Personenkult (4)

Möglicherweise ist es ein kleiner Schritt Richtung Frieden, dass amerikanische Trumpisten und andere Schwachköpfe sich im arabischen Teil Jerusalems eine alberne Kopfbedeckung kaufen können, vielleicht aber auch nicht. Interessant ist es aber auf jeden Fall, dass es immer noch Dinge gibt, die man nicht für möglich gehalten hätte.

Cult of personality – It may be a small step towards peace that American Trump supporters and other idiots can buy themselves a silly head covering in the Arab part of Jerusalem, but perhaps not. What’s certainly interesting, though, is that there are still things that one wouldn’t have thought possible.

Alternative Geografie

In Zeiten, in denen Orwells schlimmste Fantasien durch die Realität noch übertroffen werden, ist es fast schon läppisch, die Erde für flach zu halten oder Canada für ein indisches Restaurant. Tatsächlich ist die Zahl der Inder in Canada in den letzten Jahren so angestiegen, dass eine solche Behauptung mehr Evidenz besitzt als irgendetwas, das Trump aus dem Munde fällt.

Alternative Geography – In times when reality surpasses even Orwell’s worst fantasies, it’s almost ludicrous to think the Earth is flat or Canada is an Indian restaurant. In fact, the number of Indians in Canada has increased so dramatically in recent years that such a claim carries more weight than anything Trump says.

Stimmt!

Bis auf die Rechtschreibung ist an dieser Aussage nichts unrichtig. Das ist jedem Münchner klar, der noch alle Tassen im Schrank hat, also leider so gut wie niemandem. Die anderen machen eben das, wofür man diese Nachbildung Münchens nach dem letzten Krieg erbaut hat: viel Geld verdienen, es für Tand verprassen und darüber lamentieren, dass es einem unerhört schlecht gehe. Was die meisten Münchner nicht wissen, ist, dass auch sie selbst nur Attrappen sind, denn richtige Menschen würden es hier nicht lange aushalten.

That’s right! – Apart from the spelling, there’s nothing wrong with that statement. Every Munich resident who still has all his marbles knows that, which unfortunately is practically no one. The others are simply doing what this replica of Munich was built for after the last war: making lots of money, squandering it on trinkets, and complaining about how terribly badly off they are. What most Munich residents don’t realize is that they themselves are just imitations, because real people wouldn’t last long here.

Wie sich die CSU den Wähler vorstellt (vermutlich zurecht)

Die CSU war lange die stärkste Fraktion im Stadtrat von München, inzwischen ist sie nur noch die zweitstärkste nach den Grünen. Man müsste sie doch loben, dass sie eine vernünftige Forderung stellt, angesichts der katastrophalen Wohnsituation in der Stadt. Wenn es nur eine Möglichkeit gäbe, dieses politische Ziel auch durchzusetzen, wo Grüne, SPD, Linke und alle anderen seit Jahrzehnten gegen bezahlbaren Wohnraum kämpfen. Die CSU steht da offenbar völlig allein. Dabei ist allgemein bekannt, dass die Kernwählerschaft der CSU, die Aubinger und Bogenhausener Erbengemeinschaften, die Hausbesitzer und Vermieter in München nichts so sehr wünschen wie bezahlbaren Wohnraum. Wenn die CSU dann im März die Mehrheit im Stadtrat zurückerobert hat, wird sie hoffentlich irgendwann auch einmal die Bayerische Staatsregierung und die Bundesregierung stellen und dort dafür sorgen, dass die gesetzlichen Grundlagen für bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden.

How the CSU envisions its voters (presumably with good reason) – The CSU was long the strongest faction in Munich’s city council; now it’s only the second strongest after the Greens. One would think they should be commended for making a sensible demand, given the catastrophic housing situation in the city. If only there were a way to actually achieve this political goal, given that the Greens, SPD, Left Party, and everyone else have been fighting against affordable housing for decades. The CSU appears to be completely alone in this. It’s common knowledge that the CSU’s core electorate—the heirs of Aubing and Bogenhausen, the homeowners and landlords in Munich—desire nothing more than affordable housing. If the CSU manages to regain its majority in the city council in March, hopefully it will one day form the Bavarian state government and the federal government, ensuring that the legal framework for affordable housing is established.

Wie es wirklich war (40)

Man muss kein Verschwörungsgläubiger sein, um zu behaupten, dass Venedig gar nicht existiert, sondern nur eine Filmkulisse ist. Dafür genügt der Augenschein. Was jedoch nicht nur Fachkreise überrascht hat, war, dass die angebliche Mondlandung der Amerikaner in der gleichen Kulisse gedreht wurde, obwohl sich Venedig sogar hinter dem Mond befindet. Angesichts dessen, dass sich die USA derzeit wieder sehr weit hinter dem Mond befinden, bekommt die ganze Geschichte durchaus Glaubwürdigkeit, nicht zuletzt, wenn man bedenkt, dass Venezuela seinen Namen der italienischen Filmkulisse verdankt. Aber das ist eine andere Geschichte.

What Really Happened – You don’t have to be a conspiracy theorist to claim that Venice doesn’t actually exist, but is merely a film set. Visual evidence is sufficient. However, what surprised not only experts was that the alleged American moon landing was filmed against the same backdrop, even though Venice is actually located behind the moon. Given that the USA is currently once again very far behind the moon, the whole story gains a certain credibility, not least when you consider that Venezuela owes its name to the Italian film set. But that’s another story.

Neues aus der Wissenschaft (55)

Da sich Mars gerade im 10. Haus befindet und das Sternbild Steinbock durchquert, interpretieren Zeitungshoroskope das als Zeichen für beruflichen Erfolg, das angeblich dazu motivieren würde, ambitionierte Ziele zu verfolgen. Astronomen haben jedoch festgestellt, dass der Mars selbst schon seit einigen Milliarden Jahren nichts anderes tut, als sich sinnlos um die Sonne zu drehen. „Der Mars ist eigentlich eine faule Sau. Dass ausgerechnet diesem Idioten Tatkraft und Durchsetzungsvermögen nachgesagt werden, ist ein schlechter Witz“, so ein Astronom. Manche Kometen würden in einem Monat mehr leisten als der Mars in seinem ganzen Leben. Und dennoch fänden die Menschen ausgerechnet diesen Planeten ganz toll und einige wollen sogar hinfliegen. Aber was will man auch anderes von Leuten erwarten, die glauben, in der Zeitung stehe irgendetwas, das tatsächlich zutrifft.

Science News – Since Mars is currently in the 10th house and crossing the constellation Capricorn, newspaper horoscopes are interpreting this as a sign of professional success, supposedly motivating people to pursue ambitious goals. However, astronomers have determined that Mars itself has been doing nothing but pointlessly orbiting the sun for billions of years. „Mars is actually a lazy bum. That this idiot is supposed to be energetic and assertive is a bad joke,“ said one astronomer. Some comets accomplish more in a month than Mars does in its entire lifetime. And yet, people find this planet absolutely fascinating, and some even want to go there. But what else can you expect from people who believe that something in the newspaper is actually true?

Neues aus der Wissenschaft (54)

Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass Farben aus sehr kleinen Teilchen bestehen, die nur über sehr kleine Gehirne verfügen und darum als im Grunde schwachsinnig betrachtet werden müssen. Daher überrascht es nicht, dass Farben vor allem dummes Zeug von sich geben und selbstverständlich knallharte Rassisten sind. In Experimenten weigerten sie sich kategorisch, sich miteinander zu vermischen und wurden schon blass vor Schreck, als man auch nur die Möglichkeit dessen erwähnte. Welche Konsequenzen sich daraus für die moderne Malerei ergeben, bedarf weiterer Untersuchungen.

Science news – American scientists have discovered that colors consist of very small particles with only very small brains, and therefore must be considered essentially imbecilic. That is why it is no surprise that colors mainly spout nonsense and are, of course, blatant racists. In experiments, they categorically refused to mix with one another and turned pale with fright at the mere mention of the possibility. The implications of this for modern painting require further investigation.