Vom Versagen (3)

Das Basketballonspiel war wohl doch keine so gute Idee wie ich zuerst dachte. Egal, dann versuche ich es mit Ballongolf. Das wird sicher ein Erfolg.

On Failure – The basketballoon game wasn’t as good an idea as I first thought. Anyway, I’ll try balloon golf. I’m sure it’ll be a success.

Rätsel des Alltags (8)

Die US-amerikanische Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, ist gestern wegen einer angeblichen allergischen Reaktion ins Krankenhaus gekommen. Kurz zuvor hatte sie gemeinsam mit dem Gesundheitsminister Kennedy und dem Senator Rand Paul ein Biohazard-Labor besucht, in dem Krankheitserreger untersucht werden. Da aber kein Virus in der Lage ist, jemanden zu infizieren, der innerlich schon lange tot ist, muss man wohl annehmen, dass die Ministerin aus Versehen Kontakt mit der Wahrheit hatte.

Everyday Mysteries – US Secretary of Homeland Security Kristi Noem was hospitalized yesterday due to an alleged allergic reaction. Shortly before, she had visited a biohazard lab, where pathogens are studied, along with Secretary of Health and Human Services Kennedy and Senator Rand Paul. However, since no virus is capable of infecting someone who has long been dead internally, one must assume that the secretary inadvertently encountered the truth.

Neues aus Preußen (1)

Als einmal Friedrich der Mittelgroße seinen Geburtstag feiern wollte, trafen sich seine Söhne Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm und Horst, um zu beratschlagen, was sie dem Alten schenken könnten. „Er hat doch schon alles!“ sagte Friedrich Wilhelm. „Mehr als alles!“ warf Wilhelm Friedrich ein. „Zu viel!“ sagte Wilhelm Wilhelm.
Am Ende einigte man sich darauf, dem Vater einen neuen Namen zu schenken, weil der alte schon arg zerfleddert sei. Man bestellte einen spannenden, exotischen Überraschungsnamen bei Amazon, aber als der Name dann ankam und der Vater das Paket öffnete, war es doch nur ein prolliger Kevin. Der Vater war zurecht empört. Wilhelm Wilhelm holte also ein paar Flaschen Trollinger aus dem Keller und man vergaß die peinliche Episode.

News from Prussia – Once, when Friedrich the Middle-Grand wanted to celebrate his birthday, his sons Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm, and Horst met to discuss what to give the old man. „He already has everything!“ said Friedrich Wilhelm. „More than everything!“ Wilhelm Friedrich interjected. „Too much!“ said Wilhelm Wilhelm. In the end, they agreed to give their father a new name because the old one was already badly tattered. They ordered an exciting, exotic surprise name from Amazon, but when the name arrived and the father opened the package, it was just a gaudy Kevin. The father was rightly outraged. So Wilhelm Wilhelm fetched a few bottles of Trollinger from the cellar, and the embarrassing episode was forgotten.

Jetzt verstehe ich!

Bisher habe ich nie kapiert, warum meine Nachbarn immer so laut sind und nichts dabei finden. Ruhe ist eine Einbahnstraße!

Now I get it! – So far I have never understood why my neighbors are always so loud and don’t care. Silence is a one-way street!

Tag der Arbeit, Tag der leeren Schränke

Den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst verkaufen die Arbeitgeber als großzügig und die Gewerkschaft als großartig, dabei handelt es sich um nicht mehr als einen Inflationsausgleich. In den Niederlanden und in Belgien findet das jedes Jahr statt, nur ohne das alberne Theater. Dort bleibt die Kaufkraft auch der Niedriglohnempfänger darum immer stabil, während deutsche Arbeiter und Angestellte Jahr für Jahr mehr enteignet werden und sich darüber auch noch freuen sollen. Völlig klar, wo unsere Tassen nicht sind.

Labour day, day of the empty cupboards – Employers sell the increase in pay rates in the public sektor as generous and the union as great, but actually it is no more than an inflation compensation. This takes place every year in the Netherlands and in Belgium, only without the silly theater. There, the purchasing power even of low-paid workers is always stable, while German workers and employees are expropriated more year after year and should also be happy about it. Completely clear where our cups are not. (German saying for ‚to have lost one’s marbles‚)

Verkatert

Hab gestern anscheinend zuviel Kopflikör getrunken und darum heute heftiges Marillenweh.

Hungover – Apparently I drank too much head schnaps yesterday, and that’s why I have severe apricot pain today.

Dreitürenproblem

Im italienischen Trento kann man das bekannte Dreitürenproblem, nämlich hinter welcher Tür der Hauptgewinn und hinter welchen Türen die Ziegen sich befinden, an richtigen Türen in einem richtigen Gebäude demonstrieren. Das Haus stammt aus der Zeit des Faschismus, inzwischen muss man ja sagen: des ersten, und daher lautet die Lösung des Problems im Falle Italiens leider auch: Die faschistische Ziege befindet sich hinter allen Türen zugleich, wie das halt so ist in einem totalitären Staat. Der Hauptgewinn, das wird man nicht nur in Italien, sondern schon bald in ganz Europa wieder wissen, besteht darin, die Türen nicht öffnen zu müssen.

Three-door problem – In Trento, Italy, the well-known three-door problem – namely, which door contains the main prize and which doors contain the goats – can be demonstrated using real doors in a real building. The house dates back to the time of fascism, or rather, the first, and so the solution to the problem in Italy is unfortunately: the fascist goat is behind all the doors at the same time, as is the case in a totalitarian state. The main prize, as will soon be known again not only in Italy but in all of Europe, is not having to open the doors.