
Endlich mal einfach auf der faulen Haut liegen!
Finally vacation! – Finally just lying on your lazy skin!
Texte und Bilder /// Texts and Images
machen müde Männer munter, wie man weiß, wobei sich die meisten Eltern für ihren schreienden Nachwuchs vermutlich das Gegenteil wünschen. Dennoch gefällt uns dein Slogan „Eure Milchmomente sind so individuell wie ihr“ sehr gut, besonders wenn wir einen kollektiven Biermoment genießen. Dann sprudeln die Einfälle nur so! Prost!
Alliterations, Aptamil baby food, tug tired men to the top, as we know, although most parents probably want the opposite for their screaming offspring. Nevertheless, we like your slogan „Your milk moments are as individual as you“ very much, especially when we enjoy a collective beer moment. Then the ideas just bubble up! Bottom up!

Es ist ja bekannt, dass Kolumbus, als er nach Spanien zurückgekehrt war, bodenlosen Blödsinn faselte, was er auf der anderen Seite der Welt alles erlebt habe. Tatsächlich hatte ihn Isabella von Kastilien nur losgeschickt, weil es sie nach frischer Ananas gelüstete, die es aber in ganz Spanien nirgends gab, was daran lag, dass niemand wusste, was eine Ananas ist, da sie noch gar nicht erfunden worden war. Kolumbus hatte auch keine Ahnung, aber der Wunsch der Königin musste natürlich erfüllt werden. Er segelte also los, ging irgendwo an Land, schlug ein paar Wilden auf das Haupt, weil sie weder Spanisch noch Italienisch verstehen wollten und ließ sich dann den Weg zum nächsten Supermarkt weisen. Dort kaufte er, was wie eine Ananas aussah, fuhr schnell nach Hause, denn Isabella war für ihre Ungeduld bekannt, und übergab Einkauf und Wechselgeld. Die Königin fand, dass die Ananas hässlich und viel zu süß und klebrig sei. Um die blöde Kuh irgendwie zufriedenzustellen, log Kolumbus, er habe außerdem eine neue Welt entdeckt, was natürlich Unsinn war, denn wie jeder weiß, hatte er ja nur den westlichen Weg nach Indien gefunden.
How it really was – It is well known that Columbus, when he returned to Spain, babbled endless nonsense about what he had experienced on the other side of the world. In fact, Isabella of Castile had only sent him because she had a craving for fresh pineapples, which you couldn’t find anywhere in Spain, because nobody knew what a pineapple was, as they hadn’t even been invented yet. Columbus had no idea either, but of course the queen’s wish had to be fulfilled. So he sailed off, went ashore somewhere, slapped a couple of savages on the head because they didn’t want to understand Spanish or Italian, and then asked for directions to the nearest supermarket. There he bought what looked like a pineapple, drove home quickly, as Isabella was known for her impatience, and handed over the purchase and change. The queen thought the pineapple was ugly and way too sweet and sticky. To please the idiot somehow, Columbus lied that he had also discovered a new world, which of course was nonsense, since as everyone knows he had only found the western route to India.
Jedes Produkt ist zwangsläufig Ressourcenverbrauch und damit auch Umweltverschmutzung. Es gibt keinen umweltfreundlichen Konsum, sowenig wie es wohnungsfreundliche Mietnomaden oder gesundheitsfreundliche Grippeviren gibt. In diesem Sinne Grüße von einer immer ehrlichen Umweltsau.
Just a reminder, industry! – Every product is inevitably a consumption of resources and thus also environmental pollution. There is no such thing as environmentally friendly consumption, just as there is no such thing as housing-friendly rental nomads or health-friendly flu viruses. With this in mind, greetings from an always honest polluter.

Während andere große technische Fortschritte bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz machen, ist es deutschen Ingenieuren gelungen, die künstliche Dummheit zu perfektionieren. Die dümmste Maschine der Welt kann nichts, außer dumm zu schauen, aber das kann sie besser als jeder andere.
Technical step backwards – While others are making great technical advances in the development of artificial intelligence, German engineers have managed to perfect artificial stupidity. The dumbest machine in the world can do nothing but look dumb, but it can do that better than anyone.

Neulich gelang es Forschern zum ersten Mal in freier Wildbahn ein Exemplar der Kommunikation zu beobachten. Bisher war das nur unter Laborbedingungen möglich, doch die bedauernswerten Geschöpfe standen unter hohem Stress, hielten nie still und sind dann auch schnell verendet. Die frei lebende Kommunikation dagegen hat sich über Tage nicht bewegt, saß nur da und hielt das Maul. Ob es daran lag, dass sie alleine war oder einfach nur ihre Ruhe wollte, bedarf noch weiterer Forschung.
Science news – Recently, researchers for the first time managed to observe a specimen of communication in the wild. So far, this was only possible under laboratory conditions, but the unfortunate creatures were under great stress, never stood still and then quickly perished. The free-living communication, on the other hand, hasn’t moved for days, just sat there and shut up. Whether it was because she was alone or just wanted her privacy needs further research.
richtet sich eigentlich dein aktueller Werbespot? „Das Wichtigste ist, dass vor dem Recht alle gleich sind. Dafür stehen wir seit über 85 Jahren.“ Vermutlich richtet er sich an Leute, die den Wortlaut von Art 3 GG nicht kennen und nicht wissen, dass Recht und Gesetz nicht dasselbe sind? Oder an diejenigen, die nicht rechnen können und in Geschichte nicht aufgepasst haben? Alle anderen aber werden wohl inzwischen wissen, dass du 1935 gegründet wurdest, als in Deutschland Gesetze in Kraft traten, die dafür sorgten, dass manche weder vor dem Gesetz noch vor dem Rechtsschutzversicherer gleich waren.
To whom, ARAG legal protection insurance company, is your current commercial aimed at? “The most important thing is that everyone is equal before the law. That’s what we’ve stood for for over 85 years.“ Presumably it’s aimed at people who don’t know the wording of Art 3 of the German Basic Law and don’t know that law and order are not the same? Or to those who can’t do math and didn’t pay attention in history? But everyone else will probably know by now that you were founded in 1935, when laws came into force in Germany that ensured that some people were not equal before the law nor before legal protection insurers.
hinterließ anscheinend „der stechende Schmerz in der rechten Schulter“, als Ihnen einst bei den Bundesjugendspielen ein Ballweitwurf misslang. Bei manchen äußert sich so etwas nur in Ängsten, Sie führt es außerdem auf den rechten Weg: Eine „links-entschlossene Minderheit“ habe dafür gesorgt, dass die Bundesjugendspiele ab kommendem Schuljahr nur noch als bewegungsorientierter Wettbewerb ausgetragen werden. „Die Bundesjugendspiele ihres traditionellen Wettkampfcharakters beraubt und in Schneeflockenweitpusten verwandelt? Da kann man es auch ganz sein lassen. Welche Gesellschaft soll das abbilden?“ Vermutlich eine, die Wettbewerbe wie Fußballbundesliga und Casting-Shows ziemlich offensichtlich mag, aber Wettkämpfe, wenn sie Aua machen, weniger. Man könnte Ihnen jetzt unterstellen, dass Sie nur ein weiteres Schlachtfeld des Kulturkampfes eröffnen wollen, oder sich gar eine Jugend wünschen, die in gewisser Tradition flink ist wie die Windhunde und zäh wie Ihr ledriges Gesichtsfleisch, aber tatsächlich treibt Sie etwas anderes um: „Kurzum: Bundesjugendspiele und das Große und Ganze, das uns in diesem Sommer umtreiben sollte, haben eine Menge miteinander zu tun. Derzeit gewinnt dieses Land eine viel zu kleine Zahl von Wettkämpfen jedweder Art, als dass es sich leisten sollte, weitere abzuschaffen, nur weil sie welche sind.“ Die deutsche Jugend nämlich soll nicht etwa lernen, dass Bewegung gesund ist und Spaß machen darf, auch wenn man Handgranaten nicht 30 Meter weit werfen kann, sondern sie soll darauf gedrillt werden, im internationalen Kampf der Märkte zu bestehen, auf dass Deutschland wieder zu alter Größe auferstehe. Das ist, wir müssen es Ihnen, Blome, leider so deutlich sagen, im Wettbewerb mit stahlharten Kulturkämpferinnen wie Weidel und Storch ein schon sehr erbärmlicher Mädchenwurf und darum wieder keine Siegerurkunde wert. Tragen Sie’s wie ein Mann!
A trauma, Nikolaus Blome c/o Spiegel, formerly BILD, apparently was left behind by „the stabbing pain in the right shoulder“ when you failed to throw a ball at the national youth games. For some, something like this only expresses itself in fears, but you are also put on the right path: A „left-wing determined minority“ has ensured that the National Youth Games will only be held as a movement-oriented competition from the coming school year. „The Bundesjugendspiele robbed of their traditional competitive character and turned into blowing snowflakes? You can drop that. Which society is that supposed to represent?” Probably one that quite obviously likes competitions like the Bundesliga and casting shows, but competitions when they hurt, less so. One could now assume that you just want to open up another battlefield of the Culture War, or that you even wish for a youth that, in a certain tradition, is agile like greyhounds and tough as your leathery face, but actually something else is on your mind: „In short: National Youth Games and the big picture that should be on our minds this summer have a lot in common. At the moment, this country is winning far too few competitions of any kind to afford to abolish more just because they are.” The German youth should not learn that exercise is healthy and can be fun, too, even if you can’t throw hand grenades 30 meters, but it should be drilled to survive in the international battle of the markets, so that Germany rises back to its former glory. Unfortunately, we have to tell you Blome so clearly that, in competition with tough culture warriors like Weidel and Storch, this is a very pathetic malden-like attempt and therefore again not worth a winner’s certificate. Take it like a man!

Am liebsten habe ich das Geräusch, das dann erklingt,
wenn man in V. einen Old Fashioned trinkt.
Sehr gerne hör ich ebenfalls
in Kneipen: „Geht auf mich, ich zahl’s!“
Und was ich leider selten hör:
„Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“
Favorite noises/intoxications – My favorite is the sound you make when you drink an Old Fashioned in V. I also like to hear in bars: „It’s on me, I’ll pay for it!“ And what I unfortunately rarely hear: „If you have worries, you also have liqueur.“ (Partly a pun. Sorry for that)