Einerseits, Spiegel TV,

ist deine Reportage über Notfallsanitäter in Frankfurt am Main sehr interessant, andererseits machst du es dir aber wieder einmal ein bisschen zu einfach: „Frankfurt am Main. Einerseits Metropole des Geldes, andererseits Mekka der Drogenszene.“ Beide Behauptungen sind für sich genommen nicht völlig falsch, aber dir zufolge scheint es da gar keine Schnittmenge zu geben, so als sei der Banker mit der Koksnase nicht ebenso Teil der Drogenszene wie der Junkie in der Gosse. Dabei ist der reiche Teil dieser Szene sozial sicher nicht weniger heruntergekommen als der arme. Der für dich wesentliche Unterschied ist, dass der koksende Banker für deine Kameras nicht sichtbar ist und darum in deinem Weltbild auch nicht vorkommen muss. Der Schein bestimmt eben das Bewusstsein.

On the one hand, Spiegel TV, your report about paramedics in Frankfurt am Main is very interesting, but on the other hand you make it a bit too easy for yourself: “Frankfurt am Main. On the one hand metropolis of money, on the other Mecca of the drug scene.” Both claims are not entirely false, but according to you there doesn’t seem to be any overlap, as if the banker with the coke nose is not as much a part of the drug scene as the junkie in the gutter. The rich part of this scene is no less socially run down than the poor. The main difference for you is that the coking banker is not visible to your cameras and therefore does not have to appear in your world view. Appearance determines consciousness.

Dumme Frage

Was haben Bratkartoffeln und die deutsche Justiz gemeinsam? – Leicht angebräunt mag der Deutsche sie am liebsten. Sonst haben sie nichts gemeinsam, weder in Geschmack noch Konsistenz. Dass die deutsche Justiz beispielsweise außen hart und innen weich sei, kann man ihr wirklich nicht zugutehalten.

Stupid question – What do fried potatoes and the German judiciary have in common? – Germans like them best when they are slightly brown. Otherwise they have nothing in common, neither in taste nor consistency. One really cannot suggest that the German judiciary is hard on the outside and soft on the inside.

Hoppla!

Nachdem Gott den Urknall gemacht hatte, legte er sich kurz aufs Ohr, denn das Schöpfen hatte ihn doch ein wenig angestrengt. Nach etwa 14 Milliarden Jahren erwachte er gut ausgeruht und musste zu seiner Verblüffung feststellen, dass sich in seiner Schöpfung inzwischen nicht nur Billionen Galaxien aus Aberbillionen Sternen gebildet hatten, sondern dass auf etlichen Felsklumpen sogar Leben entstanden war. Auf einem dieser Klumpen war es so feucht, dass er mit dem Finger ein Loch in die Atmosphäre bohren musste, um sehen zu können, was darunter vorging. Was er da jedoch sah, war so dermaßen eklig, dass er sich spontan in das Loch übergeben musste. Die Zweibeiner, die zufällig gerade unter dem Loch standen, werden diesen Tag sicher nicht so schnell vergessen. „Die Gesichter hättest du sehen sollen! Zum Schießen!“ sagte er später unter lautem Schenkelklopfen zu seiner Frau.

Oops! – After God had made the big bang, he lay down for a moment, because the creating had taken a little effort. After about 14 billion years he woke up well rested and had to realize to his astonishment that in his creation not only trillions of galaxies made of trillions of stars had formed in the meantime, but that life had even arisen on quite a few lumps of rock. One of the clumps was so wet that he had to poke a hole in the atmosphere with his finger to see what was going on underneath. However, what he saw there was so disgusting that he spontaneously had to throw up in the hole. The two-legged buggers who happened to be standing under the hole will certainly not forget this day for a while. „You should have seen the faces! Hilarious!” he later said to his wife while loudly slapping his thighs.