Neues aus der Botanik (7)

Wie die botanische Fakultät der Volkhochschule Menden mitteilt, werden vermehrt biolumineszente Bäume beobachtet, vor allem weitab von menschlichen Siedlungen. Während bisher nur die wachsenden Städte für die Lichtverschmutzung verantwortlich gemacht werden konnten, finden viele Wildtiere nun auch in der Wildnis keine Ruhe mehr, weil es in vielen Wäldern auch nachts taghell ist. Warum die Bäume diese Fähigkeit entwickelt haben, ist noch unklar, aber manche Botaniker vermuten, dass die Evolution schlicht und einfach verrückt geworden ist.

Botany news – As the botanical faculty of the Menden adult education center reports, bioluminescent trees are increasingly being observed, especially far away from human settlements. While only growing cities could previously be blamed for light pollution, many wild animals can no longer find peace in the wild because many forests are bright even at night. Why the trees have developed this ability is still unclear, but some botanists suspect that evolution has simply gone crazy.

Neues vom Wohnungsmarkt (16)

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt ist nicht nur für Wohnungssuchende belastend, sondern auch für die wenigen Mietobjekte, die überhaupt noch angeboten werden. Auch eine Wohnung hat Gefühle, aber nicht jeder Vermieter nimmt darauf Rücksicht. Viele Wohnungen zeigen daher die typischen Stressreaktionen wie Materialermüdung, Schimmel und Ausschlag. Bei sehr schlimmer Pustelbildung raten Experten inzwischen zu Kernsanierung oder sogar Abriss.

News from the housing market – The tense situation on the housing market is not only stressful for those looking for a home, but also for the few rental properties that are still available. Even an apartment has feelings, but not every landlord takes this into account. Many apartments therefore show the typical stress reactions such as material fatigue, mold and rashes. If the pustules are very bad, experts now recommend complete renovation or even demolition.

Der ehrliche Erdnusskarli

Man kann dem Erdnusskarli viel vorwerfen, z.B. dass er einen albernen Spitznamen hat oder dass sein Kaffee immer kalt ist, aber was man ihm nicht vorwerfen kann, ist Unehrlichkeit, denn manch anderer würde frech behaupten, die Unterscheidung zwischen food und fisch und chips sei unnötig, aber natürlich wissen wir alle, dass dem nicht so ist. Richtig so, Erdnusskarli!

The honest Peanutcharlie – You can accuse Peanutcharlie of many things, e.g. that he has a silly nickname or that his coffee is always cold, but what you can’t accuse him of is dishonesty, because some people would cheekily claim that the distinction between food and fish and chips is unnecessary, but of course we all know that this is not the case. Well done, Peanutcharlie!

Haben Sie eine Patientenverfügung?

Weil der Baum nicht nur Diabetiker, sondern auch Kettenraucher war, musste man ihm sämtliche Äste und Blätter amputieren, da kein einziges Zweiglein mehr gesund war. Der arme Baum verlor darob allen Lebensmut und wäre am liebsten gefällt worden, aber weil er beizeiten keine Vorkehrungen getroffen hatte, interpretierten die Förster sein Schweigen als Gleichmut.

Do you have a patient’s provision? – Because the tree was not only diabetic but also a chain smoker, all of its branches and leaves had to be amputated because not a single twig was healthy anymore. The poor tree lost all will to live and would have preferred to be cut down, but because it had not taken any precautions in time, the foresters interpreted its silence as indifference.

Die Polizei bittet um Mithilfe

Wer diese drei Kleinkriminellen gesehen hat, die heute beim Edeka eine Tafel Schokolade haben mitgehen lassen, wird gebeten, sie ihnen, wenn noch möglich wegzunehmen, weil sie eh schon zuviel Zucker essen.

The police are asking for help – Anyone who saw these three petty criminals stealing a bar of chocolate from Edeka today is asked to take it away from them if possible, because they already eat too much sugar.

Man tut, was man kann

Während die Hunde A bis D mit den üblichen Dingen beschäftigt waren, wie Briefträger verbellen, den eigenen Schatten jagen und große Haufen machen, dachte sich Hund E, dass ja auch irgendjemand faul in der Sonne liegen müsse, und genau das machte er dann auch zu seiner und aller anderen Zufriedenheit.

You do what you can – While dogs A to D were busy doing the usual things, like barking at the postman, chasing their own shadows and making big piles, dog E thought that someone had to be lazy and lie in the sun, and that’s exactly what he did, to his and everyone else’s satisfaction.

Am Tag vor dem Tag danach (5)

Kurz vor Schluss machte die Welt noch einmal ein richtiges Spektakel, aber die meisten Menschen waren so damit beschäftigt, gegen das Unvermeidliche zu wüten, dass sie es nicht bemerkten. Nicht einmal anständig abtreten konnten diese Dummköpfe.

The day before the day after – Just before the end, the world made a real spectacle, but most people were so busy raging against the inevitable that they didn’t notice. These fools couldn’t even abdicate properly.

Lebensabend

In ihrer Jugend war die Bank viel unterwegs gewesen, hatte die Welt gesehen und tausende von Hintern auf fünf Kontinenten. Jetzt war sie alt, der Lack blätterte ab, die Schienen wurden rostig, die Latten wurden brüchig und es würde nicht mehr lange dauern, bis ein adipöser Tourist sie zu Kleinholz sitzen würde. Ihre letzten Tage verbrachte sie am Wasser, schaute dem bunten Treiben gelassen zu und wartete auf das Ende. Niemand würde bemerken, wenn sie eines Tages nicht mehr da wäre.

End of life – In its youth, the bench had traveled a lot, had seen the world and thousands of bottoms on five continents. Now it was old, the paint was peeling off, the rails were rusting, the slats were brittle and it wouldn’t be long before an obese tourist would sit it to pieces. It spent its last days by the water, calmly watching the hustle and bustle and waiting for the end. No one would notice if it were gone one day.

Wie es wirklich war (26)

Als am ersten Tag des zehnten Monats die Berggipfel der Chiemgauer Alpen sichtbar wurden, steuerte Noah die Arche Richtung Fraueninsel, weil das Bier zur Neige ging und die letzte Renke gegessen war, ebenso wie alle anderen Viecher. Als Gott dann endlich nachsah und feststellte, dass Noah die gesamte Schöpfung gefressen hatte, war er doch ziemlich genervt. In der Bibel findet sich natürlich kein Wort davon.

How it really was – When the mountain peaks of the Chiemgau Alps became visible on the first day of the tenth month, Noah steered the ark towards Fraueninsel because the beer was running low and the last whitefish had been eaten, as had all the other animals. When God finally looked and found that Noah had eaten the entire creation, he was pretty annoyed. Of course, there is not a word about this in the Bible.