Märchenhafte Abfallwirtschaft

In München gibt es seit neuestem moderne Abfalleimer, die nicht nur für Restmüll und Zigarettenkippen geeignet sind, sondern in denen man auch seine verbrauchten Dschinns entsorgen kann.

Fairytale waste management
In Munich, there are now modern waste bins that are not only suitable for residual waste and cigarette butts, but in which you can also dispose of your used genies.

Fortschritt durch Stillstand

Wissen Sie noch? Was das damals, vor der Einführung der ortsfesten, vertikalen Verkehrszeichen, für ein Durcheinander war? Man denkt sich nichts und biegt rechts ab, plötzlich watschelt da ein Einbahnstraßenschild heran und natürlich ist ‚zufällig’ ein Polizist in der Nähe. Zack, Strafzettel. Seit die blöden Dinger einbetoniert werden, ist damit zum Glück Schluss.

Progress by standstill
Do you remember? What kind of mess it was back then, before the introduction of fixed, vertical traffic signs? You don’t think of anything and turn right, suddenly there is a one-way street sign waddling up and of course ‚by accident‘ there is a police officer nearby. Zack, ticket. Fortunately, this has ended since the stupid things were concreted in.

Danke für nichts, Einstein!

Die meisten Eltern tun sich verständlicherweise schwer damit, ihren Kindern die Relativitätstheorie zu erklären. Soziale Medien und vorlaute Freunde haben da einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Als wir jung waren, haben wir für Dinosaurier geschwärmt und in den Unterrichtspausen über Politik diskutiert oder über Mädchen, aber heutzutage stellen schon präpotente Neunjährige unangenehme Fragen nach dem Wesen von Raum und Zeit. Das führt dann meist zu peinlichen Szenen, aber es hilft ja nichts; dieses Gespräch muss geführt werden, früher oder später. Wenn Sie es lieber ein bisschen später hätten, verbringen Sie die Sommerferien doch in Monatshausen. Dort vergeht die Zeit so langsam, dass die Blagen vor lauter Langeweile das Bett gar nicht mehr verlassen.

Thanks for nothing, Einstein!
Most parents understandably struggle to explain the theory of relativity to their children. Social media and cheeky friends have an influence that should not be underestimated. When we were young, we raved about dinosaurs and discussed politics or girls in class breaks, but nowadays prepotent nine-year-olds pose uncomfortable questions about the nature of space and time. This usually leads to embarrassing scenes, but it doesn’t help; this conversation has to be held sooner or later. If you’d rather have it a little later, spend the summer vacation in Monthshausen. Time flies so slowly there that the folks never get out of bed out of sheer boredom.

Haltet doch mal still!

Sie kennen doch sicher diese Fussel oder Flecken, die einem manchmal im Blickfeld herumtanzen. Wenn man sich konzentriert, kann man sie ganz deutlich sehen. Manche sagen, das seien Trübungen im Glaskörper des Auges. Vielleicht stimmt das, aber ich glaube, ich habe Pinguine im Auge. Leider schwimmen sie so schnell, dass ich sie nicht fokussieren kann. Schade, ich mag Pinguine.

Hold still!
You surely know these lint or stains that sometimes dance around in your field of vision. If you concentrate, you can see them very clearly. Some say that these are clouding in the vitreous of the eye. Maybe that’s true, but I think I have penguins in mine. Unfortunately, they swim so fast that I cannot focus on them. Too bad, I like penguins.

Gebrauchsanweisung für München (1)

München ist die Stadt des Bieres, weshalb es auch nicht verboten ist, Bierflaschen ins Gleis zu werfen. Das Schild verbietet ausdrücklich nur Konservendosen und Kippen. In Städten mit einer langen Konservendosentradition mag das vielleicht toleriert werden, hier nicht. Dagegen würde kein Münchner eine leere Bierflasche, zumal eine Pfandflasche, als ‚Abfall’ bezeichnen. Eine leere Pfandflasche lässt man neben dem Mülleimer stehen, damit die Pfandflaschensammler auch ein Auskommen haben. Wer seine leere Flasche im Gleis abstellt, tut das vermutlich nur, um dem armen Pfandflaschensammler ein wenig Abwechslung zu verschaffen.

Instruction manual for Munich
Munich is the city of beer, which is why it is not forbidden to throw beer bottles on the track. The sign expressly prohibits only cans and cigarette stubs. This may be tolerated in cities with a long canning tradition, but not here. In contrast, no Munich resident would describe an empty beer bottle, especially a deposit bottle, as ‚waste‘. An empty deposit bottle is left next to the trash can, so that the deposit bottle collectors can make a living. If you put your empty bottle on the track, you will probably only do so to give the poor deposit bottle collector a little variety.

Auch kleine Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Hier sieht man ein paar kommende Ereignisse im Leben des Trambahnschaffners Ignatz Gruber ihre nicht sehr großen Schatten vorauswerfen, darunter ein Strafzettel wegen Parkens im Halteverbot, ein eingewachsener Zehennagel und eine in der Waschmaschine verschwundene Socke.

Even small events cast their shadows ahead
Here you can see a few upcoming events in the life of the tram conductor Ignatz Gruber casting their not very large shadows, including a parking ticket, an ingrown toenail and a sock that has disappeared in the washing machine.

Zeichen an der Wand

Wir können nicht behaupten, wir seien nicht gewarnt worden, allerdings muss man zugeben, dass die Zeichen nicht leicht zu deuten waren.

Writing on the wall
We cannot say that we were not warned, but you have to admit that the signs were not easy to interpret.