Darum haben wir keine schönen Dinge mehr

Als sich neulich ein Regenbogen in den Oberleitungen verheddert hatte und darum eine Straße eine Stunde lang gesperrt werden musste, haben sich die Leute aufgeregt und mit den Augen gerollt und auf „die da oben“ geschimpft, wie sie es immer tun, wenn es einmal nicht um sie geht und sie mit ihren Benzinkutschen nicht vom Fleck kommen. Die meisten Leute sind bedauernswerte Trottel.

That’s why we can’t have nice things anymore – When a rainbow recently got tangled in the overhead power lines, forcing a road to be closed for an hour, people got upset, rolled their eyes, and complained about „those in power,“ as they always do when it’s not about them and they can’t get anywhere with their gas-guzzling cars. Most people are pathetic fools.

Der Mauerfall hatte auch seine guten Seiten

Was kaum jemand weiß, ist, dass das DDR-Politbüro an Plänen arbeitete, das Brandenburger Tor im sozialistischen Stil umzugestalten. Zum Glück waren die Herren schon dermaßen senil, dass sie den Blödsinn nicht mehr in die sozialistische Tat umsetzen konnten.

The fall of the Berlin Wall also had its good sides – What hardly anyone knows is that the East German Politburo was working on plans to redesign the Brandenburg Gate in a socialist style. Fortunately, these gentlemen were already so senile that they were no longer able to put their nonsense into socialist action.

So geht’s ja nicht!

In München darf bekanntlich nicht höher gebaut werden als die Türme der Frauenkirche hoch sind, also etwa 100 Meter. Nun aber hat ein schlauer Kopf im Stadtrat entdeckt, dass die südlich von München gelegenen Alpen sich nicht an das Gebot halten, weshalb diese steingewordene Frechheit demnächst gestutzt, wenn nicht gar abgetragen werden muss.

That’s not how it works! – As is well known, in Munich, buildings aren’t allowed higher than the height of the cathedrals towers, which is about 100 meters. But now a clever member of the city council has discovered that the Alps south of Munich don’t comply with this rule, which is why this petrified audacity will soon have to be trimmed, if not demolished altogether.

Vom Versagen (3)

Das Basketballonspiel war wohl doch keine so gute Idee wie ich zuerst dachte. Egal, dann versuche ich es mit Ballongolf. Das wird sicher ein Erfolg.

On Failure – The basketballoon game wasn’t as good an idea as I first thought. Anyway, I’ll try balloon golf. I’m sure it’ll be a success.

Rätsel des Alltags (8)

Die US-amerikanische Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, ist gestern wegen einer angeblichen allergischen Reaktion ins Krankenhaus gekommen. Kurz zuvor hatte sie gemeinsam mit dem Gesundheitsminister Kennedy und dem Senator Rand Paul ein Biohazard-Labor besucht, in dem Krankheitserreger untersucht werden. Da aber kein Virus in der Lage ist, jemanden zu infizieren, der innerlich schon lange tot ist, muss man wohl annehmen, dass die Ministerin aus Versehen Kontakt mit der Wahrheit hatte.

Everyday Mysteries – US Secretary of Homeland Security Kristi Noem was hospitalized yesterday due to an alleged allergic reaction. Shortly before, she had visited a biohazard lab, where pathogens are studied, along with Secretary of Health and Human Services Kennedy and Senator Rand Paul. However, since no virus is capable of infecting someone who has long been dead internally, one must assume that the secretary inadvertently encountered the truth.

Neues aus Preußen (1)

Als einmal Friedrich der Mittelgroße seinen Geburtstag feiern wollte, trafen sich seine Söhne Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm und Horst, um zu beratschlagen, was sie dem Alten schenken könnten. „Er hat doch schon alles!“ sagte Friedrich Wilhelm. „Mehr als alles!“ warf Wilhelm Friedrich ein. „Zu viel!“ sagte Wilhelm Wilhelm.
Am Ende einigte man sich darauf, dem Vater einen neuen Namen zu schenken, weil der alte schon arg zerfleddert sei. Man bestellte einen spannenden, exotischen Überraschungsnamen bei Amazon, aber als der Name dann ankam und der Vater das Paket öffnete, war es doch nur ein prolliger Kevin. Der Vater war zurecht empört. Wilhelm Wilhelm holte also ein paar Flaschen Trollinger aus dem Keller und man vergaß die peinliche Episode.

News from Prussia – Once, when Friedrich the Middle-Grand wanted to celebrate his birthday, his sons Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm, and Horst met to discuss what to give the old man. „He already has everything!“ said Friedrich Wilhelm. „More than everything!“ Wilhelm Friedrich interjected. „Too much!“ said Wilhelm Wilhelm. In the end, they agreed to give their father a new name because the old one was already badly tattered. They ordered an exciting, exotic surprise name from Amazon, but when the name arrived and the father opened the package, it was just a gaudy Kevin. The father was rightly outraged. So Wilhelm Wilhelm fetched a few bottles of Trollinger from the cellar, and the embarrassing episode was forgotten.

Jetzt verstehe ich!

Bisher habe ich nie kapiert, warum meine Nachbarn immer so laut sind und nichts dabei finden. Ruhe ist eine Einbahnstraße!

Now I get it! – So far I have never understood why my neighbors are always so loud and don’t care. Silence is a one-way street!

Tag der Arbeit, Tag der leeren Schränke

Den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst verkaufen die Arbeitgeber als großzügig und die Gewerkschaft als großartig, dabei handelt es sich um nicht mehr als einen Inflationsausgleich. In den Niederlanden und in Belgien findet das jedes Jahr statt, nur ohne das alberne Theater. Dort bleibt die Kaufkraft auch der Niedriglohnempfänger darum immer stabil, während deutsche Arbeiter und Angestellte Jahr für Jahr mehr enteignet werden und sich darüber auch noch freuen sollen. Völlig klar, wo unsere Tassen nicht sind.

Labour day, day of the empty cupboards – Employers sell the increase in pay rates in the public sektor as generous and the union as great, but actually it is no more than an inflation compensation. This takes place every year in the Netherlands and in Belgium, only without the silly theater. There, the purchasing power even of low-paid workers is always stable, while German workers and employees are expropriated more year after year and should also be happy about it. Completely clear where our cups are not. (German saying for ‚to have lost one’s marbles‚)