Selbstironie

Neulich in Wien hatte ich ganz Österreich auf dem Teller. Und was soll ich sagen? Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!

Self-irony – Recently in Vienna, I had all of Austria on my plate. And what can I say? It was wonderful, I enjoyed it very much!

Frauenpower

Nachdem sich die beiden Könige endlich gegenseitig abgemurkst hatten, entschieden sich deren Damen für einen Ausflug in die Stadt. Dort ließen sie sich zuerst bei „Haarmonie“ neu einfärben. „Black is beautiful!“ dachte sich die ehemals blasse Dame. Danach besuchten sie einen angesagten Spielsalon und rissen zwei hotte Doppel-Sechs-Dominosteine auf, die sie nebenan auf dem Spielplatz flachlegten. „Schach hat mir noch nie Spaß gemacht!“ rief die schwarze Dame. „Ewig rumstehen und dann von irgendeinem Bauern geschlagen werden!“ setzte die andere schwarze Dame hinzu. „Damit ist jetzt Schluss!“ riefen beide begeistert. Die Dominosteine machten große Augen und sagten nichts.

Girl Power – After the two kings had finally defeated each other, their queens decided on a trip to the city. There, they first got their hair dyed at „Hairmony.“ „Black is beautiful!“ thought the formerly pale queen. Afterward, they visited a trendy arcade and picked up two hot double-six dominoes, which they then laid in the adjacent playground. „I’ve never enjoyed chess!“ exclaimed the black queen. „Standing around forever and then getting hit by some pawn!“ added the other black queen. „That’s over now!“ they both cried enthusiastically. The dominoes stared wide-eyed and said nothing.

Wohnen mit Witz

Die Leute im 2. Stock können mit Recht behaupten, dass sie unter den Armen wohnen.

Reside with humor – The people on the 2nd floor can rightly claim that they live under the poor / under the arms.

Aprilscherz fällt aus

Leider ist es mir nicht möglich, Sie heute in den April zu schicken, da der Weg aufgrund einer Baustelle nicht passierbar ist.

April Fool’s joke cancelled – Unfortunately, I am unable to play an April Fool’s joke on you today, as the joke is inaccessable due to roadworks. („None-way“)

Albtraum

Neulich hatte das Rathaus in Wien einen Albtraum, in dem ich eine unschöne Rolle spielte, und der mit der völligen Zerstörung des Gebäudes endete. Zum Glück war es nur ein Traum, aber seitdem spricht das Rathaus nicht mehr mit mir, was ich ziemlich mies finde, denn schließlich habe ich ihm nichts getan. Aber was will man auch erwarten von einem größenwahnsinnigen barock-neogotischen Zuckerbäckerzwitter.

Nightmare – Recently, Vienna’s City Hall had a nightmare in which I played a rather unpleasant role, and which ended with the building’s complete destruction. Luckily, it was only a dream, but since then, City Hall hasn’t spoken to me, which I find quite unfair, since I didn’t do anything to it. But what can you expect from a megalomaniacal, baroque-neo-gothic monstrosity?

Verbesserungsvorschlag (2)

Nach dem Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen, bei dem sich die Diebe mit einem Spezialbohrer Zugang verschafft und dabei großen Schaden angerichtet haben, entscheiden sich nun viele Banken, dieses Risiko zu minimieren, indem sie den Zugang zu ihren Tresorräumen deutlich beschildern, gut ausleuchten und den Schlüssel stecken lassen, so dass Einbrecher nicht mehr gezwungen sind, wertvolle Bausubstanz zu zerstören.

Suggestion for improvement – Following the break-in at the Sparkasse Gelsenkirchen vault, where thieves gained access with a special drill and caused extensive damage, many banks are now deciding to minimize this risk by clearly marking the entrance to their vaults, illuminating them well, and leaving the key in the lock, so that burglars are no longer forced to destroy valuable building materials.

Unser Dorf soll schöner werden (3)

Wie das Fremdenverkehrsamt mitteilt, werden künftig in der Umgebung aller Sehenswürdigkeiten universal verständliche Hinweisgeber installiert, so dass die Touristen nichts mehr übersehen können und die Einheimischen nicht mehr mit dummen Fragen belästigen.

Our village should be more beautiful – According to the tourist office, universally understandable signage will be installed near all tourist attractions in the future, so that tourists can no longer miss anything and no longer bother locals with stupid questions.

Im Pfudl in Wien

Kein Kaffeehaus, aber zwischen zwei kleinen Braunen braucht man hin und wieder ein gutes Schnitzel. Der etwas aufgeschwemmte Kellner sieht naturgemäß aus wie Qualtingers Herr Karl, er redet aber zum Glück nicht so viel. Die andere Bedienung stellt mir ebenso wortlos einen Espresso hin, den ich nicht bestellt habe, und nimmt ihn wieder mit, als ich ihn trinken will. Vermutlich hat sie mir angesehen, dass ich gerade Kaffeejause hatte und keinen Kaffee brauchte. Wenn ich einen Kaffee bräuchte, würde ich auch lieber ins Sperl gehen, wo es tatsächlich einen Herrn Karl gibt, der aber nicht aussieht wie der Herr Karl, nicht mal wie ein junger Qualtinger. Wien scheint gerade a bissl durcheinander zu sein. – Endlich bringt der falsche Herr Karl ein richtiges Schnitzel und alles ist wieder gut.

At the Pfudl in Vienna – Not a coffee house, but between two espressos you need a good schnitzel every now and then. The somewhat bloated waiter naturally looks like Qualtinger’s Herr Karl, but thankfully he doesn’t talk as much. The other waitress, just as silently, puts an espresso I didn’t order in front of me and takes it away when I’m about to drink it. She probably noticed that I was just having a coffee break and didn’t need it. If I needed a coffee, I’d rather go to the Sperl, where there actually is a Herr Karl, but he doesn’t look like Herr Karl, not even like a young Qualtinger. Vienna seems to be a bit confused right now. Finally, the fake Herr Karl brings me a proper schnitzel, and everything is fine again.