Neues aus der Wissenschaft (55)

Da sich Mars gerade im 10. Haus befindet und das Sternbild Steinbock durchquert, interpretieren Zeitungshoroskope das als Zeichen für beruflichen Erfolg, das angeblich dazu motivieren würde, ambitionierte Ziele zu verfolgen. Astronomen haben jedoch festgestellt, dass der Mars selbst schon seit einigen Milliarden Jahren nichts anderes tut, als sich sinnlos um die Sonne zu drehen. „Der Mars ist eigentlich eine faule Sau. Dass ausgerechnet diesem Idioten Tatkraft und Durchsetzungsvermögen nachgesagt werden, ist ein schlechter Witz“, so ein Astronom. Manche Kometen würden in einem Monat mehr leisten als der Mars in seinem ganzen Leben. Und dennoch fänden die Menschen ausgerechnet diesen Planeten ganz toll und einige wollen sogar hinfliegen. Aber was will man auch anderes von Leuten erwarten, die glauben, in der Zeitung stehe irgendetwas, das tatsächlich zutrifft.

Science News – Since Mars is currently in the 10th house and crossing the constellation Capricorn, newspaper horoscopes are interpreting this as a sign of professional success, supposedly motivating people to pursue ambitious goals. However, astronomers have determined that Mars itself has been doing nothing but pointlessly orbiting the sun for billions of years. „Mars is actually a lazy bum. That this idiot is supposed to be energetic and assertive is a bad joke,“ said one astronomer. Some comets accomplish more in a month than Mars does in its entire lifetime. And yet, people find this planet absolutely fascinating, and some even want to go there. But what else can you expect from people who believe that something in the newspaper is actually true?

Neues aus der Wissenschaft (54)

Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass Farben aus sehr kleinen Teilchen bestehen, die nur über sehr kleine Gehirne verfügen und darum als im Grunde schwachsinnig betrachtet werden müssen. Daher überrascht es nicht, dass Farben vor allem dummes Zeug von sich geben und selbstverständlich knallharte Rassisten sind. In Experimenten weigerten sie sich kategorisch, sich miteinander zu vermischen und wurden schon blass vor Schreck, als man auch nur die Möglichkeit dessen erwähnte. Welche Konsequenzen sich daraus für die moderne Malerei ergeben, bedarf weiterer Untersuchungen.

Science news – American scientists have discovered that colors consist of very small particles with only very small brains, and therefore must be considered essentially imbecilic. That is why it is no surprise that colors mainly spout nonsense and are, of course, blatant racists. In experiments, they categorically refused to mix with one another and turned pale with fright at the mere mention of the possibility. The implications of this for modern painting require further investigation.

Darum haben wir keine schönen Dinge mehr

Als sich neulich ein Regenbogen in den Oberleitungen verheddert hatte und darum eine Straße eine Stunde lang gesperrt werden musste, haben sich die Leute aufgeregt und mit den Augen gerollt und auf „die da oben“ geschimpft, wie sie es immer tun, wenn es einmal nicht um sie geht und sie mit ihren Benzinkutschen nicht vom Fleck kommen. Die meisten Leute sind bedauernswerte Trottel.

That’s why we can’t have nice things anymore – When a rainbow recently got tangled in the overhead power lines, forcing a road to be closed for an hour, people got upset, rolled their eyes, and complained about „those in power,“ as they always do when it’s not about them and they can’t get anywhere with their gas-guzzling cars. Most people are pathetic fools.

Der Mauerfall hatte auch seine guten Seiten

Was kaum jemand weiß, ist, dass das DDR-Politbüro an Plänen arbeitete, das Brandenburger Tor im sozialistischen Stil umzugestalten. Zum Glück waren die Herren schon dermaßen senil, dass sie den Blödsinn nicht mehr in die sozialistische Tat umsetzen konnten.

The fall of the Berlin Wall also had its good sides – What hardly anyone knows is that the East German Politburo was working on plans to redesign the Brandenburg Gate in a socialist style. Fortunately, these gentlemen were already so senile that they were no longer able to put their nonsense into socialist action.

So geht’s ja nicht!

In München darf bekanntlich nicht höher gebaut werden als die Türme der Frauenkirche hoch sind, also etwa 100 Meter. Nun aber hat ein schlauer Kopf im Stadtrat entdeckt, dass die südlich von München gelegenen Alpen sich nicht an das Gebot halten, weshalb diese steingewordene Frechheit demnächst gestutzt, wenn nicht gar abgetragen werden muss.

That’s not how it works! – As is well known, in Munich, buildings aren’t allowed higher than the height of the cathedrals towers, which is about 100 meters. But now a clever member of the city council has discovered that the Alps south of Munich don’t comply with this rule, which is why this petrified audacity will soon have to be trimmed, if not demolished altogether.

Vom Versagen (3)

Das Basketballonspiel war wohl doch keine so gute Idee wie ich zuerst dachte. Egal, dann versuche ich es mit Ballongolf. Das wird sicher ein Erfolg.

On Failure – The basketballoon game wasn’t as good an idea as I first thought. Anyway, I’ll try balloon golf. I’m sure it’ll be a success.

Rätsel des Alltags (8)

Die US-amerikanische Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, ist gestern wegen einer angeblichen allergischen Reaktion ins Krankenhaus gekommen. Kurz zuvor hatte sie gemeinsam mit dem Gesundheitsminister Kennedy und dem Senator Rand Paul ein Biohazard-Labor besucht, in dem Krankheitserreger untersucht werden. Da aber kein Virus in der Lage ist, jemanden zu infizieren, der innerlich schon lange tot ist, muss man wohl annehmen, dass die Ministerin aus Versehen Kontakt mit der Wahrheit hatte.

Everyday Mysteries – US Secretary of Homeland Security Kristi Noem was hospitalized yesterday due to an alleged allergic reaction. Shortly before, she had visited a biohazard lab, where pathogens are studied, along with Secretary of Health and Human Services Kennedy and Senator Rand Paul. However, since no virus is capable of infecting someone who has long been dead internally, one must assume that the secretary inadvertently encountered the truth.

Neues aus Preußen (1)

Als einmal Friedrich der Mittelgroße seinen Geburtstag feiern wollte, trafen sich seine Söhne Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm und Horst, um zu beratschlagen, was sie dem Alten schenken könnten. „Er hat doch schon alles!“ sagte Friedrich Wilhelm. „Mehr als alles!“ warf Wilhelm Friedrich ein. „Zu viel!“ sagte Wilhelm Wilhelm.
Am Ende einigte man sich darauf, dem Vater einen neuen Namen zu schenken, weil der alte schon arg zerfleddert sei. Man bestellte einen spannenden, exotischen Überraschungsnamen bei Amazon, aber als der Name dann ankam und der Vater das Paket öffnete, war es doch nur ein prolliger Kevin. Der Vater war zurecht empört. Wilhelm Wilhelm holte also ein paar Flaschen Trollinger aus dem Keller und man vergaß die peinliche Episode.

News from Prussia – Once, when Friedrich the Middle-Grand wanted to celebrate his birthday, his sons Friedrich Wilhelm, Wilhelm Friedrich, Friedrich Friedrich, Wilhelm Wilhelm, and Horst met to discuss what to give the old man. „He already has everything!“ said Friedrich Wilhelm. „More than everything!“ Wilhelm Friedrich interjected. „Too much!“ said Wilhelm Wilhelm. In the end, they agreed to give their father a new name because the old one was already badly tattered. They ordered an exciting, exotic surprise name from Amazon, but when the name arrived and the father opened the package, it was just a gaudy Kevin. The father was rightly outraged. So Wilhelm Wilhelm fetched a few bottles of Trollinger from the cellar, and the embarrassing episode was forgotten.