunami at Kleinhesseloher Lake so frightened some American tourists that even the US Consulate General at the lower end of the English Garden was put on alert, the city was forced to admit, after analyzing surveillance cameras, that a city-owned swan was responsible for the fiasco. However, the police could not comply with the Americans‘ request to deport or execute the swan, as the culprit had since fled to Italy. Whether the delinquent will be bold enough to return next spring remains to be seen.

Schilder, die bald nicht mehr gebraucht werden (6)

Dieser Hinweis ist inzwischen schon fast überflüssig, da es in der Stadt eh nur noch Dönerläden, Barbershops und Nagelstudios gibt. Man kann sich also merken: Wo es nicht nach Döner stinkt, kann man sich den Bart oder die Nägel machen lassen. Wer keinen Bart hat oder keine künstlichen Fingernägel und lieber etwas anderes isst, muss eben sehen, wo er bleibt.

Signs that will soon no longer be needed – This sign is almost redundant now, since the city only has kebab shops, barbershops, and nail salons anyway. So, remember: Wherever it doesn’t smell of kebab, you can get your beard or nails done. If you don’t have a beard or fake nails and prefer something else to eat, you’ll just have to deal with it.

So geht’s ja nicht!

In München darf bekanntlich nicht höher gebaut werden als die Türme der Frauenkirche hoch sind, also etwa 100 Meter. Nun aber hat ein schlauer Kopf im Stadtrat entdeckt, dass die südlich von München gelegenen Alpen sich nicht an das Gebot halten, weshalb diese steingewordene Frechheit demnächst gestutzt, wenn nicht gar abgetragen werden muss.

That’s not how it works! – As is well known, in Munich, buildings aren’t allowed higher than the height of the cathedrals towers, which is about 100 meters. But now a clever member of the city council has discovered that the Alps south of Munich don’t comply with this rule, which is why this petrified audacity will soon have to be trimmed, if not demolished altogether.

Heuchler

Ja ne, ist klar. Erst die Welt in Brand setzen und dann Feuerlöscher verkaufen. Ist das nicht die Logik des Kapitalismus?

Hypocrite – Yeah, right. First set the world on fire and then sell fire extinguishers. Isn’t that the logic of capitalism? („Marx fire extinguisher“)

Vorteil

Das Aufregendste an der Dortmunder Innenstadt ist der Anstieg zwischen Europaplatz und Ostwall.

Advantage – The most exciting thing about Dortmund’s city center is the climb between Europaplatz and Ostwall.